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parteiamtliche Tageszeitung
Dvas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zielen Hansestadt Bremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblakk des Beichsstatlhalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 202 / g. Jahrgang
Dienstag, 25. Juli 19ZS
Einzelpreis 15 Nps.
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Berlin, 25. Juli
Unter Bezugnahme auf die täglichen Erörterungen des Danziger Problems in der internationalen Presse veröffentlicht Gauleiter Förster im „Völkischen Beobachter" einen Aufsatz, in welchem er sich vom grundsätzlichen Standpunkt aus mit den Ansichten des Auslandes auseinandersetzt und die Haltung Danzigs in der gegenwärtigen Situation eingehend erklärt. Man dürfte in dieser offiziellen Stellungnahme des Danziger Gauleiters, der als verantwortlicher Lenker der Danziger Politik in dauernder Fühlung mit den zuständigen Stellen des Reiches steht, eine endgültige und abschließende Erklärung zum gegenwärtigen Stande der internationalen Situation aus deutschem Munde erblicken. In dem Aufsatz von Gauleiter Förster heißt es:
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den letzten Wochen ist in der Auslandspreise über Danzig so viel geschrieben worden, daß «s sich als notwendig erweist, einmal grundsätzlich zu all dem Stellung zu nehmen. Es wurden Gerüchte unsinnigster Art in die Welt gesetzt mit der Absicht, die Lage in Danzig als unübersichtlich und unruhig hinzustellen. Selbstverständlich hat man nicht unterlassen, Darstellungen und Kombinationen solcher Art zu veröffentlichen, als ob an einem angeblich gefährlichen und unruhigen Zustand in Danzig das nationalsozialistische
Nichtangriffspakt mit kftland und Lettland in Kraft
Berlin, 25. Juli.
Im Auswärtigen Amt hat gestern der Austausch der Ratifikationsurkunden zu dem deutsch-estnischen und dem deutsch-lettischen Nichtangriffspakt, die vor kurzem unterzeichnet worden sind, stattgefunden. Die Verträge sind damit in Kraft getreten.
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Reich und die nationalsozialistische Führung Danzigs schuld seien. Zu diesen Täuschungsmanövern mit hetzerischer Tendenz der- Auslandes ist folgendes zu sagen:
1. Die Auslandspresse bedient sich in niederträchtiger Weife der Zwecklüge. Da anscheinend im Augenblick in der übrigen Welt kein Problem zu finden ist, das man verwenden könnte, um dem nationalsozialistischen Deutschland Schwierigkeiten zu machen, benutzt man die Danzigfrage, um die Welt gegen das Reich aufzuhetzen. Uns, die wir die Anstifter dieser Hetze kennen, regt das jüdische Getue in der Weltpresse nicht weiter auf.
2. Die Behauptung, in Danzig herrsche ein Durcheinander, ist in jeder Beziehung unwahr. Wer in diesen Wochen und Tagen in Danzig geweilt, hat die Feststellung gemacht, daß hier zwar der Wille zur Bereitschaft, aber sonst Ruhe und Ordnung herrschen, während im Nachbarland Polen eine unbegreifliche Kriegspsychose vorhanden ist. Die Bevölkerung Danzigs geht fleißig ihrer Arbeit nach und benutzt die warmen Sommeriage, um sich am Ostseeftrand zu erholen.
3. Wenn in und um Danzig wirklich Unruhe vorhanden sein sollte, so wäre es selbst dann eine Frechheit, einen solchen Zustand dem nationalsozialistischen Deutschland oder dem Verhalten der verantwortlichen Stellen in Danzig zuzuschreiben. Ist das Gedächtnis der Staatsmänner und Journalisten in den westlichen Demokratien und Polen zu schwach, daß sie vergessen haben sollten, wer diesen Freistaat gegründet hat? Bekanntlich haben nicht Deutschland oder die damals im deutschen Reichsverband gewesene Stadt Danzig den Wunsch gehabt, daß aus Danzig ein Freistaat wird, sondern die ^Friedensapostel" von Versailles haben dieses sinnlose Gebilde ins Leben gerufen.
Das Reich und die Danziger Bevölkerung haben sich mit den ihnen damals zur Verfügung stehenden, leider sehr schwachen Mitteln dagegen zu wehren versucht. Um der neu gegründeten Republik Polen gegen jedes poli
tische Recht Vorteile zu verschaffen, hat man außerhalb jeglicher Ueberlegung und Vernunft einen kleinen Teil aus dem deutsche» Volkskörper herausgerissen und zu einer „Selbständigkeit" verurteilt, die niemals eine war und ist. Hätte man sich im Jahre 1919 nicht durch polnische Drohungen irremachen lassen, hätte man die polnische Geschichtsfälschung hinsichtlich der Bevölkerungs- zusammensetzuug und der historischen Vergangenheit Danzigs als bewußte Fälschung der politischen Tatsachen erkennen wollen, hätte man das Selbstbestimmungsrecht der Völker auch auf die Danziger Bevölkerung angewendet, dann wäre nie ein sinnloser Freistaat entstanden, England und Frankreich hätten es nicht nötig, sich Sorgen um Danzig zu machen, und die Journalisten der Weltpresse könnten sich mit den wirklichen Weltproblemen statt mit der Danziger Frage beschäftigen.
Wir müssen uns überhaupt wundern, daß man plötzlich ein solches Interesse für Danzig aufbringt. Tut man das etwa aus Mitleid um das Schicksal der Danziger Bevölkerung? Denn als es Danzig wirtschaftlich schlecht ging, als es von Polen auf allen Gebieten fortlaufend diffamiert wurde, hat sich sonderbarerweise weder in England noch in Frankreich jemand mit der Danziger Frage befaßt. Der Wunsch der Danziger, zum Reich zurückzukommen, besteht nämlich nicht etwa erst seit zwei Monaten. Dieser Herzenswunsch ist genau so alt wie die Freie Stadt Danzig selbst. Im Laufe der letzten 26 Jahre ist diese Sehnsucht immer wieder zum Ausdruck gebracht worden. Nach der Heimkehr Oesterreichs, des Sudetenlandes und Memels ist begreiflicherweise die berechtigte Forderung der Danziger immer deutlicher geworden. Auf der ersten Seite des „Danziger Vorposten" stehen seit Erscheinen des Blattes, also seit neun Jahren, die Worte „Gegen vertragliche Willkür, zurück zum Reich!" Sicherlich würden auch die Engländer und Franzosen alles daransetzen, ein Gebiet, das von Angehörigen ihrer Nationalität bewohnt würde, zurückzuerhalten, und auch sie würden sich um die Einwände anderer Staatsmänner und Journalisten, nicht kümmern.
Wir Deutschen wären jedenfalls so gerecht, den Engländern zuzubilligen, daß eine Stadt, die aus nur englischer Bevölkerung besteht und widerrechtlich von England abgetrennt worden wäre, wieder zu England zurückkommt.
Es zeugt von einer Unverantwortlichkeit sondergleichen, wenn man, besonders von England aus, Polen aufzuhetzen versucht, in der Frage Danzig unter keinen Umständen nachzugeben. Man ist also in London eher bereit, Hunderttausende von Menschen auf das Schlachtfeld zu führen, als 400 000 Deutschen ihr selbstverständliches Recht zu geben. Dieses Gebaren zeigt am besten die Friedensliebe, die angeblich in den westlichen Staaten vorherrschen soll.
Daß die Polen mit der Rückgliederung Danzigs ins Reich nicht ganz einverstanden sein wollen, ist begreiflich. Sie haben immer gehofft, eines Tages in dieser schönen deutschen Stadt ihren Einzug halten zu können. Wenn sie wirtschaftliche Gründe für ihren Einspruch gegen eine Angliederung anbringen, so ist dem entgegenzuhalten, daß der Führer in seinem großzügigen Angebot an Polen vor einigen Monaten zugesagt hatte, den Polen auch in einem Danzig, das dem Reich gehört, alle wirtschaftlichen Rechte, die sie brauchen, von vornherein einzuräumen. Sie haben mit ihrer Ablehnung bewiesen, daß es ihnen nicht um Sicherung ihrer sogenannten Rechte geht, sondern daß sie ausschließlich darauf ausgehen, Danzig unter ihren vollständigen Einfluß zu bekommen, um es am Ende zu besitzen. Die Forderungen nach Ostpreußen, Schlesien, Pommern berechtigen zu der Frage, ob man den Herrfchaftsanspruch Polens als Dummheit oder Größenwahn auslegen soll.
So ist sür uns in Danzig zwangsläusig eine neue Lage entstanden. Als führende Männer würden wir verantwortungslos handeln, wenn wir angesichts dieser ständigen polnischen Drohungen gegenüber Danzig und den in Reden und in polnischen Zeitungen nahezu jeden Tag zum Ausdruck kommenden Forderungen, Danzig in den polnischen Staat einzuverleiben, nicht Maßnahmen zu unserem Schutz ergreifen würden. Wir wissen schließlich nicht, ob es nicht eines Tages irgend einem polnischen General'— ähnlich wie im Falle Wilna 1923 — einfällt, einen Uebersall aus Danzig zu unternehmen, um diese Stadt zu vernichten oder zu erobern. Was würde uns in so einem Falle eine Entschuldigung der polnischen Regierung nützen, daß ohne deren angebliches Wissen vielleicht so ein Uebersall geschehen ist? Was würde uns weiter das etwa in der Presse zum Ausdruck kommende Mitleid in England oder in Frankreich nützen? Da wir in so einem Falle die Leidtragenden wären — gar nichts! Wir können uns auch nicht daraus verlassen, daß uns in so einem Fall etwa die Genfer Liga, die als Schutzpatron über Danzig gesetzt ist, hilft.
(Fortsetzung aus Seite 2)
Das in diesen Tagen zwischen Deutschland und Rumänien unterzeichnete Abkommen, das Vereinbarungen auf dem Agrarsektor zum Gegenstand hat, liegt in der Linie der natürlichen Entwicklung des am 23. März V. I. abgeschlossenen deutsch-rumänischen Wirtschaftsvertrages. Nach den nunmehr zwischen beiden Staaten getroffenen Vereinbarungen, die durch in freundschaftlichem Geiste geführte Besprechungen zustande gekommen sind, wird sich die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien auf dem Gebiete der Landwirtschaft besonders eng gestalten. Hierbei hat der Gesichtspunkt im Vordergrund gestanden, daß Rumänien natürlich daran gelegen sein muß, die Landwirtschaft in den wichtigsten Zweigen stärker als bisher zu entwickeln. Mit deutscher Hilfe wird es in Zukunft möglich sein, das Tempo entsprechend zu forcieren. Die in der ganzen Welt anerkannten fachwissenschaftlichen Erfahrungen Deutschlands werden dabei Rumänien zugute kommen. Derartige Speziatvereinbarungen sind u. a. auf dem Gebiete des Oelsaatenanbaues, der Vieh-, die Milch- und der Weinbauwirtschaft sowie für Saatgut zustande gekommen. Was Oeliaaten anbelangt, so wird Deutschland Rumänien jährlich eine bestimmte Menge Oelsaat, vor allem Leinsaat und Sonnen- blumenkerne, abnehmen. Die Preisfrage ist gleichfalls zufriedenstellend geregelt, so daß der rumänische Bauer weiß, woran er ist. Was die Viehwirtschaft betrifft, so hat die deutsche Regierung dem Wunsche Rumäniens entsprochen, grundsätzlich mehr Schlachtvieh aus Rumänien aufzunehmen. Andererseits wird Rumänien laufend Zuchtvieh aus Deutschland beziehen. Auf dem Gebiete der Milchwirtschaft ist es von Bedeutung, daß Rumänien sein Molkereiwesen ausbauen wird. Deutschland wird Rumänien hierbei weitgehend unterstützen durch Lieferung von Molksreimaschinen und Bereitstellung von Fachkräften. Ferner wird Deutschland bestimmte Sorten und Mengen von Wein von Rumänien kaufen. Schließlich ist die bezüglich des Saatguts getroffene Regelung von Vorteil für beide Staaten. Die Vereinbarungen dürften sich sowohl für Deutschland als auch für Rumänien günstig auswirken, denn das Abkommen entspricht in allen maßgebenden Punkten der naturgegebenen wirtschaftlichen Struktur der Leiden sich ergänzenden Länder. Rumänien wird mit Hilfe Deutschlands in die Lage versetzt, seine landwirtschaftliche Erzeugung zu verbessern und vor allem zu seinem eigenen Vorteil zu verwerten, da Deutschland mn guter und stabiler Abnehmer ist. Andererseits muß sich Rumänien natürlich auf den deutschen Bedarf einstellen. Der Auftakt ist jedenfalls als erfreulich zu bezeichnen und wir geben dem Wunsche Ausdruck, daß die zwischen Deutschland und Rumänien getroffenen Abmachungen reibungslos zur Durchführung gelangen. Voraussetzung wird natürlich stets der gute Wille bleiben. an dem es. was Deutschland anbelangt, nicht fehlt Wir sind auch der Ansicht, daß von feiten Rumäniens nn eigenen Interesse alles getan wird, was nötig ist um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten nutzbringend zu gestalten.
„Plan S der irischen Nationalisten
Sensationelle knthittlungen Sir Samuel koares im Unterhaus
London, 28. Juli.
Der britische Innenminister Sir Samuel Haare brachte am Montag im Unterhaus die zweite Lesung des sogenannten „Gesetzes zur Verhütung von Gewalttätigkeiten" ein, das sich gegen die Aktivität der irischen Nationalisten richtet. Hoare machte hierbei aufsehenerregende Enthüllungen über einen „Plan 8", der nach den Angaben des britischen Ministers alle Einzelheiten über eine umfangreiche Sabotagckampagne gegen England enthalten soll.
Zum Beispiel heiße es in diesem Plan, daß England sich niemals in einer so kritischen Lage befunden habe,
„Lage in sientfin unverändert
lhamverlain behauptet: „keinerlei Wechsel in der britischen Politik thina gegenüber'
dii? >11^:
London, 25. Juli
Im englischen Unterhaus gab Chamberlain aus Anfrage des.Labour-Abgeordneten Aletchcr, wie erwartet, eine Erklärung über die Lage in Tieintsin und den Stand der Verhandlungen in Tokio ab.
Chamberlain erklärte, daß die allgemeine Lage in Tientsin unverändert sei. Zu Beginn der Verhandlungen habe die japanische Regierung die Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß, wenn man in der Behebung von Mißverständnissen unter Schaffung besserer Beziehungen Fortschritte machen wollte, es wesentlich sei, den Hintergrund zu erkennen, aus dem die Lage in Tientsin gesehen werden sollte.
Chamberlain erklärte, dies habe nichts mit der britischen Lhinapolitik zu tun, sondern sei eine Frage von Tatsachen. Feindseligkeiten würden in Thina in großem Umfange geführt. Die japanische Armee müsse für ihre eigene Sicherheit und für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den besetzten Gebieten sorgen. Sie sei daher verpflichtet, so zu handeln, daß diesem Ziel kein Schaden getan werde. Um den Weg für die Tientsin- Verhandlungen freizumachen, habe sich die britische Regierung mit der japanischen auf die bereits bekannte Formel geeinigt.
Der Labour-Abgeordnete Fletcher ersuchte hierauf den Premierminister, eine Versicherung anzugeben, daß in den kommenden Verhandlungen nichts angenommen werden sollte, was darauf gerichtet sein könnte, die chinesische Währung zu beeinträchtigen oder was die Rechte Englands beeinträchtigen könnte, China für irgendwelche Zwecke Kredite zu gewähren.
Chamberlain erwiderte, daß er diese Versicherung abgeben könne. Die Erörterungen hätten sich aus lokale Fragen in Tientsin beschränkt. Die Frage des Labour- Abgeordneten Henderson, ob diese Konzessionen nicht tatsächlich die De-facto-Anerkennung der japanischen Souveränität in den jetzt von der japanischen Armee kontrollierten chinesischen Gebieten bedeute, verneinte Chamberlain. Aus die Frage, ob die Erklärung Cham- berlains nicht bedeute, daß man definitiv sür Japan Partei ergriffen habe und ob in der britischen Politik gegenüber China irgendein Wechsel eingetreten sei, antwortete Chamberlain mit einem Nein. Die Erklärung bedeute „keinerlei Wechsel in der britischen Politik Tbina gegenüber."
Im Oberhaus gab Lord Halifax gestern nachmittag ebenfalls wie Chamberlain im Unterhaus die englisch-japanische Einigungsformel bekannt.
(Siehe auch Seite 2)
da es durch seine Position daran, gehindert werde, die einzig möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um seine Stärke sicherzustellen, nämlich totalitäre Methoden. Der Plan sehe verschiedene Sabotagemethoden für Flugzeug- fabriken und insbesondere für öffentliche Gebäude vor. Er enthalte Anweisungen für die Zerstörung von Wasserwerken und befasse sich ferner mit dem Kanalsystem. der Feuerwehr und der Stromversorgung.
Auf eine Anfrage teilte Hoare mit, daß das Dokument zu Beginn dieses Jahres beschlagnahmt worden sei. Seit Januar seien insgesamt nicht weniger als 127 Anschläge verübt worden, n»d zwar 57 in London und 70 in der Provinz. Dabei seien eine Person getötet und 55 mehr oder weniger schwer verletzt worden. 46 Personen seien terroristischer Betiitigung überführt worden. Insgesamt habe die Polizei u. a. 55 Packungen Sprengstosse, 1000 Zünder und 400 Zentner Alu- mininmpulver beschlagnahmt. Bisher hätten sich die Aktivisten offenbar auf die Beschädigung von Eigentum beschränkt. In den letzten Wochen seien der Regierung jedoch verschiedentlich Drohungen zur Kenntnis gekommen, daß die Kampagne in Zukunft richtig durchgeführt und daß auf Menschenleben keine Rücksicht mehr genommen werde.
Hoare erklärte dann, daß die Regierung auch sensationelle Informationen dafür besitze/ daß die Kampagne von ausländischen Organisationen auf das engste beobachtet und aktiv gefördert werde. Er bitte dirs Haus. nicht auf Einzelheiten zu drängen. Das Haus müsse leine Versicherung annehmen, daß man keinen auf Gerede beruhenden Verdacht hege. sondern daß man es mit ganz bestimmten Schlußfolgerungen zu tun habe. zu denen man auf Grund zuverlässiger Angaben gelangt sei. Man nehme einmal an. daß man im August oder September vor einem Kriege oder einem Notstand stehe (!j. würde die Gefahr ernster Sabotage durch diese terroristischen Konipirateure nicht maßlos gesteigert? Die irischen Aktivisten hätten um Haaresbreite die Themsebriicke in Hammcrgmith. die Kraftwerke in Southwark und eine Wasserleitung im Norden Londons in die Luft gesprengt. Sie hätten iorgfältige Erkundigungen über wichtige Brücken. Eisenbahnlinien. Muuitionsdepots. Rüstungsfabriken. Flugplätze usw. eingezogen und sich sogar mit einem Plans das Parlamentsgebäude. in die Luft zu sprengen, befaßt.
Hoare wies auf den Ernst der Lage hin. in die das Land geraten würde, wenn solche Ausschreitungen in
kritischen Tagen stattfinden und die Regierung ohne VerteldigungsmittÄ sein würde, weil sie nicht die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen hätte Er sei daher sicher daß das Land drastische Maßnahmen nicht nur gutheißen, sondern geradezu fordern werde Das Gesetz sehe die Anwendung der gesetzlichen Vollmalten zur Verhinderung der Zuwanderung von Fremden zur DeportierunH vr>n Fremden und die Rei^iminunqen über die Meldepflicht von Fremden auf die irischen Extremisten vor. Die Regierung hoffe, daß es sich um eine vorübergehende Maßnahme handele, weshalb der Eeietzesoorschlag auf zwei Jahre begrenzt worden sei.
Der Abgeordnete Ereenwood gab dann die Erklärung ab, daß die Labour-Opposition anerkenne' daß unter den gegenwärtigen Umständen größere Vollmachten notwendig seien und daß sie daher keine Opposition gegen das Gesetz treiben wolle, obaleich er es bedauere daß die Exekutive so große Vollmachten erhalte, daß sie Personen, gegen die keine bestimmte Anklage erhoben werde, auf ungewisse Zeit einsperren könne. '
Das Gesetz wurde schließlich in der zweiten Lesunq mit 218 Stimmen gegen 17 Stimmen angenommen.
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Unser TsWSssmeDGS
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In Tibet wurde der neue Dalai Lama ausgerufen. Gauleiter Förster nimmt ausführlich zur Auslands
neue
hetze in der Danzig-Frage Stellung.
Der antideutsche polnische Terror forderte Opfer.
Dr. Dorpmüllcr erhielt den Adlerschild des Deutschen Reiches.
Die deutsche U-Vootwaffe führte eindrucksvolle Uebungen in der Ostsee durch.
Der Sodenstich Sei Vorqseld in der Wllmme- nicderung wurde zum ersten Bremer Naturschutzgebiet erklärt. '
Die Nordmarkfahrt der 200 Nordscemädcl erreichte mit einer Erenzfeierstunde in Flensbnrg ihren Höhepunkt.
In Toledo wurde der bischöfliche Palast ein Raub der Flammen.