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Hanseatisches Magazin
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See. Die Nord-See erweckte mir mehr Hochgefühl, und reizte meine Phantasie stärker. Der Gedanke an die Beschrankt« heit der Ost-See schadet dem Eindrucke des Anblicks. Die Meer-Schau selbst war heute auch nicht sehr interessant. Die schöne optische Täuschung der hohen Wöl­bung fiel weg, weil die See zu unruhig war. Nur drei Schiffe ankerten auf der Rhede. Aber mehrere kamen an.

Unsere Schiffer machten uns auf die allmähliche Annäherung derselben aufmerk­sam. Erst über der scharf abgeschnittenen Flächen-Linie ein weißer Punkt, dieser verlängert sich in die Figur eines weißen Stäbchens, und formt sich allmählich zum Segel, viel später sieht man erst das Holz des Schiffes über der Fläche, u. s. w. Die Seeleute hielten, so sagten uns die Lootsen, das Schiff in der ersten Periode für 4, in der zweiten für z bis 2, in der dritten für l Meile entfernt. Die Ost-See hat zwar keine eigentliche Fluth und Ebbe, wahrscheinlich, weil ihre Fläche für den