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Hanseatisches Magazin
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291
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begnügten sich mlt den Würden und mit, de» Vortheilen, die der Bürger erwarten kann» Die Bcfehdungen der adelichen PlaKer, del nen ihre Vorfahren, als Mindcrmächtigc, nicht hinlänglichen Widerstand leisten konnten, zwan» gen sie, hinter den festen Mauern der Städt,? Sicherheit und Schutz zu suchen.? Was Wunder, wenn der Schwäbische Landadel Augsburg, und der Fränkische Landadel Nürnberg zum Zufluchtsorte wählte, da der Handel beider Städte frühzeitig in großem Flor stand, und ihm. die angenehme Hosnung gewährte, für die Aufopferung des Adels, durch den Besitz großer Reichthümer^ hin­länglich entschädigt zu werden? Daß der Adel keinen besondern Stand, keinen Vor« rang, keine Vorrechte und keinen Titel in Nürnberg nach der Konstitution verschaffe und mit sich bringe, mögen folgende Denier« tungen erweisen:

1. Der bloße Ad ' gemährt nicht ein» mal die Würde des >>atriziats; denn Nicht alle geadelte Personen gehörten oder gehören zu den Patriziern. In den alten Verzeichnissen der Ralhsglieder findet nmn viele unadeltche Name».

2. Zn Nürnberg ertheilten von jeher nur Bürgerliche Aemter und Würden, Vor­rang und Titel. Bei dem. nun aufgehobe­nen, jährlichen Losungsschwören, bei der Lei­stung des Bürgergchorsams, bei allen Na.chs» Verlässen, bei den Losungszelleln, und bet cm; dern Gelegenheiten, wenn die Namen der Bürger verlesen werden, iverven bloß ojcjcn«>