Ausgabe 
(25.7.1944) 203
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Parteiamtliche Tageszeitung

Pc» Amtsblatt des Regierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

Nr. 203 • 14. Jahrgang

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblcttt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

Dienstag, 25. Juli 1944

Einzelpreis 15 Rpf.

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Rommels Kämpfer fanatisdie Nationalsozialisten

Feindenttäuschungen an der Invasionsfront - Das Kräfteverhältnis im Osten

Parole: Nun erst recht!

Prahtberncht unserer Berliner Schriftleitung

dr.w. sch. Berlin, 24. Juli. „Exchange Telegraph" berichtet: „Die Panzerdivi­sion 611 ' die Rommel in der Nor­mandie zur Verfügung stehen, setzen sich ausschließlich aus fanatischen Na- t (ionalsozlalisten zusammen. Es sind Soldaten, die entschlossen sind, dem Führer blind zu gehorchen und den letzten Blutstropfen für ihn herzu­geben.“ So wie es „Exchange" für den Be­reich der Normandie erkennt, ist der Geist unserer Truppen an allen Fronten, und ge- rade auch dort, wo sie unter ganz unglei­chen Stärkeverhältnissen gegen einen zah­len- und materialmäßig überlegenen Feind erbitterten Widerstand zu leisten haben.

Der Hinweis auf den fanatischen natio­nalsozialistischen Geist der Divisionen Rom- LSl mels ist nur einer der Gründe, die jetzt in der englischen und in der nordamerikani- “ ■ sehen Presse zur Erklärung dafür vorgetra- - ■ gen werden, daß das Invasionsunter­nehmen nicht zum erhofften Erfolg ge­führt hat und nach wie vor beinahe auf : d e r S t e 11 e tritt. Daß die Enttäuschung

im westlichen Feindlager ganz allgemein ist, wird jetzt ganz offen zugestanden. So sieht sich der britische Rundfunkberichter Mar- shall zur Stellungnahme gegenüber der Frage gezwungen, die jetzt in England immer häu- E- figer gestellt wird, warum nämlich die alli­ierten Truppen in der Normandie nicht schneller vorgingen und warum sie so lange brauchten, um einen Vormarsch von ins­gesamt nur fünf Meilen zu erzielen. Die Antwort, die gegeben wird, erinnert zu­nächst an die Fabel vom Fuchs und 'den Trauben. Es sei gar nicht, so heißt es auf einmal, die Absicht gewesen, einen Durch­bruch im Orne-Gelände zu erzielen. Man sei sich darüber im klaren gewesen, daß ein Uebergang über die Orne südlich von Caen mit schweren blutigen Verlusten ver­bunden sein würde. Vor Tische las man es ■ bekanntlich anders.

Schließlich wird aber doch zugegeben, daß die deutsche Gegenwehr der entscheidende Grund für das Scheitern der englisch-amerikanischen Pläne gewesen ist. „Die Deutschen haben in diesem Gebiet ausgezeichnet gekämpft. Wir sind direkt in ihre Geschütze hineingerannt.“

Noch seltsamer und geradezu komisch Inutet das an, was Reuter von der amerika­nischen Front in der Normandie zu berich­ten weiß. Allerdings, so gibt er zu, hätten die vor der Invasion gesteckten Eroberungs­ziele nicht erreicht werden können. Aber ^ solche Ziele seien theoretisch und könnten nicht darauf abgestimmt sein, was die deut­schen im Falle einer Invasion unternehmen ”* würden. „W e n n die Deutschen beschlossen Gr hätten, zurückzugehen und den Kampf wei- ter im Lande auszutragen, so würden die amerikanischen Streitkräfte schneller vor- wärts gekommen sein.“ Toller kann man sich eine Begründung des eigenen Mißerfol- " ges wirklich nicht vorstellen. Nur der böse I Feind ist schuld, weil er nicht einfach Kehrt-Marsch gemacht hat, als die Briten , I und Amerikaner auf der Bildfläche er­schienen.

iv Besonders charakteristisch für die wach- >( sende Nervosität auf der Feind- 1 seife in der Normandie ist ein weiterer ;lt Reuterbericht, in dem auf „schwere Irr- tflmer im Hauptquartier Eisenhowers“. ver­wiesen wird, die am Freitag infolge der flüssigen Kämpfe entstanden wären. Eine ganze Reihe von Ortschaften wie Noyers, w Malton, Beringy, Radis und Eltavaux seien ij: aI * erobert gemeldet worden, was sich l ■ hinterher als ein Irrtum herausgestellt $1 habe. Auch „Exchange" meldet, daß Orte i Wie Esquai und Troarn schnell wieder hätten A geräumt werden müssen, weil die

i ' deutsche Artillerie so furchtbar ge­schossen habe und weil die Sicht infolge des Regens schlecht gewesen sei. Auf dle- ^ sen Regen hat man eine ganz besondere Wut. Er wird nun dafür verantwortlich ge­macht, daß Truppenbewegungen der Nord- »<!! amerlkaner praktisch unmöglich geworden *< seien.

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Wenn sich die Engländer und Amerikaner angesichts ihrer eigenen Mißerfolge mit dem Raumgewinn der sowjetischen Offensive zu trösten versuchen sollten, a 0 können sie das gewiß nur mit einem lachenden und einem bitter weinenden Auge tun. Gerade der neue politische Schachzug der Bolschewiken,, die soeben J'on Cholm aus ein „polnisches Befreiungs- Komitee' 1 ganz im Gegensatz zu den polni­schen Emigrantenschützlingen der Londoner R e gierung in Bewegung gesetzt haben (siehe hierzu den Bericht unseres Stockholmer hw- Korrespondenten an anderer Stelle!) muß auch dem letzten, der es noch nicht be- Sjüfen hat, die Augen darüber öffnen, daß >e Sowjets die Folgerungen aus dem bri- uschen Verrat Europas an den Bolschewis­mus bis zur letzten Grenze ziehen würden, j Wenn sie zu ihren militärischen Zielen ge­angen könnten, daß sie ihren Krieg ganz | ui eigene Faust und schließlich auch ab- olut entgegen den Interessen Englands fuhren wollen.

. 'y® nn 6 * ihnen in dem bisherigen Ver­erb bu 1 Sommerof f er isive gelungen ist, ganz Cot u' c ^ e ® aut ngewlnne zu erzielen und die lieh der bolschewistischen ?en , e r fl u t u n g Europas in ihrem gan- hahen UrC - ** aren ^ rns f zu beleuchten, so wrr inzwischen aus einer Mitteilung

des Reichsleiters Dr. L e y erfahren, daß ge­rade auch daran einige der Verräter­offiziere in wichtigen Kommandostellen schuldig sind, die den Einsatz großer Kraft­reserven zu sabotieren wußten, weil sie sie für ihre eigenen ehrgeizigen Pläne miß­brauchen wollten.

Wir haben aber nunmehr auch die ab­solute Gewißheit, daß von jetzt ab eine solche Sabotage nicht mehr wirksam werden kann, daß vielmehr alle vorhande­nen Kräfte zum Einsatz gebracht werden können, um die in ihrer ganzen Größe auf­getretene Gefahr in letzter Stunde noch zu bannen.

Gerade auch nach dieser Richtung gilt die Parole nach dem 20. Juli: „Nu n erst r e c h 11“ und die Erklärung des neuen Ge­neralstabschefs des Heeres, Generaloberst Guderian: „Ich bürge dem Führer und dem deutschen Volke für die Geschlossen­heit der Generalität, des Offizierkorps und der Männer des Heeres mH dem einzigen Ziel der Erkämpfung des Endsieges."

Auch die Sowjets dürften damit rechnen, daß als Folge des 20. Juli eine ver­stärkte Ballung und Erhebung der nationalen Kräfte in Erschei­nung treten wird, und sie suchen die Zeit zu nutzen, die ihnen nach ihrer Rechnung noch zur Verfügung steht, bis die Folgen der Verrätersabotage überwunden sein können. Sie sammeln ihre Kräfte im Raum von Kowno erneut, um von hier nach Westen vorzustoßen. Zwischen Kowno und Dünaburg stoßen sie bereits mit großer Gewalt in einem Frontbogen nach Nord­westen vor. Weiter südlich sind ihre An­strengungen im Raum von Lublin gegen die Mitte und weiter im Süden, am San, gegen den Süden des Generalgouverne­ments gerichtet.

Bei Lublin und bei Lemberg haben sie wieder die schon mehrfach festgestellte Taktik angewandt, die darauf hinausgeht, zunächst den Frontalangriff zu vermeiden

und die Bollwerke von größeren Städten durch überflügelnde Bewegung und zangen­mäßige Umfassung zu beseitigen.

Die Kämpfe in diesen Räumen tragen gewiß durchaus ernsten Charakter, aber wenn schon heute unter den noch unglei­chen Kräfteverhältnissen der Wehrmacht­bericht wieder die erfolgreiche Ab­wehr stärkster sowjetischer Angriffe in erbitterten Kämpfen, die heldenhafte Be­hauptung der Besatzungen von Lem­berg und Lublin, das Scheitern von Durchbruchsversuchen zwischen Brest* L i t o w s k und Grodno, sowie nordöst­lich Kowno sowie schließlich erfolgreiche Gegenangriffe feststellen kann, so bestärkt uns das in der Zuversicht, daß das Blatt sich wenden wird, sohald die Folgerungen aus dem 20. Juli nach jeder Richtung, vor allem im Sinne der Aus- Schöpfungen und des Einsatzes der vorhan­denen Kraftreserven, gezogen werden kön­nen.

Der Deutsche Gruß in der Wehrmacht eingeführt

Als Zeichen unverbrüchlicher Treue zum Führer und Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Partei

dnb. Führerhauptquartier, den 24. Juli. Der Reichsmarschall des Gioßdeutscheh Reiches hat als rangältester Offizier der deutschen Wehrmacht zugleich im Namen von Generalfeldmarschall Kel- t e I und Großadmiral D ö n i t z dem Führer gemeldet, daß alle Wehrmachtteile aus An­laß seiner Errettung gebeten haben, ln der Wehrmacht den Deutschen Gruß als ein Zeichen unverbrüchlicher Treue zum Führer und engster Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Partei einführen zu dürfen.

Der Führer hat dem Wunsch der Wehrmacht entsprochen und seine Zustimmung erleilt

Mit sofortiger Wirkung tritt daher an die Stelle der Ehrenbezeigung durch Anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung Ehrenbezei­gung durch Erweisen des Deutschen Grußes.

Die deutsche Wehrmacht grüßt jetzt durch Erheben des rechten Armes und erweist den Deutschen Gruß, wie er vom gesamten Volk ausgetauscht und als stete sinnfällige Bekundung der Verbundenheit mit dem Führer empfunden wird. Der neue Befehl, der die deutsche Grußpflicht‘in allen Teilen der Wehrmacht einführt, wie sie bisher bei der Waffen-ff Vorschrift war, kann nicht als belanglose Aenderung der Grußdisziplin gewertet werden, sondern ist als Ausdruck des nationalsozialistischen Bekenntnisses der Wehrmacht anzusehen.

Eine Aenderung In der Grußpflicht der Wehrmacht mochte in der Vergangenheit nicht eiforderlich erscheinen. Nachdem je­doch der 20. Juli die Demaskierung einer kleinen verräterischen Offizierscamariila brachte, die aus reaktionären Gefühlen her­aus eine Trennwand zwischen den kämpfen­den Söhnen des Volkes und dem Volk selbst zu errichten bestrebt war, in diesem Augen­blick war die Angleichung der Grußvor­schriften notwendig, und zwar nicht als Geste, sondern als ein unmißverständliches Bekenntnis.

Es war eine Forderung, die von den Sol­daten und Offizieren selbst empfunden

wurde, die In ihrer Gesamtheit makellos aus dem Putschversuch eines kleinen Klün­gels hervorgingen und von dem Verbrechen einiger weniger nur insofern "berührt wur­den, als es sich als Impuls zu einer inneren Erhebung auswirkte. Volk und Wehrmacht sind und waren immer eine Einheit, die durch Saboteure nicht zu trennen ist. Diese Einheit weiß sich jetzt frei von jedem Störenfried. Nach einem Atemholen setzt sie mit desto größerer Energie den Kampf fort, der mit einem glänzenden Siege enden wird.

Der Führer dankt

dnb. Führerhauptquartier, 24. Juli. Der Führer gibt bekannt:

Aus Anlaß des gegen mich und meine Mit­arbeiter gerichteten Anschlages sind mir aus allen Kreisen des deutschen Volkes, ins­besondere der Partei und der Wehrmacht, so zahlreiche Glückwünsche und Treue­kundgebungen zugegangen, daß ich allen, die meiner in diesen Tagen besonders gedacht haben, auf diesem Wege für mich und meine Kameraden den herzlichsten Dank übermitteln möchte.

(gez.) Adolf Hitler.

Drei Todesopfer des Mordanschlages

Generaloberst Korten und Generalmajor Brandt ihren Verlegungen er egen — Nachrul Görings

dnb. Berlin, 24. Juli. Der Chef des Ge­neralstabes der Luftwaffe, Generaloberst Günther Korten, und der Erste General­stabsoffizier in der Operationsabteilung des Generalstabes des Heeres, Generalmajor Heinz Brandt, sind ihren bei dem An­schlag auf den Führer erlittenen Verletzun­gen erlegen. Noch am Tage des Attentats verstarb der schwerverletzte Mitarbeiter Heinrich Berger

Nachruf des Reichsmarschalls

scharten. Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und zuiii Generalmajor befördert, nahm Ge­neral Korten als Chef des Generalstabes der Luftflotte Südost an den Operationen zur Eroberung Kretas teil. Ein volles Jahr bewährte er sich als höherer Befehlshaber an der Ostfront. Der Chef einer Luftflotte, dessen Verbände sich zuletzt in den Ab­wehrschlachten am Ladoga-See ausgezeich­net hatten, wurde im August 1943, hach dem Tode des Generalobersten Jeschonnek, zum

Chef des Generalstabes der Luftwaffe er­nannt.

Das Lebenswerk dieses hervorragenden Offiziers, der den Blutorden trug und auch in diesem Kriege verwundet wurde, galt allein dem Dienst am Vaterlande. Nun hat das Schicksal diesen hochbegabten Sol­daten, der schon am 9. November 1923 unter den ersten Vorkämpfern der nationalsoziali­stischen Bewegung marschierte, zum Blut­zeugen der Nation werden lassen.

Ehrung Dr. Dorpmüllers

Handschieiben des Führers und RiUeikreui des Krlegsvetdienslheuses mit Schwertern und Fritz-Todt-Rrng

dnb. Berlin, 24. Juli. Reichsmarschall Hermann G ö r i n g hat Generaloberst Gün­ther Korten folgenden Nachruf gewidmet:

Ein tragisches Geschick hat Generaloberst Günther Korten, Chef des Generalstabes der Luftwaffe, aus unserer Mitte gerissen. Generaloberst Korten Ist gefallen als Opfer des Mordanschlages auf unseren Führer. Die Luftwaffe verliert in ihm einen hervorragen­den Offizier, der mit nie erlahmender Tat­kraft und begeisterter Hingabe seine ver­antwortungsvolle Aufgabe in vorbildlicher Welse erfüllt und der sich als überragende soldatische Persönlichkeit unauslöschliches Verdienst im Schicksalskampf des deutschen Volkes erworben hat. Ich selbst betrauere in ihm nicht nur einen meiner engsfen lind besten Mitarbeiter, sondern auch einen Ka­meraden und Freund, der mir und uns allen unvergeßlich bleiben wird. Seine mit dem Tode besiegelte Treue zu seinem geliebten Führer ist uns allen'ein Vermächtnis. Die Luftwaffe senkt die Fahnen vor ihrem zur Großen Armee abberufenen Chef des Ge­neralstabes.

G ö r 1 n g ,

Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Mit dei Luftwaffe verliert das deutsche Volk in Generaloberst Korten eine über­ragende militärische Persönlichkeit und einen vorbildlichen Nationalsozialisten- Er brachte für seine Aufgabe eine geniale Be­gabung und eine Fülle militärischer und fliegerischer Erfahrungen von allen Fronten mit. Günther Korten war sein Leben lang Soldat. Schon im September 1914 trug der Sechzehnjährige den feldgrauen Rock. Nach dem eisten Weltkrieg erwarb Oberleutnant Korten den Flugzeugführerschein und ver- vollkommnete sich als Flieger im Auslande. 1936 übernahm er als Kommandeur eine Auf­klärungsfliegergruppe.

Als Chef des Generalstabes einer Luft­flotte ging der damalige Oberst im General­stabe in den Polenfeldzug. Auch Im West­feldzuge bewies er seine hohen Führereigen-

dnb. Berlin, 24. Juli. Der Führer ver­lieh dem Reichsverkehrsminister Dr.-Ing. Dorpmüller in Anerkennung seines persönlichen Einsatzes bei der Regelung des Eisenbahnverkehrs an der Invasionsfront das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern.

Die Gefolgschaft der Eisenbahn, Binnen­schiffahrt, Seeschiffahrt und Kraftverkehr bereitete dem ’ Reichsverkehisminister und Generaldirektor 'der Deutschen Reichsbahn, Dr.-Ing.' e. h, Julius Dorpmüller, anläßlich seines 75. Geburtstages eine besondere Ehrung. In einer Gemeinschaftsveranstal­tung überbrachte Staatssekretär Dr.-Ing. Ganzenmüller als Sprecher der Mil­lionengefolgschaft des Ministers die Glück­wünsche aller im großdeutschen Verkehrs­wesen schaffenden Männer und Frauen. Die Glückwünsche sowie den Dank und die An­erkennung des Führers übermittelte Staats­minister Dr. Meißner. Er überreichte dem Jubilar ein in herzlichen Worten ge­haltenes Handschreiben des Füh­rers s.owie das Ritterkreuz des Kriegsver­dienstkreuzes mit Schwertern.

Fritz-Todt-Ring verliehen

dnb. Berlin, 24. Juli. Der Führer ver­lieh auf Vorschlag des Reichswalters des NSBDT., Reichsminister Albert Speer, dem Reichsverkehrsminister Dr.-Ing. e. h. Dorp- m ü 11 e r in Würdigung seiner überragenden Leistungen auf dem Gebiet der deutschen Technik den Fritz-Todt-Ring. Reichs­minister Speer überreichte im Auffrage des Führers die hohe Auszeichnung an Dr. Dorp­müller anläßlich seines gestrigen 75jährigen Geburtstages.

Der Ring wurde vom Führer im Andenken an Fritz Todt gestiftet und bisher nur an

Reichsminister Albert Speer verliehen. Dr Dorpmüller ist also • der zweite Träger des Fritz-Todt-Ringes.

Schwerter für Generalleutnant Bayerlein

dnb. Aus dem Führerhaupt­quartier, 24. Juli. Der Führer verlieh am 20. Juli 1944 das Eichenlaub mH Schwer­tern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Fritz Bayer lein Kommandeur der am 26. Juli 1944 im .Wehr­machtbericht genannten Panzer-Lehrdivision, als 81. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

Generalleutnant Bayerlein schlug mit sei­ner Division im Raum Tilly-Hottot in drei­wöchigen schweren Kämpfen alle Angriffe massierter Kräfte ab und meisterte, stets in vorderster Linie führend, zahlreiche kri­tische Lagen.

Italienische Botschaft an den Führer

dnb. Mailand 24. Juli. Der Sekretär der Republikanisch-Faschistischen Partei hat aus Anlaß der glücklichen Errettung des Führers in einer Botschaft an den Führer im Namen der Schwarzhemden den Gefühlen' unbedingter Treue, mit denen der Faschis­mus das Werk des Führers des national­sozialistischen Deutschland beoleitet, Aus­druck verliehen. Alle Minister haben ihrer­seits dem Führer den Ausdruck ihrer Freude übermittelt. In der italienischen Sozialrenublik wird besonders das bedeut­same Einoreifen der Vorsehung unter­strichen, die dem Führer das Leben qerettet hat.

Die neuen Männer

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Sc'jerl- a utoilex

Im Rahrnt’n der Maßnahmen, die der hährer infolge des feigen Mordanschlages auf sein heben getroffen hat, ernannte er de; Reichs- liihrer H Reichsminister Himmler zum Refehlshaher des lleimatheeres und den Generulohersl Guderian zum (■he / des Generalslnbes

Vn» rfautkUtiatke dlcdien lat rftoßeMhiatk

Von

Filippo Anfuso

Italienischer Botschafter in Berlin

Der Weg des italienischen Volkes zur na­tionalen Einigkeit war schwer und langwie­rig. Schuld daran trugen nicht nur die be­sonderen historischen Gegebenheiten, son­dern auch hemmende Kräfte von innen und von außen. Von innen her war es der zum Individualismus neigende Volkscharakter des Italieners. Von außen her aber waren es dieselben international-anonymen Macht­faktoren, die sich gegen Italien genau so auswirkten wie beispielsweise gegenüber Deutschland. Vor allem zeigten sich in der Hierarchie der katholischen Kirche immer wieder gewisse Kräfte, die da meinten, ein starkes Italien könne der Macht des päpst­lichen Stuhles in Rom abträglich sein. So kommt es, daß sich bis auf den heutigen Tag der ghibellinisch-guelfische Gegensatz als wirkendes politische* Moment erhalten hat: so, wie zur Zeit des großen Kampfes zwi­schen Papst und Kaiser unter den Hohen­staufen die guelfische Partei Sammelbecken für die individualistisch-partikularistischen Zersetzungskräfte waren, während sich die führende Schicht in Italien immer wieder um das ghibellinisrhe Banner des Kaisers sam­melte. so kann man auch beute den Gegen­satz zwischen dem neuen faschistischen Ita­lien und den demokratisch-kommunistischen Separatisten des Südens auf einer ähnlichen Linie sehen.

Es kommt hinzu, daß die feste Ueberzeu- gung aller wahren Faschisten, vor allem Mussolinis selbst, ist, daß Italien als freie und unabhängige Nation nur bei Aufrecht­erhaltung enger Freundschaft mit dem Reich existieren kann. Das faschistische Italien ist daher ghibeliinisch in demselben Sinne wie es dfe größten Männer unserer Vergan­genheit waren, allen voran Dante, der im­mer wieder nach dem Kaiser und Reich als den die werdende italienische Nation be­freienden und sichernden Faktoren rief.

Das neue Europa, das in mehr als einer Beziehung die Fortsetzung der mittelalter­lichen Reichsidee vertritt, wird nicht ein charakterloses Durch- und Nebeneinander heimatloser Menschen und ungebundener In­teressen sein, sondern die organische Zu­sammenfassung freier, ihrer Aufgabe be­wußter Nationen und Völker. Nur diejenige Nation wird sich einen Platz in diesem Eu­ropa sichern können, die das Aeußerste dar­ansetzt, alle in ihr ruhenden Krälte zu. mo­bilisieren.

Dieser Krieg hat- in seinem bisherigen Ab­lauf dem italienischen Volk ungeheure La­sten aufgebürdet und es schwerer betroffen als manche anderen Völker Europas. Trotz­dem muß auch heute noch festgestellt wer­den, daß die aktive Teilnahme Italiens an diesem Krieg notwendig war und daß selbst in Kenntnis der schweren Prüfungen, die eingetreten sind, ein verantwortlicher na­tionaler Führer Italiens im Jahre 1940 nie anders hätte handeln dürfen, als es Musso­lini getan hat.

Auch nach dem Verrat Badoglios konnte es für uns Faschisten keine andere Aufgabe geben, als so schnell und gründlich wie möglich alle Kräfte in Italien zu sammeln, die für eine Fortsetzung des Krieges und Unterstützung der deutschen Anstrengungen in Frage kamen. Und hier ist es vor allem unsere Pflicht, dem Führer gegenüber un­serer Unendlichen Dankbarkeit dafür Aus­druck zu geben, daß er uns Mussolini wiedergegeben hat, denn Mussolini ist der einzige Mann, der Kraft seines Namens, seines Ansehens und seiner Persönlichkeit, in der Lage war, und ist, in der allgemeinen Verwirrung, die sich im Herbst des vorigen Jahres des italienischen Volkes bemächtigt hatte, einen Anziehungspunkt für alle wert­vollen und aktiven Kräfte darzustellen.

Es ist schwer, irgendwelche Angaben dar­über zu machen, ein wie großer Teil des italienischen Volkes mit Mussolini und ein wie großer Teil mit den Verrätern sympä* thisiert. Eines aber ist absolut sicher, der beste und wertvollste Teil des italienischen Volkes steht auf unserer .Seite; nicht nur die Männer der italienischen Wehrmacht, die sich als Torpedoflieger,. Unterseeböot- kommandanten oder auf anderen Gebieten