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Von Sansibar zum Tanganjika : Briefe aus Ostafrika ; mit dem Bildniß Böhm's und einer Uebersichtskarte / von Richard Böhm ; nach dem Tode des Reisenden mit einer biographischen Skizze herausgegeben von Herman Schalow
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1. An jeme Mutter.

An Bord derBokhara" im Nöthen Meer, 19. April 1880.

2)a ich nicht ganz sicher bin, ob der dicke Türke, dem wir in Alexandrieu unsere Briefschaften zur Besorgung über­gaben, dieselben richtig der Post überliefert oder trotz seiner pantomimischen Betheuerungen das Geld für die Marken ein­gesteckt und unsere Correspondenz den Haifischen überlassen hat, so will ich lieber wieder von Aden aus Nachricht schicken, damit Ihr zu Hause nicht etwa glaubt, wir wären schon auf der Hinreise spurlos verschwunden.

Schon am Nachmittag, bevor wir Alexandrien erreichten, kamen die ersten afrikanischen Urbewohner, nämlich vier dunkel­graue Reiher, vorbei; in aller Morgenfrühe verriethen mir die Glockenzeichen für die Maschine, daß der Lootse seine Operationen zum Anlaufen des Hafens begann, uud bei zu­nehmender Helle aus dem Kajütenfenster sehend, erlebte ich den feierlichen Moment, in dem zum ersten mal die afrika­nische Küste vor den Blicken liegt. Vorläufig übrigens nicht besonders überwältigend, flach, steinig, von dem berühmten Pharus Alexctndriens gekrönt. Der Hafen lag voller Schiffe, im weiten Halbkreis zogen sich die weißgetünchten Häuser mit ihren flachen Dächern hin, dazwischen Palmen, Tamarisken und Sykomoren, die sich besonders um den langgestreckten Palast des Vicekönigs zu einem schönen Garten vereinigten. Araber, Fellachen, Neger, Sudanesen u. s. w. in den malerischsten

Böhm. 1