Register
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REGISTER
bearbeitet von Karl H. Schwebel Vorbemerkung
Für das Register wurde die moderne Form des Einheitsindex gewählt. Indiziert wurde auch — wegen der weitgehenden Streuung und Interdependenz der Schriftgutbestände in beiden Teilen Deutschlands — die von der Staatlichen Archivverwaltung der DDR herausgegebene „Übersicht über die Quellen zur Geschichte Lateinamerikas in Archiven der Deutschen Demokratischen Republik" (Potsdam 1971) *), die kein Register enthält. Damit sind wenigstens „auf dem Papier" die deutschen Lateinamerikaquellen im Interesse der Forschung insgesamt berücksichtigt — d. h. soweit sie in beiden Guides erfaßt werden konnten. Die den Führer der DDR betreffenden Seitenzahlen sind jeweils in Klammern hinter die des Guide der BRD gesetzt.
Aus Gründen der Raumersparnis wurden im Register nur solche Schlagwörter ausgeworfen, die einen ausdrücklichen Lateinamerikabezug haben (z. B. „Auswanderung nach Brasilien"). Auf Grund der geographischen Anordnung des Textteiles sind die wegen ihrer latenten Lateinamerikabeziehung zusätzlich aufgenommenen allgemeinen Betreffe in aller Regel nur dort unter den einzelnen regionalen Archiven und Bibliotheken zu finden (z. B. „Auswanderung"). Da es sich um fremde Texte handelt, die nur ausnahmsweise durch Findbucheinsicht oder Rückfragen zu überprüfen waren, konnten ungenaue oder summarische Angaben im Register auch nur so erfaßt werden. Der DDR-Guide stellt z. B. in manchen Rubriken dem Katalog der lateinamerikanischen Staaten eine Aufzählung von Sachschlagwörtern voran; ob sich alle oder nur einige davon auf alle oder einige Ortsschlagwörter beziehen, bleibt dabei offen. Hier wurde nach Wahrscheinlichkeit entschieden oder im Zweifelsfalle statt der einzelnen Ländernamen der Oberbegriff „Südamerika" ausgeworfen. Im BRD- Guide wiederum machten beispielsweise fehlende oder durchlaufende Aktendatierungen oft die genaue Unterscheidung nach Bundesstaaten, Deutschem Bund, Deutschem Zollverein, Norddeutschem Bund und Deutschem Reich schwierig. Das war etwa bei den Staatsverträgen oder den diplomatischen und konsularischen Vertretungen dort der Fall, wo die Gesetzessammlungen oder Staatshandbücher zur Klärung nicht ausreichten. Hier muß der Benutzer also einen gewissen Unsicherheitsfaktor im Register in Kauf nehmen und sich dagegen durch übergreifende Einsichtnahme in den Text absichern. Andererseits wurden zuweilen allgemein gehaltene Textangaben auf Grund von Findbuch- einsicht näher spezifiziert (z. B. durch jeweiliges Auswerfen der Textseite 150 bei den einzelnen diplomatischen und konsularischen Vertretungen Bremens und des Deutschen Reiches).
*) Nach dem Plan des Comite technique sollte der Faszikel der DDR in der Reihe eigentlich die Kennziffer II, 2 erhalten (BRD = II, 1). Diese Einteilung fiel indes dem Abgrenzungsdrang der DDR zum Opfer; anstatt sich zusammen mit der BRD unter „Allemagne" subsumieren zu lassen, zog sie es vor, auf jede Faszikelkennziffer überhaupt zu verzichten.