Ausgabe 
(23.7.1940) Nr. 200
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Parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Neglamdm Vürgermristers der 5«ien tlansestadr Dremen

Die 1 mw hohe und 22 aaw breite Feile im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 mm hohe Feile im Tertteil 75 M. Ermäßigte Grundpreise (für Klein u. Fanü"''"- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 3 Nachlaß­staffel S. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß -16 Uhr. Geschäfts­stellen: Sn Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115; Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21. Vv Svke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

ymikches DerkünLungsblatt des Neichsstattdalters in Oldenburg und yreinen

Nr. 200 / 10. Zadrgang

Dienstag, 2Z. Juli 1940

kinzelpreis 1S Npf.

weitere Selzeimdokumente kennzeichnen die niederträchtige englische Politik

Berlin, 22. Juli.

Aus dem demnächst erscheinenden, vom Auswärtigen Amt herausgegebenen sechsten Weißbuch veröffent­lichen wir folgende Dokumente:

Dokument I^r. 30. verteilt des 8onder- besuttrsßten der krsnrösiseiien Regie­rung, köon VVenger, vom 1. OKI. 1939:

fltte Vorbereitungen find getroffen;ur radikalen Vernichtung der rumäni­sch en krdöiinvustrie. englische und sranMsche Ingenieure an der Arbeit.

Bericht

über die Zerstörung der rumänischen Erdölindustrie vom 1. Oktober 1939

(Auszug)

I. Allgemeine Erwägungen.

Gegenstand des Sonderauftrages, mit dem Herr Wenger vom Minister für öffentliche Arbeiten unter der Ober­leitung des Herrn französischen Botschafters betraut worden ist, ist die Ausstellung eines Programms für die eventuelle Zerstörung Her Bohrplätze, Raffinerien, Vorräte und Trans­porte sowie gegebenenfalls die Organisation der Mittel und Wege zur Ausführung dieses Auftrages. Dieses Mternehmen hat ebenso wie das von den Alliierten im Jahre 1918 ge­forderte den Zweck, Deutschland um den größeren Teil der Oelbestände zu bringen, die es aus Rumänien beziehen könnte, und zwar aus möglichst lange Zeit.

Es ist zu beachten, daß die jährliche Produktion Rumäniens S Millionen Tonnen beträgt, d. h. ungefähr das Dreifache des Jahres 1916. Der heimische Verbrauch beträgt ungefähr ein Viertel der Produktion, also 1 590 090 Tonnen. Es wäre also eine Ausfuhr von 4 599 099 Tonnen möglich, wenn die Transportmittel dazu vorhanden wären. Aber es muß noch mehr zerstört werden, denn der -rumänische Verbrauch könnte unter der deutschen Herrschaft um die Hälfte verringert werden, und der Zerstörungsplan muß, soweit möglich, voll­ständig sein. .

H. Personal und Organisation

Herr Wenger ist am Sonnabend, dem 16. September, in Bukarest eingetroffen, begleitet von Hauptmann Pierre Angst, der ihm beigegeben worden ist. Er hat sich noch am gleichen Tage mit dem Herrn französischen Botschafter, mit dem Bot­schaftsrat Herrn Spitmuller, mit Kommerzienrat Darret und dem Militärattache General Delhomme in Verbindung gesetzt.

Von der ersten Besprechung an hat es sich wegen des Umfangs des Austrages und wegen der Notwendigkeit, die Methoden zu benutzen, die das Material und die Verteilung der Industrie erfordern, als nötig erwiesen/ daß Herr Wenger die Herren Coulon, de Montlebert, de Panafieu, Maratier, Cauchois, Bou- vier und Delage hinzuzog. Außerdem hat der französische Kriegsminister Herrn Wenger die Herren Koncenne und Cha- pclet zur Verfügung gestellt, die nachträglich eingetroffen sind. Diese Mitarbeiter sind sämtlich Franzosen, und zwar In­genieure der Oelgesellschaften; sie sind mit Osfiziexsrang ange­stellt. Jeder der Ingenieure ist Spezialist auf einem Teilgebiet der Oelgewinnung und steht an der Spitze der Organisation seines Teilgebietes. Bereits am 18. September hat der Bot­schafter Thierry Herrn Wenger dem britischen Gesandten, Sir Reginald Hoare, vorgestellt, und die Fühlungnahme ging um so glatter vonstatten, als sich unter dem Gesandtschastspersonal und unter den englischen Ingenieuren mehrere Personen be­fanden, die vor zwanzig Jahren bei der Abschätzung der im Jahre 1916 befohlenen Zerstörungen mit Herrn Wenger zu­sammengearbeitet hatten, Herr Wenger hat mit Oberst Cubbins, Major Watson und Herrn Masterson Fühlung ge­nommen und diese Herren mit den Herren Angst und Coulon in Verbindung gebracht.

Das eingeschlagene Arbeitsverfahren bestand in der Ausstel­lung eines Programms oder vielmehr, wie weiter unten er­sichtlich werden wird, zweier Programme durch die Franzosen und in der Prüfling und eventuellen Kritik durch die Eng­länder.

IV. Grundsätze und Methoden.

Um wirksam zu sein, muß eine Zerstörung der Erdöl­industrie sich, soweit möglich, auf alle Teile der Industrie erstrecken: Produktion, Transportwesen, Vorräte und Kasfi- nage. Der Bericht von Norton Grissith vom 21. Januar 1917, der deutsche Bericht, über die Zerstörung vom Jahre 1916 und die Feststellungen der englisch-französischen Kommission von 1919 bis 1921 zeigen, daß eine improvisierte Zerstörung nicht vollwirksam sein kann.

Im übrigen gibt der übliche Ausdruckdie Erdölquellen verbrennen" nur einen geringen Teil des Programms, ge­

wissermaßen nur eine letzte Ergänzung des Unternehmens wieder. Was zerstört werden muß, das sind die Anlagen zuw Bohren, zur Produktion, zum Transport und zur Rassinage. Feuer würde sür sich allein nur scheinbare Er­gebnisse erzielen. Die Deutschen konnten in einem Jahr eine bedeutende Produktion erzielen, indem sie mit dem nicht zer­störten Material eine Reihe von Raffinerie- und Bohranlagen vervollständigten. Man darf nicht vergessen, daß sich ein Bohrloch in drei Monaten bohren läßt, daß es aber 12 Monate dauert, eine Raffinerie zu bauen, selbst wenn das erforderliche Material an Ort und Ställe verfügbar ist. Schließlich kann eine Feuersbrunst oft zur Zerstörung der Lagerstätten führen, d. h. also zu ungeheuren Verlusten für das Land, und eine solche Gefahr muß man auf sich nehmen, wenn die Zeit drängt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

vomben auf deutsche Sliidte

vas ist des Verbrechers tkurchttl flnttoort auf des sichrers flppell an die Vernunft

Berlin. 22. Juli.

Eine sorgfältige Registrierung der feindlichen Einslüge in der letzten Zeit hat ergeben, daß die englische Luftwaffe ihre Angrisse aus nichtmilitärische Ziele seit Freitag, dem Tag der großen Führerrede. die dem englischen Volke noch einmal den Weg zur Vernunft wies. vervielfacht hat. Groß war die Zahl der Bombenabwürfe und unverhältnismäßig gering der militärische Schaden. Es ist deutlich zu erkennen, daß der Gegner es daraus abgesehen hat. die deutsche Zivilbevölkerung zu treffen. ^

Zahlreiche deutsche Ortschaften, offene Städte und Dörfer sind in den letzten Tagen wiederholt angegriffen worden. So wurden in der Nacht vom 29. zum 21. in der Innenstadt von Wismar Bomben abgeworfen, ebenso in der darausiolgenden Nacht. Dabei waren fünf Tote und 29 Schwerverletzte zu be­klagen. Die Stadt Bremen erlebte in einer der letzten Nächte starke Angrisse auf verschiedene Wohnviertel. Drei Tote. drei Schwerverletzte sielen dem brutalen britischen Angriff zum Opfer. Viele Badeorte aus den deutschen Nordseeinseln hatten sinnlose Bombenangriffe zu verzeichnen.

Auch die Stadt Hamburg wurde in der Nacht vom 29. zum

21. angegriffen. Wohnviertel und dichtbesiedelte Ortsteile er­hielten Bombentreffer. Im benachbarten Pinnebcrg wurde das Krankenhaus beschädigt. Die Städte Paderborn, Hagen und Bochum wurden mehrfach von feindlichen Fliegern an­geflogen und verzeichneten rücksichtslose Angriffe aus zivile Ziele.

In Schwerin wurden vier Männer, drei Frauen und drei Kinder durch englische Bomben getötet. Zahlreiche Verluste sind zu beklagen. In Wilhelmshaven wurde das Krematorium und eine Leichenhalle zerstört. Bemerkenswert ist hier, daß die feindlichen Flieger vor ihren Bombenabwürfen zahlreiche Leuchtbomben benutzten, wodurch sie hätten eindeutig fest­stellen können, daß sie keine militärischen Ziele vor Augen hatten.

Die Stadt Kassel war in der Nacht vom 21. auf den

22. ebenfalls das Ziel feindlicher Angriffe. Auch hier ar­beitete der Gegner mit einer beträchtlichen Zahl von Leucht­bomben. Trotz ollem wurden sämtliche Bomben aus nicht- militärische Ziele in Wohnvierteln und Gärten abgeworfen. Unter anderem sind vier Sanitätssahrzeuge getroffen worden.

Darüber hinaus wurden der Landkreis Kassel und der be­nachbarte Gau Hannover-Süd von englischen Bombenangriffen heimgesucht, diele Orte und zwar kleine Bauerndörfer, mit feindlichen Bomben beworsen. Da auch hier der Feind Leucht­bomben zur Anwendung brachte, ist seine Absicht, lediglich

die Zivilbevölkerung zu treffen, Frauen und den, klar und deutlich erkennbar.

Kinder zu mor-

In einer Stunde, die spätere Historiker wohl als die entschäidungsreichste in der Geschichte unseres Kontinents bezeichnen werden, hatte der Führer dem englischen Volke noch einmal die Chance gegeben, ohne Zerstörung seines Weltreiches aus dem von seiner Regierung ange­richteten Desaster herauszukommen. Die Welt ist sich dar­über einig, daß das AngebotAdolfHitlers von einem geradezu epochalen europäischen Verantwortungsbewußtsein und von der Großzügigkeit-eines wahrhaften Siegers getragen war.

Die Antwort aus England konnte nur den verblüffen, der nicht die Methoden und Sinnesart der von Churchill geführten britischen Regierung kennt. Sie bestand, soweit aus ihr nicht die plumpe Dummheit sprach, aus Flege­leien. Sie hielt sich auf jenem Niveau, das die britische Politik in den letzten Jahren gekennzeichnet hat und das die Situation Englands von einer ausschlaggebenden europäischen Großmacht in ein am Rande des Kontinents liegendes Land ohne reale Wirkungsmöglichkeiten in Europa verwandelt hat.

So herausfordernd und unverschämt die von der eng­lischen Presse, von den Sendern des britischen Rund­funks und von allen mehr oder minder autorisierten Sprechern geführte Sprache war, so genügte sie doch Herxn Churchill anscheinend nichl, seine wahren Absich­ten hinreichend deutlich zum Ausdruck,zu bringen. So hat sich denn dieses längst in die Kriminalgeschichte ein­gegangene Subjekt dazu entschlossen, die Antwort mit dem Blut deutscher Frauen und Kin­de r zu schreiben. Denn nur so ist es zu erklären, daß die britische Luftwaffe in so demonstrativer Weise gegen zivile Ziele des deutschen Hinterlandes eingesetzt'wor­den ist.

So beschämend es ist, daß sich britische Flieger und Offiziere für derartige Demonstrationen mißbrauchen lassen, so klar ist andererseits der Sinn dieser Aktionen. In der Tat, es bedurfte eines Churchill, um die ohne­hin nicht von unzeitgemäßen Skrupeln geplagten briti­schen Methoden zu derartigen Verbrechen zu steigern.

Diese Art, auf großzügige Angebote zu antworten, wird in der Geschichtsschreibung mit dem Namen Chur­chill verbunden bleiben.

knglands Volk für dumm verkauft

wachtende Kritik an Ouff tooper Kare Velilka wird wieder genannt Llogd Seorge bei kden

Stockholm, 22. Juli.

Die englische Presse scheint neuerlich den Auftrag erhalten zu haben, das englische Volk langsam aus die möglichen Fol­gen der Churchillschen Friedenssabotage vorzubereiten. Der luftmilitärijche Mitarbeiter derSundah Times" warnt in einem viel beachteten Aussatz vorleichtsinnigem Optimismus auf Grund des bisherigen Luftkrieges". Jeder glaube, daß Deutschland nach Beendigung der nötigen Borbereitungen aus Massenangrisse gegen England verzichten könnte, sei Illu­sion. Mit ganz neuen, verbesserten deutschen Typen und viel­leicht auch mit italienischer Beteiligung sei aus jeden Fall zu rechnen. Auf der anderen Seite werden zur Vermeidung von Panikstimmung beruhigende Behauptungen über die Vor-, bereitungen des Londoner Feuerlöschwesens verbreitet: 389 Brandstationen, 29-099 Freiwillige usw. seien vorhanden.

Was aber selbst nach kompetenter englischer Ansicht der eigentliche Schlüssel sür die Haltung des englischen' Volkes ist nämlich absolute Unwissenheit über die wahre Lage das wird in dem Brief eines englischen Provinzgeistlichen an dieTimes" unfreiwillig eingestanden. Er schreibt:Nach zahlreichen Fragen zu urteilen, die an mich jeden Tag gerich­tet werden, herrscht Unwissenheit sowohl um die Lage wie um die Möglichkeiten, ihr zu entsprechen. Aber ,es herrscht ein hoffnungsvoller Glaube nicht nur an Gott, sondern auch an die Entschlossenheit unserer leitenden Männer und daran, daß zum Schluß das Recht siegen wird". Ein schwedischer Be­obachter in London, der Vertreter vonStockholm Tidningen", bestätigt das erschütternde Urteil, daß das englische Volk blind in sein Verderben hineingeführt werde, indem er schreibt: Es wird durch zahlreiche Zeugnisse bekräftigt, daß die feste Haltung, die in dieser kritischen Zeit bekundet wird, mehr aus Charakter und Glauben beruht als aus irgendwelcher wirklichen Kenntnis der Lage".

Die schwedischen Berichterstatter in London betonten, wie aus Stockholm berichtet wird, die Verwerfung desAppells an die Vernunft", mit dem Zusatz, die Erklärung liege darin, daß England l>rgänze: noch immer im Ernst daran glaube, den Krieg gewinnen zu können, wenn es nur Zeit gewinne! Auch die Londoner Sonntagspresse mit ihren Be­hauptungen, daß ein wirkliches Friedensangebot gar nicht vorliege, wurden in Stockholm mit Vorbehalt ausgenommen. Dagegen finden die am Montag vorliegenden Nachrichten aus Rom und Berlin, sowie weitgehende Gerüchte aus -Eng­land in einem großen Teil der schwedischen Presse starke Be­achtung und werden teilweise zum Gegenstand aufsel>enerre- gender Ueberschriften gemacht.

Es wird hervorgehoben, daß auch nach deutscher Ansicht nie­mand mit einer Kapitulation Churchills rechne. Man hüte sich iw Deutschland, trotz - des, Gefühls militärischer Macht, irgendeine Hurra-Stimmung zu erzeugen. Auch die italieni­schen Stimmen über die Situation in England nach dem Friedensangebot finden starke Beachtung.

Churchills Werbungen, Llohd George irgendwie für sein Kabinett zu gewinnen, sind schon seit einiger Zeit regi­striert worden. Jetzt liegt prompt eine Ankündigung vor, Llohd George werde die Verteidigungsmaßnahmen in Wales inspizieren. Natürlich werde er, so erklärt mit Nachdruck der Daily Expreß", die in der Churchill-Propaganda einen her­vorragenden Platz einnimmt, sehr gespannt sein. was sür Abwehrmaßnahmen in Wales gegen die Möglichkeit einer Invasion beständen. Weit größere Bedeutung hat vielleicht Llohd Georges außerordentlich scharfes Vorgehen gegen Eng­lands Japan-Politik, die er alskurzsichtige Stupidität" an­prangert.

Llvyd George stattete dann auch am Sonntagabend zum erstenmal seit Kriegsausbruch dem Londoner Regierungsvier­

tel einen Besuch ab. Im Kriegsministerium hatte er eine längere Unterredung mit Eden, die in politischen Kreisen auf die verschiedenste Weise kommentiert wird. In Regicrungs- kreisen erklärt man, daß der Weltkriegspremier sich mit Eden über die Verteidigungsvorbereitungen in Wales, seiner Hei­matprovinz. unterhalten habe. An anderer Stelle will man wissen, daß er aus die Mängel in der Munition?- und Mas­senproduktion hingewiesen habe. Der nüchternste Kommentar, lautet, daß Llohd George eine Informationsreise nach White- hall unternommen habe.

Für die außenpolitische Debatte, die im Oberhaus wäh­rend dieser Woche stattfinden soll, wird Kritik von den ver­schiedensten Seiten angekündigt, besonders wegen der neuen englischen Rückzüge in Fernost. DerSundah Expreß" er­klärt, jeder Engländer, außer vielleicht im Foreign Office, begreift jetzt die Sinnlosigkeit einer Politik, die sich be­müht, jenen gefällig zu sein, die englische Interessen be­drohen. Auch derSundah Dispatch" meint, der Burma- kompromiß sei doch sehr bedenklich.

Auch gegen den Jnformationsminister Dufs Coopcr wird teilweise eine recht heftige Sprache laut. Eine der Sonntags­zeitungen bezeichnet ihn alsInkompetenten Jnformations­minister, hoffnungslos schwach begabt sür eine Aufgabe". Im Parlament wird möglicherweise bei der Beurteilung Duss Coopers der Umstand eine große Rolle spielen, daß er seinen neunjährigen Jungen nach den Vereinigten Äaaten geschickt hat, was bekanntlich aus der Linken große Erbitterung aus­löst. Hier möchte man gern in Hore-Bclisha (!) den künf­tigen Leiter der englischen Propaganda sehen. Wir gratu­lieren!

LL-es-NÄee

Ein Wort an gewisse europäische Zeitungen Von

Helmut KiiuckerwÄNll . Ltabslsiksr äss keicüspisssscLsks

Seit vielen Wochen sind nun schon die Brücken zwischen dem europäischen Kontinent und der englischen Insel ab­gebrochen. An allen Küsten, die einst die Pforten Groß­britanniens zu unserem Erdteil waren, stehen die deut­schen Soldaten, im Mittelmeer die italienische Wehr­macht. Gemeinsam halten sie die Piraten in Schach, die schon so viel Unglück über Europa gebracht haben. Ge­meinsam bereiten sie sich auf den Endkampf vor, für den die Kriegsverbrecher nun auch noch ihr eigenes Volk zu opfern bereit sind, nachdem sie vorher Millionenmassen anderer Nationen für sich kämpfen ließen.

Die Entwicklung der Kriegsereignisse, die völlige De- maskierung der Schamlosigkeit, mit der die englische Po­litik den europäischen Krieg vorbereitete, zum Ausbruch trieb und schließlich auf Kosten anderer bisher führte, hat aber nicht nur eine militärische und machtpolitische, son­dern auch eine bedeutsame geistige Folge in Europa mit sich gebracht. Es hat vielleicht noch nieüials eine so eindeutige gemeinsame Meinung aller europäischen Na­tionen gegeben, wie es heute in bezug auf die Beur­teilung der englischen Politik und auf die Notwendigkeit einer Beendigung des Londoner Völkerbetruges- der Fall ist.

Von der Straße von Gibraltar bis zum Schwarzen Meer gibt es heute wohl kein Volk mehr, das nicht sei es in schmerzlicher Weise durch eigene Erfahrungen, sei es glimpflicher durch die Lehre der Ereignisse davon überzeugt worden ist, daß die Politik der Downing Street für alle, die auf sie vertrauten, zur Enttäuschung führte, und daß alle Prophezeiungen, Versprechungen, alle Mitteilungen und Nachrichten,, die von London aus den europäischen Völkern zuteil wurden, sich als ge­meiner Schwindel und berechneter Be­trug enthüllten.

Nichts, aber auch gar nichts, was aus der Londoner Quelle den europäischen Völkern im Laufe des Krieges mitgeteilt wurde, hat sich als zutreffend herausgestellt/

Der englische General Füller hat einmal denKrieg des Wortes" als gleichbedeutend mit dem Krieg der Waffen bezeichnet. Die englischen Kriegsmacht haben diese These zu der ihrigen erhoben. Von den primitiven Flugblattaktionen während des Herbstes 1939 bis zum Einsatz von Millionensummen zur Aestechung europäischer Presseorgane und zur Vernebelung des ganzen Kontinents mitLügennachrichten aus ihren zahlreichen Londoner Giftküchen sind ihnen auch auf die­sem Gebiete der Kriegführung alle, ckkch die unsaubersten Mittel, recht gewesen. Ja, gerade die letzteren haben sie bevorzugt, weil ihre jüdischen Trabanten sich hierin als besonders versierte Fachleute erwiesen.

Der traurigen Feigheit ihrer Flucht aus all den Ländern, die sie zu schützen versprachen, steht würdig dieser Feldzug der Lüge zur Seite, mit'dem sie Europa und die Welt über Tatsachen hinwegzutäuschen ver- ' suchten, deren Sprache allerdings zu durchschlagend und in ihren Ergebnissen zu eindeutig wurde! Viele europäische Völker haben freilich diese von England organisierte Verblendung ebenso teuer bezahlt, ioie ihre von denBundesgenossen" verlassenen Armeen.

Die Ergebnisse der englischen Kriegsführung waren sowohl im Krieg der Waffen wie im Krieg der Worte die gleichen. Nicht dasselbe gilt aber von den Fol­gerungen, die daraus gezogen wurden. Es gibt heute zwar in ganz Europa nicht einen Soldaten mehr. der bereit und in der Lage wäre, zu Englands Gunsten eine Waffe zu erheben. Wohl aber und das muß jetzt einmal mit aller Deutlichkeit festgestellt' werden gibt es im europäischen Pressewesen immer noch Organe und Persönlichkeiten, die heute ndch die Stirne besitzen, wider besseres Wissen und Gewissen sich als Handlanger der englischen Wort-Kriegsführung zum offenen Betrug an ihren eigenen Völkern zu betätigen.

Das Studium der europäischen Presse gerade in diesen so entscheidungsvollen Wochen enthüllt ein viel­fach grauenvolles Bild von der volksfremden Abhängig­keit vieler ihrer Erzeugnisse, .die ohne jede Rücksicht auf die ihren Völkern durch die stärkere Stimme der Er- Hgnisse zuteil gewordene Aufklärung, immer noch mitten in EuropaNachrichten" von Herrn Churchills Gnaden ihren Völkern vorsetzen, als handle es sich um ernstzunehmende Mitteilungen! Es gibt Zeitungen, die es wagen, ihren freilich Betrug gewöhnten Lesern noch im Juli 1940 ganze Seiten voll vonMeldungen" mitzuteilen, die von Reuter stammen jenem engli­schen Lügenbüro, das den seltsamen Ruhm besitzt, seit Kriegsbeginn fast ausnahmslos Nachrichten verbreitet zu haben, die sich nachträglich (ja. manchmal schon

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Mit feigen Bombenangriffen aus nichtmilitärische Ziele deutscher Städte beantwortete Churchill den großzügigen Friedensappell des Führers.

Die englische Presse setzt ihre wüsten Ausfälle gegen Deutschland und den Führer fort.

Weitere Einzelheiten über Englands verbrecherische Kriegs- ausweitungspläne werden aus deutschen Dokumentenver- ösfentlichungen bekannt.

Die deutsche Luftwaffe richtete erneute erfolgreiche Angriffe aus England; 49 099 BRTl wurden aus einem Geleitzug versenkt.

Die italienischen Lustangrisfe auf Malta haben zu starken Zerstörungen geführt.

Ueber Wilhelmshaven und Emdcn wurden in der Nacht zum Sonntag sechs Britcnbomber durch Flak abgeschossen. Zwei der am 19. Juli aus der Strafanstalt Bremen» Lslebshausen ausgebrochcnen Zuchthäusler wurden wieder gefaßt.