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Steiner Zeilunn
Dnzelg en - Grondpreisr:
parteiamtliche Tageszeitung
Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien fjonsestadt vremen
Die 1 raw hohe und 22 mm breite Zeile im Anzeigenteil 13 ^r. Die 78 mw breite und 1 mm hohe Zelle im Tertteil 75 Ermaß. Grundpr. (für Klein- u. FamMenanzeia, u. a.) sowie sonstige Beding. Preisliste 9 Nachlaßstaffel 0. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren 6/8, Nuf 219 31) Nachtruf und sonntags ^47 65) Obernstr. 88, Nuf 219 31- Shke: Mühlendamm 2- Vr.-Semelkngen: Bakmbofstr. 6, Ecke Poststr^ Nuf 4 34 58- Vr.-Degesack, Nohrstr. 24, Nuf 4 u. 8; Br.-Blumenthal: Kpt.- Dallmann-Str. 41/43. Nuf 88 u. 89
der Nationalsozialisten Vremens
flmlliches Verkündungsblatt des Neichsstatchalkers in Oldenburg und vremen
Nr. 14Z / 12. Jahrgang
Mittwoch, 2?. Mai 1S42
kinzelpreis 15 Nps.
Paul Wegener l-auleiter in weser-kms
kin Sohn des Nordseegaues / früher kreisletter in vremen / visher Mitarbeiter
des Neichskommissars für die besetzten norwegischen Sebiete
Bremen, 26. Mai. Das Gaupresseamt Weser-Ems teilt mit:
Der Führer hat an Stelle des verstorbenen Gauleiters und Reichsstatthalters Carl Röver den Stellvertretenden Gauleiter Paul Wegener zum Gauleiter des Gaues Weser- Ems der NSDAP. und zum Reichsstatthalter in Oldenburg und Bremen ernannt.
Parteigenosse Paul Wegener wurde am 1. 10. 1908 in Varel in Oldenburg als Sohn des Arztes Dr. med. Wegener geboren. Er besuchte die Gymnasien in Wilhelmshaven und Ballenstedt am Harz und dann die Deutsche Kolonialhochschule in Witzenhausen, die er als Koloniallandwirt mit Diplom verließ. Nach einer einjährigen praktischen Lehre in der Landwirtschaft war Pg. Wegener zwei Jahre in einem Bremer Handelshaus als Import- und Exportkaufmann tätig.
Schon in jungen Jahren fand Pg. Wegener den Weg zum Führer. Im Alter von 21 Jahren ist er bereits Ortsgruppenleiter in Varel in Oldenburg. Gleichzeitig betätigt er sich unermüdlich als Redner. Er wird als SA.-Führer eingesetzt und 1932 nach Bremen berufen, führte dort zuletzt als Standartenführer die SA.-Standarte 75 Bremen und war zugleich Kreisleiter der NSDAP. unter schwierigsten politischen Verhältnissen. Zugleich wurde er Mitglied der Bremer Bürgerschaft und Staatsrat der Freien Hansestadt Bremen.
Mit 25 Jahren erfolgte außerdem im November 1933 sein Eintritt in den Reichstag. Pg. Wegener ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens. Im August 1936 wurde Pg. Wegener, der von Juli 1934 an als Amtleiter und als Adjutant des Reichsleiters Bormann in der Reichsleitung tätig war, vom Führer zum Stellvertretenden Gauleiter des Gaues Mark Brandenburg ernannt. Im Frühjahr 1940 erfolgte die Abkommandierung Pg. Wegeners zur Dienstleistung vom Gauleiter und Reichskommissar Terboven nach Norwegen. Er war dort in der näheren Umgebung des Reichskommissars Terboven in Oslo tätig. Zur Zeit ist er im Auftrage des Reichskommissars dessen Berater für die National Sämling (Quisling).
Am Einsatz im Südosten nahm Pg. Wegener als Angehöriger der Leibstandarte-ss „Adolf Hitler" teil und erwarb sich dort das EK. II. Pg. Wegener ist seit dem Jahre 1940 F-Brigadeführer. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Kesselschlacht um ttzarkow In vollem Sänge
Sowjetische flusbruchsversuche in harten kämpfen vereitelt — weitere Seländegewinne
»Aus dem Führerhauptquartier, 26. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Kesselschlacht südlich Charkow ist in vollem Gange. Mit geballter Kraft sucht der eingeschlossene Gegner nach Osten auszubrechen. In harten Kämpfen wurde diese Absicht auch gestern vereitelt. Gleichzeitig hat der von Süden, Westen und Norden her geführte Angriff deutscher, rumänischer und ungarischer Verbände die Bewegungsfreiheit des Feindes erheblich eingeschränkt. Seine dichtgedrängten Massen unterliegen zunehmend den Vernichtungsschlägen unserer Luftwasse. Nordost- wärts Charkow wurden wiederholte Angriffe der Sowjets abgeschlagen. Im mittleren Abschnitt der Ostfront brachten örtliche eigene Angriffe Geländegewinn. Eigene Stohtruppunternehmungen im nördlichen Frontabschnitt verliefen erfolgreich.
Im Seegebiet zwischen Island rrnd dem Nordkap griffen Kampfflugzeuge in der Nacht zum 26. Mai einen stark gesicherten feindlichen Eeleitzug an. Ein Handelsschiff von 8060 VRT. wurde versenkt, fünf weitere durch Bombentreffer beschädigt. In Nordafrika bombardierten stärkere Kampffliegerkräfte militärische Ziele im Raum um Tobruk."
Wie Las Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, versuchten am 24. Mai die südostwärts von Charkow eingekesselten bolschewistischen Armeen vergeblich, sich aas der tödlichen Umklammerung der deutschen und verbündeten Truppen zu befreien. Während im südlichen Abschnitt der Ostfront zunächst auf der Halbinsel Kertsch und nu'n bei Charkow die deutschen Truppen in kühnen Angrissskämpfen neue Lorbeeren erringen, stehen im Norden der Ostfront deutsche Soldaten im schweren, nicht weniger ruhmreichen Abwehrkämpfen. So waren drei Wochen lang die deutschen Stellungen südostwärts des Jlmensees das Ziel heftiger feindlicher Angriffe, die mit starkem Einsatz von Infanterie und Panzern geführt wurden. Wenn die Berichte des Ober
kommandos der Wehrmacht in der letzten Zeit immer wieder bekanntgaben, daß südostwärts des Jlmensees feindliche Angriffe scheiterten, so bedeutete Las drei Wochen heldenhaften Kampfes, der jetzt erst abgeebbt ist. Drei Wochen lang hörten die deutschen Posten in ihren Wasserlöchern Nacht für Nacht das Motorgeräusch feindlicher Panzer, die sich zum Angriff bereitstellten. Drei Wochen lang brach der Feind Tag für Tag im Morgengrauen mit Jnsanteriemassen. mit Panzern aller Typen und Flammenwerfern gegen die deutschen Stellungen vor. In erbitertem Ringen mutzten* die hier kämpfenden Verbände des deutschen Heeres Angriff auf Angriff zurückschlagen, die sich in ununterbrochener, endlos scheinender Folge gegen die deutschen Stellungen heran- wälzten. Jeder Tag war eine neue Kraftprobe, und jeder Tag bedeutete für den Führer und den einfachen Soldaten neue Bewährung und selbstlosen Einsatz. Abend für Abend ergab sich das gleiche Bild: die Totenhllgel der Volschewisten, die sich vor den deutschen Stellungen gebildet hatten, waren gewachsen, und zu den zahlreichen zerstörten feindlichen Panzern waren neue hinzugekommen, die von den deutschen Infanteristen und Pionieren oft nur mit Panzerbüchsen und geballten Ladungen zerstört worden waren.
So wurden südostwärts des Jlmensees in der Zeit vom 9. Januar bis 24. Mai rund 150 feindliche Panzer vernichtet, deren Ausfall neben den schweren Panzerverlusten des Gegners an anderen Stellen der Ostfront eine weitere erhebliche Schwächung der bolschewistischen Kampfkraft bedeutet.
Die deutsche Luftwaffe griff in diese Kämpfe süd- ostwärts des Jlmensees mit Kampf- und Sturzkampfflugzeugen immer wieder erfolgreich ein. In zahlreichen Angriffen wurden insbesondere die feindlichen Panzerkampfwagen in ihren Bereitstellungsräumen sowie während der Angriffsentfaltung erfolgreich bombardiert.
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Sowjets im Nmg von kisen und seuer
von der „vefreiungsoffenlwe" ;u verzweifetten Nettungsverfuctzen — wettöftenttiltzkeir atznt emfltzeidenden Umschwung
DrahtberiKt unserer Berliner SÄriftleitnng är. v. sob. Berlin, 26. Mai. Nach den Erfahrungen der vergangenen Kriegsjahre hätte die Weltöffentlichkeit sofort begreifen müssen, daß der strategische Wendepunkt an der Ostfront erreicht worden war, als das deutsche Oberkommaudo am vergangenen Freitag den knappen und inhaltsschweren Satz aussprach, Latz das Gesetz des Handelns nunmehr auf unsere Seite übergegangen sei und als diese allgemeine Feststellung am darauffolgenden Tage durch die schärfere Formulierung ergänzt wurde, daß auf der ganzen Front der bisherigen Abwehrschlacht unsere Truppen zum konzentrischen Gegenangriff angetreten seien. Von dem Augenblick an, wo das machtvolle strategische Vorspiel von Kertsch Anlatz gab, zum erstenmal in diesem Jahr wieder die Fanfaren vom Kampf gegen Rotfront erklingen zu lassen, wutzten wir, datz sich nun die Spannung des Nachwinters und des Vorfrühlings lösen, datz die Operationen von jetzt ab zahn- radmätzig ineinandergreifen und die angekündigten Schläge beginnen würden, die bis zur endgültigen Vernichtung der bolschewistischen Kampfkraft geführt werden sollen. 2n England und in den Vereinigten Staaten ist gerade in den letzten Tagen wieder von den verschiedensten Stellen die Erkenntnis besonders deutlich ausgesprochen worden, datz FN der Ostfront in diesem Jahr sich das Schicksal auch des englischen und amerikanischen Plntokraten- und Judenkrieges entscheiden werde. Darum war es verständlich, wenn sich die gegnerischen Agitatoren mit den letzten Kräften bemühten, den
grotzen deutschen Anfangserfolg von Kertsch in den Schatten der Offensive Timoschenkos im Raum um Charkow treten zu lassen, datz sie die scheinbaren Erfolge dieses von der Verzweiflung diktierten sowjetischen Angriffes in ihrer Nachrichtengebung tns Maßlose übersteigerten, ohne auch nur einen Augenblick die Möglichkeit zu erwägen, datz der Sowjetmarschall den deutschen Plänen und Vorbereitungen mit seinem Angriff geradezu in die Hände arbeiten könnte, wie das im vergangenen Sommer und Herbst schon manchesmal der Fall war, wenn die Sowjets selbst in dem sturen Festhalten an einer vorgefaßten Taktik die Voraussetzungen für die größten Kesselschlachten der Kriegsgeschichte erleichterten.
Wenn heute das Oberkommando der Wehrmacht in Ergänzung und Fortführung der Berichte von den Pfingst- tagen mitteilt, datz die Kesselschlacht südlich von Charkow in vollem Gang ist und datz trotz wiederholter Ausbruchsversuche, die bezeichnenderweise im wesentlichen jetzt nicht mehr nach den Flanken, sondern nur nach dem rückwärtigen Osten gerichtet sind, die Einengung der eingeschlossenen drei Sowjetarmeen in erheblichem Ausmatz fortschreitet, so beginnen nunmehr auch die vorsichtigeren Leute der gegnerischen Nachrichtenpolitik die aufgebauschten Illusionen abzubauen und ihre öffentliche Meinung auf ernste Nachrichten vorzubereiten. Nachdem bereits die „New York Times" sich zu dem beachtlichen Geständnis durckgerungen hatte, datz man es im ersten Stadium an der Ostfront mit einem Nazisieg zu tun zu haben
scheine, äutzert sich jetzt auch London sehr kleinlaut zu» den wuchtigen amtlichen deutschen Feststellungen. Ma« wagt die Mitteilungen über die erfolgte Einkesselung und fortschreitende Einengung der umschlossenen bolschewistischen Elitcarmeen, die nach einer Moskauer Ankündigung „mit dem Feuerbescn den faschistischen Unrat von der sowjetischen Erde auskehren sollten", nicht mehr zu bestreiten. Man fügt ihnen nur die wenig hoffnungsvolle Bemerkung an, datz man „in London noch kerne Bestätigung" habe. In einer weiteren Betrachtung des Londoner Nachrichtendienstes wird die Lage immerhin schon als „unübersichtlich und verworren" bezeichnet. Diese Charakterisierung wird von „Exchange Telegraph" aus eine mit Ortsnamen genauer bezeichnete Stelle der Front zwischen Charkow und Stalino angewandt, von der es bereits am Vortag hietz, datz „die Deutschen Teilerfolge errungen haben, die es möglich machten, datz diese und jene Sowjeteinheit umgangen ist". Wenn man sich erinnert, wie gerade „Exchange Telegraph" den bisherigen Verlauf der Kämpfe im Osten nachrichtenpolitisch behandelt hat, so weitz man, was bei einer solchen Art der Darstellung die Glocke geschlagen hat.
Sogar die Sowjets selbst müssen nun schon auf eine kommende schwere Niederlage vorbereiten, wenn beispielsweise die „Prawda" berichtet, daß die Deutschen bei einem gewaltigen Panzerangriff die äußere russische Verteidigung durchbrochen hätten, und wenn der Moskauer Rundfunk bereits am Pfingstmontag sich das Eingeständnis abrang, daß es der feindlichen Infanterie im Abschnitt von Charkow gelungen sei, „sich in unsere
Stellungen einzuklemmen." Das klingt schon ganz anders wie die Nachrichten, die noch ganz kurz vorher verbreitet wurden und in denen es hieß, datz die Sowjettruppen „ihre Stellungen in Richtung Charkow konsolidiert" hätten, und datz in den „wiedereroberton Gebieten" des Eharkowgebietes das wirtschaftliche Leben wieder normal zu werden beginne. In Wirklichkeit
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Die Vernichtungsschlacht um Charkow ist in vollem Gange.
Die britische Luftwaffe verlor über dem Mittelmeerraum in den letzten 9 Monaten 1381 Flugzeuge. In der neuen konzentrischen Massenosfensive gegen Tschungking führt Japan den tödlichen Schlag gegen Tschiangkaischet.
Das Kaiserlich-japanische Hauptquartier veröffentlicht eine stolze Bilanz über die See- und Luft- erfolge Japans seit Kriegsbeginn.
Ein amerikanischer Sachverständiger enthüllt den Bluff vom „Rüstungsarsenal" Indien.
Der Führer hat Parteigenossen Paul Wegener zum Gauleiter in Weser-Ems und Reichsstatthalter sür Bremen und Oldenburg ernannt. Reichswirtschaftsminister Funk erließ zur neucn Alt- tleldcr- und Spinnstosfsammlung einen Aufruf.
Die Hitler-Jugend, Bann Vremen. führte eine grotzcre Anzahl von Pfingstlagern durch.
Werder mutz im nächsten Vorrundenspiel nn» d-e Deutsche Fußballmeisterschaft i» am Maut
gegen d,e Offenbacher Kickers antreten.