III. BEITRÄGE ZUR PHYSIKALISCHEN GEOGRAPHIE DES FLÄMINGS.
Die Elbe bildet nach dem Beginn ihres nördlichen Laufes eine äufserst wichtige geographisch-geologische Scheidung der Landschaften östlich und westlich der Elbe. Im Westen ist das ältere Gebirge vom Culm herab bis zum Tertiär in reicher Gliederung vertreten, das Diluvium dagegen tritt in einer verhältnismäfsig dünnen Decke auf. Dagegen findet man auf der Ostseite nur noch Septarienthone und Braunkohlenbildungen, sehen wir ab von dem bei Gommern aufgeschlossenen letzten Ausläufer des Carbons, während das Diluvium immer mächtiger wird. Dadurch, dafs rechtselbisch der für die Börde so charakteristische Löfs vollkommen fehlt, wird dieser Gegensatz beider Landschaften noch vergröfsert. Der Fläming ist ein typisches Glied des ostelbischen Gebiets. Und gerade deshalb, weil er in unmittelbarer Nähe der reich gesegneten, blühenden Börde liegt, ist seine Oberflächengestalt von jeher die Veranlassung gewesen, das Plateau als eins der unfruchtbarsten Gebiete unsrer deutschen Heimat hinzustellen, vielleicht auch nicht ganz mit Unrecht. Und wenn der Fläming auch nicht gerade sämtlicher landschaftlicher Reize entbehrt — dafs er auch anziehende Seiten hat, wird später gezeigt werden —, so steht doch fest, dafs er zu den landschaftlich einförmigen Strecken des deutschen Bodens gehört, wie das ja auch seine geologische Vorgeschichte und die dadurch bedingte orographische Gestaltung des Bodens begreiflich machen.
In seiner heutigen Gestalt ist der Fläming, speciell in seinem mittleren Teile, ein unregelmäfsig gewelltes, aus wirr aneinander gereihten, maulwurfshaufenähnlichen Hügeln bestehendes, unter eine mächtige Decke von Geschiebesand getauchtes Diluvialplateau, das stellenweise mit erratischen Blöcken übersät ist, ein Gebiet also, dem