Ausgabe 
(26.10.1940) Nr. 295
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Erscheiyt7malwöchentlich

Monatsbezug E 2,30 einschl. Zu­stellgebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 28,7 Post-

zeitungsgebühr) zuzügl. 42 Be­

stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u. Sonntg. 5 1115. Sprech z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr; Schriftleitung Diens­

tag und Freitag 12V-13Vr Uhr,

Parteiamtliche Lageszeitung

Vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadt Bremen

A n z eigen - Grundpreise! Die 1 mm hohe und 22 wm breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 rnm breite und 1 ww hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte

Grundpreise (für Klein- u. Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste d Nachlaß- staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: InBremen: Am Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115; Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. In Syke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Verkündungsblatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

ö Nr. 295 / 19. Jahrgang

Sonnabend, 26. Oktober 1949

Linzelpreis 15 Nps.

Wieder heftige rag- und Nachtangriffe troff Negen und Nebel auf London und andere englische Stödte

Italienische slieger beteiligten ftch

14 englische slugzeuge am sreitag abgeschossen 55. Luftsieg Mölders

V e r l i n, 25. Oktober

Die deutsche Luftwaffe führte am Freitag im Verlauf des ganzen Tages wieder heftige Angriffe in der Hauptsache auf die britische Hauptstadt und außerdem auch auf Städte in Süd- und Mittel­england durch. Kriegswichtige Ziele wie Fabriken, Hlifen und Versorgungsanlagvn wurden vor allem von leichten Kampfverbänden wiederum mit großem Erfolg bombardiert und schwer ge­troffen. Hierbei entwickelten sich zahlreiche Luftkämpfe, an denen auf beiden Seiten eine größere Anzahl von Flugzeugen teilnahm. Nach bisher vorliegenden Nachrichten wurden 14 britische Flug­zeuge abgeschossen. Major Mölders errang bei diesen Kämpfen seinen 53. Luftsieg. Vier deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Wehrmachtsbericht vom 25. Oktober

Berlin, 25. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage in kurzer Folge mehrmals die britische Hauptstadt an und belegten im Süden der britischen Insel einige Hafenplätze, In­dustrieanlagen und Verkehrseinrichtungen wirksam mit Bomben. Bei Nacht richteten sich die Angriffe mit dem Schwerpunkt wieder auf London, wo Brände und Explosionen das weithin sichtbare Zeichen unseres Erfolges waren. Ferner erstreckten sich die Nachtangriffe auch auf Rüstungszentren und Hafenbezirke. Das Ver­minen der britischen Häfen wurde fortgesetzt."

Im Rahmen der von der deutschen Luftwaffe durch­geführten Kampfhandlungen gegen England starteten zum ersten Male italienische Kampfver­bände von ihrer Absprungsbasis im besetzten Gebiet aus. Sie erzielten durch kühn geführte Angriffe und wohlgezielte Bombenwürfe große Erfolge gegen Hafen­anlagen im Osten der britischen. Insel.

Der Feind flog bei Nacht nach Nord- und West- deutschland ein. Seine Bombenangriffe richteten sich in erster Linie gegen Hamburg, wo an einigen Stellen im Stadtgebiet und im Hafen Brände und sonstige Sachschäden verursacht wurden. Im Schutze einer geschlossenen Wolkendecke stieß der Feind mit schwachen Kräften bis zur Reichshauptstadt vor. Durch verein­zelt abgeworfene Bomben entstanden Dahlstuhlbrände und leichte Gebäudeschäden, ferner ein größerer Brand in einem Holzlager. In Berlin und Hamburg sind einige Tote und Verletzte zu beklagen. Fünf feind­liche Flugzeuge wurden abgeschossen. Deutsche und ita­lienische Flugzeuge werden nicht vermißt."

*

. Die ständigen deutschen Angriffe gegen England, zu denen nunmehr auch noch Aktionen gewisser Einheiten der italieni­schen Luftwaffe kommen, haben auch am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag wieder zu schweren Schäden gesiihrt. Der Londoner Rundfunk gibt Bombenabwürfe aus die Haupt­stadt. wo Gebäude und Industrieanlagen getroffen sind, sowie auf Kent, Hampshire und Somerset zu. .Associated Pretz" ergänzt, daß auch zehn Bezirke in Schottland im Morgen­grauen angegriffen sind. Brände seien in einer Stadt der MidlandS ausgMochen, Ziel der deutschen Bombenangriffe

Mölders ;um Hberftleuimmt befördert

Berlin, 25. Oktober.

Der Führer hat aus Vorschlag des Lberbesehlshabers der Lustwasse Rrichsmarschall Göring den Geschwaderkommodore Major Mölders anläßlich seines 50. Lustsieges wegen beson­derer Tapferkeit und seiner Verdienste um die Schlagkraft der deutschen Jagdflieger bevorzugt zum Oberstleutnant befördert. Oberstleutnant Mölders erzielte am Freitag den 52. und 53. Luftsieg.

seien außerdem verschiedene Teile Südwestenglands gewesen. Die amerikanische Agentur weiß ferner zu berichten, daß zahlreiche Anlagen der britischen Eisenbahn stark gelitten haben. Eine Riesenbombe hat ein achtgleisiges Eisenbahn­viadukt total vernichtet. Darüber hinaus sind Güterzüge und Munitionstransporte vsn Brandbomben in Flammen gesetzt. Ein Riesenkrater hat für längere Zeit sämtliche Gleise, die zu einem lebenswichtigen Industriegebiet führen, blockiert.

Auch am Freitag sind, wie der englische Nachrichtendienst meldet, sofort nach Tagesanbruch ununterbrochen Lustangrifse deutscher Fliegersormationen aus London erfolgt. In diesen Teilen Londons und auch in der Umgebung der britischen Hauptstadt seien bereits in den Morgenstunden zahlreiche Bom­ben gefallen.

Die Engländer haben also wiederum eine rasche Vergel­tung zu spüren bekommen für die ruchlosen Angriffe auf deutsche Städte. Wieder einmal mutzten die Bewohner der -Hauptstadt und anderer Großstädte nach einem vielstündigcn nächtlichen Schutzraumansenthalt Tagesalarme in nehmen.

Es wurden Einslüge von 100 Bombern über der Küste und Vorstöße einzelner Gruppen bis über die Hauptstadt ge­meldet. Bombeneinschläge werden von zahlreichen Stellen des Londoner Bereichs verzeichnet. Großes Aussehen haben in Lon­don die amtlichen deutschen und italienischen Mitteilungen, über die Beteiligung italienischer Flugzeuge an den letzten AngrifsSaktionen hervorgerusen. Bei einem Volltreffer, der ein großes Warenhaus im Londoner Geschästsviertel größtenteils zerstörte, wurden nach einem Bericht des StockholmerAfton- bladet" zahlreiche Personen im Keller dieses Gebäudes ver­schüttet. 25 Personen sollen getötet und eine sehr große An­zahl verletzt worden sein.

Der englischen Oessentlichkeit wird angesichts der unange­nehmen Tatsache, daß die deutsckzen Bergeltungsslüge mich weiterhin so zahlreich sind, daß sie die ganzen Nächte über andauern, der Trost beschieden, daß man die Sommerzeit beibehalten würde. Die deutsckien Angrisse würden also auch i» Zukunft nachmittags nicht früher als 17 Uhr beginnen. Eine seit geraumer Zeit vom Londoner Lügenministerium ausgestellte Behauptung, die Nächte Londons seienruhiger" geworden, wird von ausländischen Blättern dadurch entlarvt, als man darauf hinweist, daß die Londoner Flak verringert worden sei und deshalb der Krach sich nicht so stark auswirke.

Die allmählich hellhöriger werdenden neutralen Bericht­erstatter gebdn im übrigen auch damit den Londoner Macht­habern eine kalte Dusche, wenn sie aus die ruhmseligen Er­klärungen Londons, die amerikanische Flngzengzusuhr würde sich im Frühjahr erst voll gegen Deutschland auswirken, er­klären, daß sie der Ansicht sind, daß Deutschland dir ihm zur Verfügung stehenden Luststreitkräste noch immer nicht in ihrem vollen Umsang in die Wagschale geworfen habe.

Unerschöpfliche Neserven unserer Luftwaffe

Vie Noffftoffrage für veutschlanö völlig gelöst Her riesige vorsprung durch die autoritüre Slaatsiüffrung gesichert verspätete krkenntniffe in kngland

Berlin, 25. Oktober.

Seit rund 10 Wochen führt die deutsche Lustwasse in un­unterbrochener Folge wuchtige Hammerschläge gegen die mi­litärischen Ziele aus den britischen Inseln. Der Rhthmus die­ser Angrisse erfährt lediglich durch Witterungseinflüsse ge­wisse Schwankungen. Diese haben das englische Lügenmini- stcrium immer wieder dazu verführt, dem eigenen Volk und der übrigen Welt einreden zu wollen, daß sich die Kraft der deutschen Lüstwassc nunmehr erschöpft habe. Sooft auch diese wissentliche Lüge in die Welt gesetzt wurde, ebensooft wurden sie durch die Ereignisse widerlegt. Fast schon ermüdend wir­ken die Meldungen, die trotz aller englischen Zensnrmaß- nahmen von den neutralen Zeitungskorrespondenten in die Welt gefunkt werden, wonach die letzte Nacht oder der letzte Tag einen neuen Höhepunkt des Bombenregens gebracht hat, der das Feuer der Flakartillerie mit seinen Explosionen über­tönte.

Die deutsche Führung hat in den siegreichen Fvldzügen von Polen, Norwegen. Holland Belgien und Frankreich den Beweis erbracht, daß sie die Luftwaffe als entscheidendes Kriegsmittel einzusetzen weiß. > Nachdem die deutsche Luft­waffe in den englischen And englandsreundlichen Ausland­blättern bereits dreimal in Polen, Skandinavien und im Westen vernichtet wurde, klammern sich die verzweifelten Illusionisten an der Themse an die Hosfnttng, daß nun beim vierten Einsatz ihre Kraft erlahmen werde. Die ungeheuren Reserven der deutschen Lustwasse an Mann und Material bürgen dafür, daß die Rechnung an der Themse falsch ist. Die Nnerschöpflichkeit dieser Reserven ist in einer langjähri­gen Planung und Vorarbeit sowie in der Auswertung der

Erfahrungen des siegreichen Krieges begründet. All dies sind Gründe, die auf der Gegenseite wahrhaftig nicht vorliegen und auch nicht nachkonstruiert werden können.

Ueber die Menschenreserven des englischen Empire macht man sich vielfach falsche Vorstellungen. Das Mutterland zählt 45, Kanada 10, Australien-Neuseeland 7 und Südafrika 2 Millionen Weiße, insgesamt etwa 64 Millionen. Wenn auch manche Flieger aus Uebersee dienen, sind umgekehrt hochquali­fizierte Kräfte des Mutterlandes für Kriegs- und Wirtschasts- zwecke in Uebersee gefesselt, zumal unser italienischer Bundes­genosse im Mittelmeer und in Afrika starke englische Kräfte bindet. Man kann daher ruhig annehmen, daß sich die Hilfs­kräfte der Dominien und Kolonien ausgleichen mit den Kräf­ten, die England dafür unterhalten muß, damit sein Welt­reich nicht zusammenbricht. Es stehen England also aus der Insel nur die Kräste von etwa 45 Millionen Menschen znr Verfügung gegen etwa 85 Millionen in Deutschland. Das ergibt eine reine zahlenmäßige Neberlegenheit Deutschlands von 2:1.

Darüber hinaus hat Deutschland durch die Organisation der Hitlerjugend mit ihren Fliegergruppen, durch die Lehrlings­werkstätte der Luftfahrtindustrie und d«S Reichslustfahrtmini- steriums sowie durch das NSFK. die gesamte fliegerische Be­völkerung ersaßt und seit Jahren vorgebildet. Der deutsche Nachwuchs ist somit systematisch» vorbereitet und bringt Kenntnisse mit, die den Rekruten in England oder Amerika völlig fehlen, da keines dieser Länder über ähnliche Einrich­tungen verfügt und diese sich auch nicht improvisieren lassen.

(Fortsetzung auf Seit« 2)

vie Welt in höchster Spannung

Nichts Sutes für kngland - Zeit für wunfchtröume vorbei - ffavas zu den Besprechungen in Frankreich - kcho der Weltpresse

Berlin, 25. Oktober.

Das Interesse der ganzen Welt ist auf die Zusammenkünfte Hitlers mit Franco, Petain und Lava! ge­richtet", so mutz sogar der englische Nachrichtendienst am Freitag Pe durch die Initiative des Führers geschaf­fene einzigartige Lage kennzeichnen.

Die ossizielle englische Ansicht ist, daß kaum etwas Gutes für England aus Adolf Hitlers diplomatischen Offensive her­auskommen kann".Natürlich finde man hier nichts Aufmun­terndes in der diplomatischen Aktivität Deutschlands", so sagen in der durch die englische Zensur bedingten milden Ausdrucks­weise die Londoner Vertreter derDagens Nhhcter" und Stockholms Tidningen" in ihren Lageberichten, die auch sonst die englische Stimmung recht aufschlußreich widerspie­geln. London verfolgt danach die Entwicklung sehr aufmerk­sam. Die Zeit sei unwiderruflich dahin, wo man einen vor­übergehenden Trost in Wnnschträumen und Phantasieabkom­men habe suchen können. Aber die englische öffentliche Mei­nung habe ja bisher im Kriege ihre Fähigkeit erwiesen, bei­nahe jede Enttäuschung oder Niederlage zu überstehen! Auch diesmal sei das englische Publikum im ganzen genommen ruhig und voll Vertrauen zu dem Vermögen Englands, durch amerikanische Hilse die Lage in Europa aus die Dauer zu ^ .meistern!

Als ein historisches Treffen bezeichnet die französische Havas- Agentur die Zusammenkunft, die der Führer dem sranzösnchen Ttaatschei Marschall Petain gewährte. Der Havasbericht hebt besonders hervor, daß dem Marschall Petain bei der Ankunft wie bei der Abfahrt die militärische Ehrenbezeugung erwiesen wurde. Die Prcsie enthält sich jeglicher Kommentare, hebt aber in der gan,en Behandlung die Bedeutung dieser Ans- spräche zwischen Sieger und Besiegten hervor. Die erste Mel- ' düng aus Südsrankreich spreche davon, so heißt es, daß die Art. wie Marschall Petain vom Führer empfangen worden

sei, in weiten Kreisen des französischen Volkes einen tiefen Eindruck hinterlassen habe.

Nm die Bedeutung der Begegnung des Führers mit dem Caudillo zu unterstreichen, veröffentlicht die Havasagentur eine Reihe italienischer Pressestimmen.Popolo d'Jtalia" er­weise aus die Freundschaft, die Spanien seit der deutsch-ita­lienischen Waffenhilse in ernster Stunde mit den Achsenmäch­ten verbinde. Ferner zitiert HavasCorriere della Sera" wonach die Begegnung ein Beweis für die Gemeinsamkeit der Ziele sei. Das Havaszitnt aus .Gazetta dei Popolo" besagt daß die Begegnung einen starken Einfluß a»i die Entwicklung der diplomatischen Lage.haben werde.

Größtes Interesse bringt die italienische Oessentlichkeit der Nachricht vom Empfang Marschall Pctains durch den Führer entgegen. Vor allem aber steht.Italien noch immer unter dem Eindruck der Begegnung zwischen dem Führer und Franco. Die Reise Adolf Hitlers, so heißt es imMessaggero", enthüllt mit jedem Tag deutlicher ihre politische Tragweite. Das Gesetz der Dynamik, unter dem die diplomatische und militärische Tätigkeit der Achse steht, verurteilt ihr« pluto- kratischcn Feinde dazu, sich jeden Augenblick aus einige schmerzliche Ueberraschungen gefaßt machen zu müssen. Die Brenner-Politik trägt ihre Früchte und erstreckt den Wir­kungskreis der jungen Völker aus den Raum vom äußersten Osten Asiens bis zum äußersten Westen Europas.

Die gleiche Auffassung läßt das BlattPopolo di Nvma" erkennen, wenn es die ausführlichen Berichte über die Reise des Führers auf der ersten Seite bringt und schreibt:Die Brenner-Beschlüsse im ersten Abschnitt ihrer Ausführung, die

lebhafte politische Tätigkeit, die im Gang ist. schafft die Grundlage für die neue Organisation Europas und Asrikas." In diesem Zusammenhang würdigen die römischen Blatter insbesondere die internationale Stellung des neuen Spaniens, die im Kamps gegen die plutokratischen Mächte errungen werden müßte und deren einziges Ziel die Niedevhaltung der Habenichtse war.

In steigendem Maße steht die Hälft>e Oeffenttichkelt im Banne der großen politischen Aktionen, die von der Achse ein­geleitet worden sind. Die letzten Lage brachten Ueherrnschnn- gen, die sich in der Presse mit größter Aufmachung wider­spiegelten.

In einem Leitartikel beschäftigt sichPolitiken" mit den letzten politischen Ereignissen. Der Artikel ist offenbar ge­schrieben el^ noch das Zusammentreffen des Führers mit Marschall Petain im besetzten Frankreich bekanntgeworden war. Dennoch sind die sorgenden Lätze interessant genug, um angeführt zu wenden:Während des geistigen Marsches der Geschichte in diesem Jahr hat die Erfahrung gelehrt, daß aus Gespräche des Führers später große Politische Ereignisse gefolgt sind. Es geschah nicht immer augenblicklich, aber doch so, daß in der Regel nach dem Verlaus einiger Zeit der Zusammen­hang der Eespräckw und den GegebeIstzeiten erkannt werde» konnte. Wenn einmal von der Geschichte diese Periode geschriebn wird, werden es aller Wahrscheinlichkeit nach die Unterredungen Hitlers sein, die die Kilometersteine bilden, denen der Geschichtsschreiber folgt."

Die schwedische Oessentlichkeit steht ebenfalls völlig im Bann der dramatischen Ereignisse der letzten Tage. die das Bild der Zeitungen und alle Gespräche beherrschen. Welches wird der nächste Schritt sein? Das ist die Frag« in dieser Stunde, da man sich aus aller Welt neue und andere Kom­binationen melden läßt und vergebens nach dem Inhalt der letzten Gespräche forscht. (Stehe auch Seite «

ZOsptMA"

Auf dem Weg zum neuen Europa

(Von vnssrsw Lsrlinsr Vsiftrotcrrl

O. 8. Berlin, 25. Oktober

Aus dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom Freitag erfährt die Weltöffentlichkeit, daß ita­lienische Kampfflieger in kameradschaftlichem Einsatz zu­sammen mit deutschen Verbänden aus ihrem Absprung- basen im besetzten Gebiet gegen England geflogen sind. Diese gemeinsamen Stahlgrüße haben den Briten von dem Wunsch des italienischen Volkes Kenntnis gegeben, unmittelbar an der Niederringung der britischen Insel, dem Mutterland des plutokratischen Empire, beteiligt zu sein. Dieser Einsatz wirkt gerade in diesen Tagen symbolisch, da die historisch bedeutsame Reise des Füh­rers nach dem Westen die Marschrichtung auf ein neues Europa in Gestalt schließen läßt, die von den Mächten der Achse erkämpft und von ihnen führend bestimmt wird. Die von revolutionären Bewegungen unter zwei genialen Führern und Staatsmännern erneuerten mäch­tigen jungen Völker haben den Kampf bis zur Entschei­dung gegen den ewigen Störenfried einer stabilen euro­päischen Ordnung aufgenommen. Sie werden diesen Feind mit seinem außer Europa gelegenen Reich nieder­kämpfen, sie fechten damit zugleich einen Kampf für alle übrigen europäischen Völker gegen die räum- und rassen- fremde Unordnung der Vergangenheit durch, die Europa in immer stärkerem Maße in der Vergangenheit die Aktionsmöglichkeit nahm.

Daß der inneren Erneuerung der Leiden jungen euro­päischen Völker der Achse auch eine Neugestaltung der Lebensräume folgen mußte und folgen würde, die ebenso revlutionär wie der Raumgesetzlichkeit des Kontinents entsprechend und notwendig war, darüber haben die füh­renden Staatsmänner der Achse keinen Zweifel gelassen. Angebote an England und an Frankreich sind vor dem Kriege in aller Klarheit wiederholt gemacht worden und sie sind vom Führer nach dem Polenfeldzug und noch einmal in diesem Sommer wiederholt worden. Die Angebote und die vorgeschlagenen Wege sind zurückge­wiesen worden. Der Krieg sollte zur Vernichtung des deutschen Volkes und Reichs fortgeführt werden. Die sprengende Kraft des stärksten Volkes Europas unter seinem genialsten Staatsmann und Feldherrn hat in machtvollen Schlägen alle Widerstände auf dem Konti­nent beseitigt und zusammen mit dem faschistischen Ita­lien den Neubau des europäischen Festlandes mitten im Kriege vorbereitet.

Nach der Ausscheidung aller destruktiven Kräfte im Innern und der nationalen Einigung der beiden füh­renden Völker ist in diesem Kriege dann im harten Kampf der Weg zu einer europäischen Konzeption ge­ebnet worden. Die Zusammenkunft zwischen dem Führer und Franco war ein Ausdruck für die Bereitschaft Spa­niens. schöpferisch mitzuarbeiten. Es hat seinen Platz an der Seite der Achse gewählt, die sich im Endkampf gegen die Gegenkräfte befindet, die destruktiv einer Gesundung Europas entgegenstanden und entgegenstehen. Auf die­sem Weg zur Neuordnung aber sollen allen aufbauwil- ligen Kräften, die den Anschluß an das neue Europa wünschen, nach ihren besonderen Fähigkeiten nutzbar ge­macht werden. Als einziger Gegner dieser Neuordnung ist England geblieben. Es wird das Ende finden, das es unter einer ganz der Zsrstörung und Reaktion geneigten, Führung verdient hat.

Während die Lügenpresse Britanniens auf Churchills Geheiß weiter versucht, mit Kombinationen und Ver­drehungen an der wahren Bedeutung der Gespräche im Westen vorbeizureden, erkennt die Welt die geschichtliche Etappe auf dem Weg zum neuen Europa, die eine Aus­wirkung der Vrennergespräche des Führers und des Duce ist. England suchte die Brennermethode lächerlich zu machen; nun versucht es von neuem, diese Taktik fort­zusetzen. Aber Reuter hat doch in einer Meldung nicht um die Feststellung herumgekonnt, daß das Gespräch des Führers mit Francodie ganze Welt überrascht zu haben scheine". Es ist immer miedet so gewesen, daß die deutsche Politik wie die deutsche Strategie unter Adolf Hitler durch das Moment d^r Ueberraschung gewirkt hat. Eine Schweizer Zeitung, die diese Seite des Han­delns des Führers unterstreicht, spricht von derver­blüffenden Blitzpolitik", die sich jetzt' offenbart habe. Wenn aber England seinerseits mit seiner Agitation des Bluffs von derSchwäche" des Gegners zu faseln versucht, weil esnur" die zermürbenden Schläge un­serer Luftwaffe und die Zufuhren zur Insel immer stär-

»iii»iiiiiiii»i,ii,in,,,,,,,,,,,,,,,

Ilnssr

Heftige Vergeltungsangrisfe unternahm die deutsche Luft­waffe am Freitag auf London sowie gegen süd- und mft- telenglische Städte; 14 britische Flugzeuge wurden abge­schossen.

Italienische Kampfvcrbände griffen erstmalig Häfen im Osten der britischen Insel an.

Die italienischen Truppen entwickelten an der ägyptischen Front erneute Aktivität.

' Die Flieger des Mordbuben Churchill bombardierten wie­derum Wohnviertel in der Reichshauptstadt und Ham­burg.

Die Besprechungen des Führers in Frankreich haben die Welt in höchste Spannung versetzt.

Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der NSDAP. im Gau Danzig sprach Neichsminister Dr. Goebbels in der befreiten Stadt. -

Ueber 9000 Kinder unseres Gaues wurden in diesem Jahr von der NSV. zu mehrwöchigem Erholungsaufenthalt verschickt.

Bei der zweiten Neichsstraßensammlung Wurden im Gau Weser-Ems über 900 000 Abzeichen verkauft.