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Empfindungen, nm einzig und allein das vorgesteckte Ziel im Auge zu behalten, aber gerade deswegen ist es doppelt schwer, wenn Unwiederbringliches, Unersetzliches an Zeit, Arbeit und davongetragenen Früchten und gleich Unersetzliches, für die Arbeit kommender Tage unbedingt Nöthiges, verloren geht. Wir stehen vor dem Abmarsch ins Innere; was und wieviel werde ich, von allem Nöthigen völlig entblößt, in einem Lande arbeiten und sammeln können, das noch ganz unerforscht vor uns liegt? Das Meiste verbietet sich ganz von selbst, das Wenige was noch möglich, muß lückenhaft, unbefriedigend bleiben. Ist es überhaupt möglich, wenigstens das Allernöthigste noch zu erhalten, so kann das in keinem Fall vor Ablauf eines Jahres geschehen, ob, wie, wo und wann — das weiß ich selbst noch nicht. Wenn auch vieles, was mich betroffen, schwer, sehr schwer zu verwinden ist, so habe ich den Muth auch durch dieses Unglück keineswegs verloren, aber es gibt eben Hindernisse, gegen die sich schlechterdings nicht ankämpfen läßt. Mit Nichts läßt sich auch nichts leisten. Vor unserm Abmarsch werde ich Dir wol noch einmal schreiben können, vielleicht läßt auch die erwartete Kara- vane länger auf sich warten als wir denken; es heißt schon wieder, es sei die nächste Post, die Nachrichten darüber bringen muß, verloren.
25. August 1882.
Die Kuriere sind nun doch heute unversehrt hier ein- passirt und brachten Eure lieben Briefe. Deine sehnlichst erwarteten Kisten kommen auch mit einem demnächst erwarteten Transport, sonst hätte es auch böse ausgesehen, ich habe ja nur noch ein Paar alte Stiefel. Mit Kleidung kann man sich schon eher behelfen. Ich bin jetzt bei der sehr traurigen Beschäftigung, die wenigen Bruchstücke, die in den verkohlten