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parteiamtliche Tageszeitung
Vas flmksblott des legierenden vürgermeisters der Zreien fjansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmiliches verkündungsbiatt des leichsstattiialters in Oldenburg und Vremen
Nr. 110 /12. Jahrgang
Mittwoch. 22. flpril 1942
Linzelpreis 15 Npf.
Sie steimat zeige sich würdig der front!
Aufruf des fülzrers zum Z. kriegslzilfswerk für das deutsche Note Kreuz
Berlin. 21. April. Der Führer erläßt zum dritten Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz nachfolgenden Aufruf:
„Deutsches Volk! Ein Winter schwerster Kämpfe und härtester Belastungen liegt hinter uns. Der deutsche Soldat hat in ihm eine Prüsungszeit bestanden, die alle bisher von ihm in diesem Kriege gebrachten Opfer weit übertrifft. Uebermenschliche Anforderungen körperlicher und seelischer Art mutzten an ihn gestellt werden. Er hat sie in einer Opfer- bereitschast erfüllt, der gegenüber die von der Heimat ertragenen Lasten und Entbehrungen, so schwer sie im einzelnen auch gewesen sein mögen und noch sind, vollkommen verblassen.
In der Zeit der schwersten Belastungsproben dieses Winters haben Millionen deutsche Soldaten an ihre Heimat gedacht, um für sie, ihre Frauen und Kinder, für das Dasein und die Zukunft unseres Volkes einen barbarischen Feind zu bekämpfen, besten Sieg das Ende von allem gewesen wäre. Die Heimat weiß dies auch. Sie hat begriffen, wie sehr ihr Schicksal ausschließlich in den Händen der deutschen Soldaten liegt. Was die Front für unser Volk opfert, kann von der Heimat wohl nie vergolten werden. Sie soll aber wenigstens einen kleinen Teil ihrer Dankesschuld abtragen, indem sie nach besten Kräften mithilft, die Wunden zu heilen, die der Krieg unseren Soldaten zufügt.
Zum dritten Male rufe ich daher das deutsche Volk zum Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz auf. Die Erfüllung dieser Pflicht der Front gegenüber soll einen bescheidenen Ausdruck des Dankes der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft an unsere Soldaten darstellen.
Als ihr Führer und Oberster Befehlshaber erwarte ich daher, datz sich jeder Deutsche meh r noch als bisher des Heldentums der Front bewußt wird und versucht, durch seine Opfer unseren tapfersten Männern zu danken.
Führerhauptquartier. 22. April 1942. Adolf Hitler."
Sowjetgruppe im Mtttelabschmtt vernichtet
Hottende flngrisfe aus Malta mit vernichtender Wirkung fortgesetzt
freiwilliges Bekenntnis
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
x. I>. Berlin, 21. April. Mehr als einmal hat der Führer zur Eröffnung des Wintevhi'lfswerks öder aus Anlag des Rechenschaftsberichtes der NSV. vor dem Reichsparr-eitag in Nürnberg aufgezeigt, daß es ein leichtes sein würde, die Beträge des WHW.-Aufkammens durch einen Federstrich über ein neues Gesetz durch Steuern aufbringen zu lassen, daß aber der Nationalsozialismus nichr davon lassen wird, das deutsche Volk immer wieder zum freiwillig e u Bekenntnis der Gemeinschaft aufzurufen. War es im WHW. zunächst die Ueberwindung der sozialen Nöte 'der vorangegangenen Krisen- und Verfallszeit, war es die Bewahrung eines jeden Volksgenossen vor Hunger und Kälte, so' wurde die Leistung des WHW. bald bei gesundender Wirtschaft ein Beitrag und ein Bekenntnis aller Deutschen zur Grundlage des Lebens der Nation, voran für das Hiifs- werk „Mutter und Kind".
Als der Schicksalskampf um die Zukunft des deutschen Volkes, der im September 1939 begonnen und in einem jähen Sturmlauf den größenwahnsinnigen polnischen Gegner im Osten niedergeworfen und dann in den Winterstellungskämpfen zwischen den Befestigungswällen im Westen nur im mäßigen Umfang neben dem Seekrieg seinen Weitergang genommen hatte, nun in eine entscheidende Phase treten sollte, wurde das deutsche Volk vom Führer zum Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz aufgerufen. Die Heimat sollte durch freiwillige Spenden die Erfüllung der Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes ermöglichen helfen, jedem deutschen Verwundeten die beste Pflege «»gedeihen zu lasten, die ihm unter heutigen wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen sowie organisatorischer Voraussicht gegeben werden kann. Damit wurde eine kriegsbedingte Aufgabe der Sorge für das völkische Leben neben der Vorsorge für die schnellste Wiederherstellung der in sedem einzelnen Soldaten und seiner Gesundheit liegenden Kampfkraft der deutschen Wehrmacht angepackt.
Der Aufruf des Führers zum dritten Kriegshilss- werk richtet sich an das deutsche Volk am Ende eines Winters übermenschlicher Anforderungen, schwerster Kämpfe unserer Truppen, die sich ihnen gewachsen zeigten in dem dopelten Ringen gegen einen barbarischen Feind und einen barbarischen Winter. Die Anforderungen aber sind auch noch heute von einer Härte, die fast unvergleichlich ist. „Durch Vrusthohes Wasser stießen deutsche Kampftruppen zu einem Angriffsziel vor", so heißt es in einem Bericht des OKW., der die letzten Angriffskämpfe in überschwemmtem Gelände bei noch währenden Nachtfrösten schildert. Der deuasche Soldat hat die übermenschlichen Anforderungen körperlicher und seelischer Art mit einer Ovferbereitschaft erfüllt, die nur aus der letzten inneren Verbundenheit mit dem Schicksal der Notion erwächst, aus dem tiefen Sinn dessen, was das Wort Blutsgemeinschaft umreißt. Klein »nd bescheiden nehmen sich die geoennber diesem Berg (Fortsetzung auf Seite 2)
Aus dem Führerhauptquartier, 21. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurde eine eingeschlossene schwächere Kräftegruppe des Gegners vernichtet. Bei eigenen Angriffs- und Stoßtruppunternehmen im nördlichen Frontabschnitt wurden mehrere Ortschaften genommen, feindliche Kampfanlagen zerstört und zahlreiche Waffen erbeutet. Sturzkampfflieger zerstörten in kühnen Angriffen eine Anzahl von Brücken, die für den feindlichen Nachschub von Bedeutung waren. Die Wiener 44. Infanteriedivision hat in wochenlangen schweren Kämpfen überlegene feindliche Kräfte erfolgreich abgewehrt und den Sowjets hohe Verluste an Menschen und Material zugefügt. — In Nordafrika wurde ein Vorstoß britischer Aufklärungskräfte im Gebiet von Ain ek Eazala durch Artillerieseuer zum Stehen gebracht. Starke Kampf- und Jagdfliegerverbände setzten die rollenden Angriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta mit vernichtender Wirkung fort. Im Seegebiet um Malta und Nordafrika schössen deutsche Jäger sechs britische Flugzeuge ab »nd zerstörten fünf weitere am Boden. — Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage Eisenbahn
anlagen an der englischen Südküste mit Bomben und Bordwaffen an. Ein einzelnes britisches Flugzeug» das in der letzten Nacht einen Störslug in das Reichsgebiet unternahm, wurde in Süddeutschland zum Absturz gebracht. Hauptmann Jhlefeld errang gestern an der Ostfront seinen 88. bis 95„ Oberleutnant Eeißhardt der gleichen Jagdsliegergruppe seinen 52. bis 58. Luftsieg."
Bei ihren Angriffen auf militärische Awkagen der Insel Malta am Montag trafen deutsch« Sturzkampfflugzeug« die mit starken Betondecken geschützten Dor- ratshallen und Arsenale von La Valetta. Die Tanklager Tordin wurden erneut mit Bomben belegt. Drei Tanks erhielten Volltreffer, ein Tank geriet in Brand. Auch die Reparaturwerkstätten und die Staatswerft wurden wieder schwer mitgenommen. Weiter entstanden im Stadtteil Flvdriana, sowie in den Anlagen des Torpedo- lagers Calafrana erneut größere Schaden. Volltreffer in die Flakstellungen der Insel Malta brachten mehrere Batterien zum Schweigen. Bei Angriffen auf Flugplätzen wurden auf den Flugplätzen Halfar und Gudia vier Flugzeuge in ihren Boxen vernichtet, während die Unterkünfte des Flugplatzes Halfar selbst zahlreiche Bombentreffer erhielten.
femdgeftammel über die «Zweite front"
Ste verschweigen -ie neuen U-Sootschltige — Schifssraumnot gegen ofjensivplüne
Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung
är. v. sob. Berlin, 21. April. Die englische Öffentlichkeit ist noch nicht ganz geheilt von dem Wahn, daß am grünen Tisch der Sieg errungen und die entscheidende Wende des Krieges herbeigeführt werden könne. Die Betrachtungen, die anläßlich der Verhandlungen Churchills mit General Msarshall und mit Hop- kins angestellt wurden, hatten die Hoffnungen des englischen Volkes maßlos anschwellen lasten, und jetzt ist es außerordentlich schwierig, die Dinge wieder auf ein erträgliches Maß zurückzuschrauben. Heute noch heißt es im Londoner Rundfunk, es sei keine Uebertreibung, daß die Hoffnungen in diesem Lande auf eine Offensive größer seien als je. Marshall und Hopkins hätten ja versprochen, daß „große Dinge im Anzug" seien. Auch 8kr „Daily Expreß" erwartet von den soeben abgeschlossenen militärischen Besprechungen in London nach der Berichterstattung der amerikanischen Delegierten au Roosevelt „einen dramatischen Wechsel der Kriegssituation".
Nun, die beiden Sonderbeauftragten Roosevelts, die auf der Heimreise von einigen führenden britischen Militärs und Wirtschaftssachverständigen begleitet waren, haben inzwischen ihrem Präsidenten Bericht erstattet. Nach den Aeußerungen, die sie gegenüber der Presse abgegeben haben, sind die beiden Englandpilger nach ihrer Rückkehr sehr viel kleinlauter und mißgestimmter, als sie es am Ausgangspunkt ihrer Mission waren. Eine Meldung aus Lissabon besagt, daß General Marshall, der mit dem sesten Willen abgereist sei, England zu einer sofortigen großen Offensive zu veranlassen, von Churchill umgestimmt worden sei und sich nunmehr darauf beschränkt habe, Roosevelt den Plan zur Entsendung eines amerikanischen Fliegerkorps nach England zu unterbreiten. In einer Pressekonferenz war General Marshall sehr zurückhaltend. Er bezeichnete nichtssagend die in London erzielten Resultate als „befriedigend", und aus die Frage, ob die Auswirkungen der Londoner Konferenz bereits in nächster Zeit in Erscheinung trete,: würden, erwiderte er ausweichend, daß die frühere Behandlung der Aeußerungen, die er in London gemacht habe, ihn jetzt zur Vorsicht veranlassen müsse. Noch skeptischer äußerte sich Harry Hopkins. Er warnte davor, den Gegner zu unterschätzen. Man müsse, wenn man siegen wolle, alles daran setzen, was man überhaupt befitze. Die Versorgung der Sowjets, Thinas und Austra
liens mit Kriegsmaterial, über die man in London gesprochen habe, erfordere „ein sehr großes Maß von Schiffsraum, eine wirksame Zusammenfassung aller llSÄ.-Schiffe und eine größere Straffung der Schifffahrtsrouten, um alle verfügbaren Schiffe so gut wie nur irgendmöglich verwenden zu können.
Hier wird ein besonders wunder Punkt in der Kriegführung unserer Gegner berührt. Es ist. bezeichnend, daß bisher die gesamte englische und amerikanische Presse die letzte deutsche Sondermeldung offenbar auf einen Wink von oben her völlig totgeschwiegen hat, weil es sich nach den Offensivprahlereien der letzten Wochen besonders lähmend auf die Stimmung der gegnerischen Öffentlichkeit legen müßte, wenn sie gerade jetzt erfährt, wie unsere U-Boote die Fesseln der anglo- amerikanischen Kriegführung mit steigendem Erfolg enger ziehen. Gerade die Bemerkungen von Hopkins, die auf den Frachtraum als Voraussetzung der von London besprochenen Pläne zielen, unterstreichen die Feststellung, die vor einiger Zeit schon der Erste Lord der britischen Admiralität traf. daß nämlich jedes strategische Programm der Alliierten, ehe man mit seiner Verwirklichung beginnen kann, durch neue Erfolge des deutschen Kampfes, gegen den zur Verfügung stehenden Schiffsraum über den Haufen geworfen wird.
Es ist ja schließlich kein Pappenstiel und muß angesichts des Verhältnisses zwischen den Berlustzahlen und der Eesamttonnage der Bereinigten Staaten sich jetzt schon ganz entscheidend auswirken, wenn unter Einschluß der durch japanische ll-Boote erzielten Versenkungen im Pazifik die USA. innerhalb der letzten drei Monate rund zwei Millionen BRT. verloren haben. Man kennt die Berechnungen, die in den Bereinigten Staaten selbst im Hinblick aus die Höhe des Schiffsraumes angestellt wurden, die jede Division eines Expeditionsheeres für sich in Anspruch nehmen muß. Man weiß danach, daß der Traum manches naiven Engländers, der mit der Invasion eines amerikanischen Millionenheeres spielen möchte, angesichts der ständig wachsenden Erfolge unserer Ü-Boote inzwischen zu einer Lächerlichkeit geworden ist. Indirekt wollte das Hopkins wohl andeuten.
Was er weiterhin :ni Auge hat, ist die Beschränkung auf die Matorialhilf« für die Sowjets, für China und für Australien. Man hat sich in London nach den vorliegenden Andeutn »gen in der Presse vor allem mit den Verfchiffungsmöglich'keitem nach der Sowjetunion beschäf
tigt. Angesichts der Erfolge im Kampf gegen die nach Murmansk geführten Geleitzüge wird die hier gestellte Aufgabe auch immer schwieriger. Die „New Po-rk Times" äußert bereits die Sorge, daß die Transportschiffe nächstens nur noch durch Schlachtschiffe genügend gesichert werden könnten, wenn nämlich die Deutschen ihre Kreuzer einsetzten, um den nördlichen Zufahrtweg zur Sowjetunion zu unterbinden. Dann kommt das bekannte Klagelied, daß England keine Schlachtschiffe ins Eismeer entsenden könne, ohne andere wichtige Schiffahrtswege zu gefährden. Wenn aber der Murmanskweg ausfalle, so würde der Umweg um das Kap der guten Hoffnung achtmal so lang sein, also das achtfache des längst zu knapp gewordenen Schiffsraumes beanspruchen. Auch englische Blätter, die inzwischen Angst vor der eiZenen Courage bekommen hoben, beginnen wie die „Vnnday Tjmes" auf di^ starke Einengung aller Offen-, sivpläne durch die Schifssraumnot Hinzuweisen.
Wenn im übrigen in den Londoner Besprechungen ein so starker Ton auf diese Materialhilfe gelegt wurde, so ist es doch sehr fraglich, ob die Bolschewiken darin schon die Erfüllung ihrer Forderung nach Schaffung einer zweiten Front erblicken wollen. Auch der „Daily Herold" zieht aus dem Aufsatz, den das Propagandaorgan der Sowjetbotschaft unter der Ueberschrist „Schafft eine zweite Front" veröffentlicht, die Folgerung, daß man noch weit von einem übereinstimmenden Kriegsplan der Sowjets und der angelsächsischen Mächte entfernt sei.
Dann bleibt immer wieder, wie schon so oft, die einzige, Möglichkeit, die Bombenangriffe aus deutsche Wohnviertel als die bereits in Gang gesetzte oder aber bevorstehende „große Offensive" der Briten anzupreisen. In England hat man auch schon das peinliche Gefühl, datz man mit solchen Propagandamätzchen gegenüber den Bolschewiken in, ein schiefes Licht gerät. Wirklich jämmerlich, aber bezeichnend für das schlechte Gewissen und das Bewußtsein der militärischen Schwäche zugleich wirkt die Entschuldigung, die die „Daily Mail" vorbringt, wenn sie die Luftangriffe als die Offensive an der zweiten Front bezeichnet: „Dies ist eine Auffassung. welche nicht im Sinne einer Beruhigung Moskaus ausgeprochen wird, sondern sich auf die größte vorläufig sichtbare Offensivaktion in diesem Jahre bezieht". Wir warten gelassen, ob die Briten üLer dieses „vorläufig" hinaus noch etwas in pstto haben. I
Von
Vlajor a. O. von Xsisor
Der Führer hat in feinem Buche „Mein Kampf" rühmend hervorgehoben, daß in der Zeit vor dem ersten Weltkriege, als im parlamentarischen Leben und in den Berufsorganisationen ödester Mehrheitswahn vorherrschte, im deutschen Heere die Köpfe über die Majorität gestellt wurden, d. h., daß nur dort noch echtes Führertum zu finden war. Und in der Tat ist die Frage des Führertums im Heere, die richtige Auswahl und Erziehung des Offizierkorps, seine charakterlich^ Haltung, feine geistige und militärische Ueberlegenheit, kurz die Befähigung zum Führen und die Berechtigung zum Befehlen, von entscheidender Bedeutung für die Disziplin, den Kampfgeist und die Ausbildung im Heere. Denn jedes Heer langt io viel wie sein Offizierkorps. Und weil das deutsche Osfiz-ierkorps das beste der Welt ist, zeigt sich das deutsche Heer jetzt im Kriege allen seinen Feinden bei weitem überlegen. Seine Stärke beruht in dem wunderbaren Eleichklang von Führern und Geführten, von Befehlen und Gehorchen, von selbständigem Handeln und Einfügen in den Rahmen des Ganzen und nicht zuletzt in dem unerschütterlichen Vertrauen, das zwischen Offizier und Mann im deutschen Heere herrscht und. den festen Kitt schafft, der Führer und Geführte im Sturmgebraus des Kampfes Unlösbar zusammenschmiedet.
Dieses gegenseitige Vertrauen ist um so wichtiger, als im heutigen Kriege mit seiner taktischen und tech- nschen Nielaestaltigkeit die berühmte altpreußische Disziplin, die'stets-die Grundlage jeder militärischen Erziehung ist, unbedingt Hand in Hand gehen muß mit der sogenannten „Initiative des Unterführers" und jedes einzelnen Soldaten. Zur Zeit des großen Königs, als nur in geschlossenen Formationen auf Kommando des Führers vorgegangen, gefeuert, gestürmt wurde, war der einzelne Mann nichts als ein Glied in der Masse, ohne jede eigene Handlungsfreiheit oder Verantwortung.' Die soldatische Ueberlegenheit über den Feind beruhte allein auf eiserner Manneszucht und schärfstem Exerzierdrill, die den einzelnen Mann auch im stärksten feindlichen Feuer die Befehle des Vorgesetzten fast automatisch ausführen ließen. Heute aber, wo es keine geschlossenen Massen im feindlichen Feuer mehr gibt, wo eine einzelne Gefechtsgruppe einen Raum einnimmt wie früher ein ganzes Regiment, wo der einzelne Kampfwagenfllhrer, der Geschützführer, der stürmende Infanterist oder Pionier in weitestem Maße selbständige Entschlüsse zu fassen und auf eigene Verantwortung zu handeln haben, hängt die Größe der soldatischen Leistung außer von der unbedingten Autorität und den Führereigenschaften des Vorgesetzten von dem taktischen Verständnis, der Geistesgegenwart und Entschlußkraft jedes einzelnen Soldaten ab. Gerade in dieser einzigartigen Vereinigung von individueller Freiheit und selbstverständlicher Unterordnung unter den Willen des Vorgesetzten liegt die Ueberlegenheit des deutschen Soldaten begründet.
Auch der Nichtsoldat wird begreifen, daß ein Offi- zierkorps, das die Masse der Soldaten zu solch hohen Kampfeigenschaften zu erziehen hat, von besonders ausgesuchter Art sein muß. Immer hat darum die Erziehung des Offiziers zu wahren Führereigenschaften die Hauptrolle im deutschen Heere gespielt. Freilich, der große Führer wird geboren, der göttliche Funke des Genius kann nicht durch Erziehung und Belehrung geweckt werden. Wohl aher hat die Welt des preußischdeutschen Offiziers mit ihrem viele Geschlechter hindurch hoch gezüchteten Führerwillen so viele Feldherren und bedeutende Generale aus ihrer Mitte entstehen und zur höchsten Vollendung reifen lassen wie kein anderes Heer. „Mehr sein als scheinen", in diesen Worten des großen Moltke liegt das Geheimnis wahren Führertums verborgen. Ueberlegenes Können und Wissen, äußerste Pflichttreue, Geistesgegenwart und Entschlußkraft. Mut und Opferbereitschast in allen Lebenslagen, eine Achtung erzwingende persönliche Haltung in und außer
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Der Führer erläßt zur Eröffnung des 3. Kriegs- winterhilfswerkcs für das Deutsche Rote Kreuz einen Aufruf.
Im Mittelabschnitt der Ostfront wurde eine eingeschlossene Sowjetgruppe vernichtet.
Die Angriffe auf Malta wurden mit vernichtender Wirkung fortgesetzt.
Hauptmann Jhlefeld errang seinen 95. Luftsicg. Cripps sucht vor seiner peinlichen Indien-Erklärung im englischen Volk für sich Stimmung zu machen. Churchill verweigert eine öffentliche Parlaments- debattc.
Laval entwickelte in einer Rundfunkansprache die Ziele der französischen Politik.
Das Feindgestammel über die „Zweite Front" mündet in jämmerlichen Klagen über die wachsende Schiffsraumnot aus.
Zahlreiche Ueberläufer beweisen die stetig geschwächte Kampfmoral der Tschungking-Truppen. Staätsschauspieler Paul Hartmann wurde zum Präsidenten der Rcichstheaterkammer ernannt.
Für eilige Nachrichten zwischen Heimat und Front wird demnächst ein Luftfeldpostdienst eingerichtet. Die Bremer Straßenbahn hatte 1941 einen neue» Verkehrszuwachs zu bewältigen.