Druckschrift 
Die Pest in Bremen : Epidemien und freier Handel in einer deutschen Hafenstadt 1350 - 1713 / Klaus Schwarz
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

II. Abbildungen im Anhang

Übersicht und Erläuterungen

Abb. I

Verbreitung der Pest in der Altstadt bis zum 28. August 1713

Quellen: Gedruckter Stadtplan von Matthäus Seutter, 1730, mit hand- schriftl. Einzeichnung der Kompaniegrenzen durch Johann Daniel Hein­bach, 1737 (StUBB, Kt. III,2 Kriegsverlust; Abdruck bei Stein, Das vergan­gene Bremen, S. 12); Erläuterungen bei K. Schwarz, Kompanien, S. 123, Kt.

1. Zu den Angaben über die Pestfälle ders., Ärztlicher Bericht.

In der Altstadt gab es vier Kirchspiele und 20 Bürgerkompanien, die mit den Buchstaben A bis U bezeichnet wurden. Die Zahlen weisen auf die von dem Pestarzt Dr. Klug genannten Straßen in der Reihenfolge seines Be­richts hin. Durch Schraffierung sind die zehn Kompaniebezirke der Altstadt mit höheren Mietwerten der Häuser von den zehn billigeren abgehoben.

Der Mietwert spiegelt die durchschnittliche Vermögens- und Einkommens­situation der Bewohner jedes Bezirks um die Mitte des 18. Jhs. wider. Die

Quellen aus dieser Zeit sind am reichhaltigsten und können wegen der außerordentlichen Stabilität der Bebauungsverhältnisse auch zur Verdeut­lichung älterer Zustände herangezogen werden. Zu den Einzelheiten vgl.

K. Schwarz, Wohnungsmarkt.

Abb. II

Bausubstanz des 1713 am stärksten betroffenen Kompaniebezirks

B mit der Straße Hinter dem Abbentorswall 1733

Quelle: Grundriß der Bürgerkompanie B, gezeichnet v. Johann Daniel

Heinbach, Focke-Museum Bremen, F 691.

Mit N ist die Straße Hinter dem Abbentorswall bezeichnet, in der die Pest

1713 ausbrach und am stärksten wütete. Die kleinen Häuser im Schatten der auf der Zeichnung oben angedeuteten Wälle waren als ungesund und schmutzig verrufen. Der Kompaniebezirk B bildete zusammen mit dem südlich anschließenden S und dem westlich anschließenden D die billigste Wohngegend der Altstadt.

Abb. III

Zeugnis für die Pestfreiheit der von dem Kaufmann Simon Post ver­sandten Waren 1713

Quelle: StA Aurich, Rep. 4, B II s, Nr. 8.

Abb. IVa

Gesundheitszeugnis des Pestarztes Dr. Changuion für das Ehepaar

Etienne 1712

Quelle: 2-S.7.a.l3.a.2.a.3.i.l.

Abb. IVb

Ausschnitt aus dem Rhederbuch mit Eintragungen über Geschen­ke an hannoversche Beamte in der »Contagionssache« 1713

Quelle: 2-R.l.A.3.b.51., S. 353.

274