Ausgabe 
(14.9.1939) Nr. 253
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parteiamtliche Hageszeimng

Vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchaiters in Oldenburg und vremer

Nr. 25Z / S. Zakrgang

Nonnerstag, 14. September 1SZS

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Englische Mockade gegen Europa!

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Veutschland welsrt Piraterie ab

wie lange werden die neutralen Staaten tatenlos bleiben?

änb Berlin. 14. September

In Deutschland ist jetzt die von der britischen Regierung verkündete Liste der Güter bekannt geworden, die England als Konterbande behandeln will, d. h. also, die Liste der Gü­ter, die England sich anmaht, durch seine Kriegsschisse als Secbcutc überall ausbringen zu lassen. Jedes Schiss einer frem­den Nation, das solche Güter an Bord hat, wird in Zukunft von britischen Schissen versenkt oder geraubt werden. Die Auszählung der Güter selbst ist so umsassend, daß es sich hier um ein Dokument skrupelloser Rechtsverletzung und echt bri­tischen Zynismus handelt. Es stellt gleichzeitig einen Beweis rücksichtsloser Grausamkeit englischer Kriegsfiihrung dar. die sich den von zwei britischen Agenten des Teeret Serviee an­gestifteten teuflischen Mordtaten in Bromberg würdig an die Seite stellt.

Zur Erklärung der auf Seite 2 veröffentlichten Liste diene folgendes- Nach allgemein anerkannten Rechtsgrundsätzen göl­ten im Seekrieg als Konterbande nur Güter und Gegenstände, die unmittelbar der Rüstung der kriegführenden Streitkräfte dienen. Im übrigen fallen andere Waren hierunter, insoweit, als sie erwiesenermaßen für den Gebrauch der feindlichen Armee bestimmt sind.

Ein Blick in die englische Liste zeigt, daß sich England in seiner Seekriegsührung über alle diese völkerrechtlichen Schran­ken hinwegsetzt und nunmehr gewillt ist, zu den Methoden der reinen Seeräuberei zurückzukehren. Die Liste enthält eine große Anzahl von Gegenständen, die England zur Seebeut« machen will, die sür den Gebrauch der Zivilbevölkerung be­stimmt sind. So sollen z. V. alle Arten von Rahrungs- und Futtermitteln, alle Bckleidungsartikcl sowie alle zu ihrer Er­zeugung und Herstellung dienenden Gegenstände Konterbande sein. Bon irgendeiner Beschränkung ist in keiner Weis« die Rede. Das heißt also, England verkündet hiermit in aller Form die Hungerblockade gegen die Frauen und Kinder aller europäischen Länder.

Es maßt sich das Recht an, die Nahrungs- und Futtermittel, die Europa nicht genügend zum Unterhalt und zur Er­nährung seiner Gesamtbevölkeruüg und zur Fütterung feines Viehbestandes produzieren kann und bisher von Uebersee importieren mußte, zu kontrollieren und zu beschlagnahmen, d. h. also. England will in Zukunft Ländern wie Italien, Spanstn, Jugoslawien, Griechenland, Holland, den skandi­navischen Staaten, den baltischen Staaten usw. diktieren, was sie essen dürfen, und was nicht, welche Kleider sie tragen dürfen und welche nicht, welches Bieh sie sich halten dürfen usw.

Da aber von solchen Maßnahmen in erster Linie die Frauen, Mütter, Kinder und Greise betroffen werden, so bedeuten die angekündigten britischen Maßnahmen einen Kamps ohne Erbarmen sür die Unterernährung und das Ver­hungern der heranwachsenden europäischen Jugend, sowie für das baldige Absterben aller alten Leute.

Die englische Regierung, die in echt englischer Heuchelei sich sonst bei jeder Gelegenheit den Anschein gibt. als ob ihr an einer möglichst humanen Kriegsfiihrung gelegen sei, zeigt hier ihr wahres Gesicht, denn sie trifft mit diesem Entschluß nur die Schwachen.

Die Widerstandskraft des kämpfenden deutschen Volkes wird hierdurch in keiner Weise betroffen. Deutschlpnd, das im Weltkrieg 4»/> Jahre unter wesentlich ungünstigeren Um­ständen kämpfte und unter einer anderen Regierung trotzdem den Weltkrieg gewonnen hätte, geht heute mit ganz anderen Reserven und Möglichkeiten in diesen Krieg, als 1914. Es steht ihm vor allem nach der Niederschlagung PolenS der gesamte Osten nicht als Feind gegenüber, sondern als Freund und Lieferant zur Seite. Was die deutsche Widerstandskraft anbetrifft, so wird also die englische Maßnahme im wahrsten Sinne des Wortes ein Schlag ins Wasser sein.

Anders liegt es mit dem Handel der neutralen Länder. Dieser legale Handel wird durch das englische Vorgehen nun­mehr vernichtet. Wenn wir uns der Gewaltmethoden er­innern, deren sich England über den Wortlaut solcher Ver­ordnungen hinaus im Weltkriege bediente, so besteht hei uns kein Zweifel, daß das wirtschaftliche Lehen der Neutralen durch diese englischen Seeräubermethoden allmählich erdrosselt

werden wird. Es bleibt die Frage offen, ob die Großmächte und sonstigen neutralen Staaten sich diese britischen Unver­schämtheiten auf die Dauer gesellen lassen

Was Deutschland anbetrifft, so nimmt es den Kampf auf. Bisher hat die Reichsregierung durch ihre Priscnordnung sich in der Seekriegssührung streng an die geltenden Nechts- regeln gehalten. Dieser Zustand ist nun durch den englischen Vöikerrechtsbruch hinfällig. Die Reichsregierung ist gezwungen. Gleiches mit Gleichem zu vergelten, und hat daher ihre bis­herige Prisenordnung entsprechend geändert.

Die nun auch von diesen deutschen Gegenmaßnahmen betroffenen neutralen Länder aber wissen eindeutig, wer für diese von Deutschland nicht gewollt« Entwicklung die alleinige Verantwortung trägt: England.

Schluß mit -em van-enkrieg!

IM allen Mitteln werden die deutschen kuppen den sranktireur-Ierror brechen

Führerhauptquartier. 14. September

In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen > polnisch« Rcgierungs- und Armeestellen die Bevölkerung offener Städte ausfordern, eindringenden deutschen Truppen im Weichbild der Städte, Märkte und Dörfer Widerstand zu leisten. In Warschau wurde durch Flugblätter, durch den polnischen Rundfunk und durch sonstige Ausrufe die Bevölkerung cüis- gesordert, zum Franktireur-Krieg überzugehen. Die Stadt selbst wurde von polnischer Artillerie beschossen.

Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht gibt >dazu fol­gendes bekannt:

Die übergroße Rücksichtnahme der deutschen Artillerie und der deutschen Flieger aus offene Städte, Märkte oder Dörfer

warschauer bitten Veutsche um Schutz

Segen den lerror bewaffneter banden, den die polnische lelegrasenagentur unverfroren leugnet

a. Berlin, 14. September

DNB. berichtet: Vertreter der Bevölkerung von Warschau baten Dienstag um Befreiung voä dem in Warschau herrschen­den Terror bewaffneter Banden. Bei den die Stadt Warschau einschließenden deutschen Truppenteilen meldeten sich Dienstag nachmittag fünf Vertreter der Bevölkerung von Warschau, dar­unter zwei Frauen. Ihre Namen sind: Marjan Bialowski, Zygmunt Mosczzhnski, Mieczislaw Sucha, Wanda Wicrzbowka und Helena Wcngrowska. Sie meldeten sich bei einem deut­schen Bataillonskommandeur und baten darum, zu einem der nächsten Truppenkommandos geführt zu werden. Sie erklär-, tcn, im Namen von Zehntausendcn von Männern, Frauen und Kindern zu kommen, weil die Verhältnisse in War,'chau unerträglich geworden sind.

Die Polnische Telegrafenagentur gab an die holländische Presse in nicht mehr zu überbietender Scheinhxiligkeit eine Mitteilung, in der es heißt:Von einem Guerilla- oder Franktireurkrieg in Polen könne keine Rede sein, weil die ge­samte waffenfähige männliche Bevölkerung zu den Waffen ge­rufen und zwei Tage vor Ausbruch des.Konfliktes in den ver­schiedenen Heeresabtcilungen eingegliedert worden sei. Die im Rücken der deutschen Truppen befindlichen polnischen Truppenabteilungen kämpften jetzt in kleineren Formationen und in vorbildlicher Ordnung, um sich durch die.deutschen Ab­teilungen durchzuschlagen und sich dem polnischen Hauptheer anzuschließen. Es sei eine Erfindung der deutschen Propa­ganda, die polnische Bevölkerung als Franktireure hinzu­stellen."

Beschämender kann eine Liigenmeldung nicht sestgenagelt werden. Die eigene Bevölkerung erhebt ihre Stimme gegen die dreiste Falschstellung der polnischen Lügcnzenlrale, indem sie deutsche Soldaten zum Schutz gegen die Franktireure anruft. Sie wendet sich damit auch gegen die ständigen unverant­wortlichen Hetzausruse der polnischen militärischen Machthaber, die nicht nur Männer, sondern auch Frauen, Kinder und Greise zum hinterlistigen Heckenschützen krieg mit allen Mitteln anhalten.

Mit drei stör Stirn wird dem Ausland gegenüber der Terror bewaffneter Banden abgestritten; aber lauter tönt der Hilferuf von zehntausenden Männern, Frauen und Kindern aus War-- schau, denen das Terrorregiment der eigenen Landsleute unerträglich geworden ist. Wir wissen genauer als eS die Polnischen Lügensabriknnten wahrhaben möchten, wie es in der auf verlorenem Posten kämpfenden Metropole des einstigen Polenreiches aussieht Wir wissen, daß General Scuma die Tore des Warschauer Gefängnisses Mokotow vssnete und die Häftlinge auf die verängstigte Bevölkerung losließ Hollän­dische Pressevertreter meldeten zahlreiche Gewalttaten dieser Sträflinge gegen Frauen und Mädchen, die sich in die vor­dersten Barrikaden stellen und brennende Benzinflaschen nach den deutschen Panzerwagen werfen müssen! Strengste Strasen drohen den Warschauer Einwohnern, die die von deutschen Flugzeugen abgeworfenen Flugschriften aufheben. Es ist er­wiesen, daß in Warschau von den polnischen Bande» Dum­dum-Kugeln verwendet werden, die von den Arbeiter­bataillonen zurechtgemacht werden,

(Fortsetzung cn^s Seite 2t

Veretts Nawa Nuska und lomaszow erreicht

put der Straße Lemberg-Lublin / Modlin von deutschen kuppen eingeschlossen

Berlin, 14. September.

Schnelle Truppen haben die große Straße Lemberg- Lublin bei Rawa Ruska und Tomaszow erreicht.

Die an der Mündung des Rarew in die Weichsel nordwest­lich Warschau gelegene wichtige Festung Modlin ist von deutschen Truppen eingeschlossen.

Hinter der im Angriff aus Warschau vordringenden deut­schen Truppe liegen in dem bisher durchschritten«» Gebiet zahlloses polnisches Artilleriegerät sowie Waffen aller Art. Erhebliche wirtschaftliche Vorräte und große Mengen an Halbfertrgsabrikaten in Munitionsfabriken wurden erbeutet. In Radom wurden große Vorräte an Munition, Sanitäts­gerät, Spiritus, Tabak und Leder gesunden.

Trotz ungünstigen Wetters haben die an der Ostfront ein­gesetzten Verbände der deutschen Luftwaffe auch gestern tat-

eindeutige deutsche flntwort an kngtand

Seseff ;ur Änderung der Prisenordnung und vekanntnnntzung über bedingtes vanngut

Berlin, 14. September.

Die Reichsregierung hat in dem Bestreben, den friedlichen Seehunde!, soweit irgend angängig, zu schonen, in der Deut­schen Prisenordnung vom 28. August nur diejenigen sür das feindliche Gebiet oder für die feindliche Streitmacht bestimm­ten Gegenstände und Stosse zum unbedingten Banngut er­klärt, die unmittelbar der Land-, See- oder Luftriistung dienen. Nachdem die britische Regierung jedoch eine Liste des unbedingten Bannguts ausgestellt hat. die weit über diesen Rahmen hinausgeht, sieht sich die Reichsregierung gezwungen, den Kreis des unbedingten Bannguts ebenfalls zu erweitern.

Die Reichsregierung hat daher das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

Artikel 1

, Als Banngut (unbedingtes BanngutI werden folgende Gegenstände und Stosse angesehen wenn sie für das feind­liche Gebiet oder sür die seindliche Streitmacht bestimmt sind:

1. Massen jeder Art, ihre Bestandteile und ihr Zubehör.

2. Munition und Munitionsteile, Bomben, Torpedos, Mi­nen und andere Arten von Geschossen; die-für das Abschießen oder Abwerfen^ dieser Geschosse bestimmten Vorrichtungen; Pulver und Sprengstoffe einschließlich Sprengkapseln und Zündmittel.

3. .Kriegsschiffe aller Art, ihre Bestandteile und ihr Zu­behör,

4. Kriegstustfahrzeuge aller Art, ihre Bestandteile und ihr Zubehör: Flugzeugmotoren.

5. - Kampfwagen, Panzerkraftwagen und Panzerzüge, Pan­zerplatten jeder Art,

. 6. Chemische Kampfstoffe; die zu ihrem Abschießen oder

Abblasen bestimmten -Borrichtungen und Maschinen.

7. Militärische Kleidungs- And Ausrüstungsgegenstände,

8. Nachrichten-, Signal- und militärische Beleuchtungsmittel und ihre Bestandteile,

9. - Transport- und Verkehrsmittel und ihre Bestandteile; Zug- Last- und Reittiere.

10. Kraft- und Treibstoffe aller Art, Schmieröle.

11. Gold Silber, Zahlungsmittel, Schuldurkunden.

12. Geräte. Werkzeuge, Maschinen und Stoffe zur -Her­stellung oder zum Gebrauch der in den Ziffern l bis 11 genannten Gegenstände und Erumanisse.

Artikel 3.

Artikel 1 dieses Gesetzes wird Artikel W Absatz 1 der Prisenordnung.

Artikel 3.

Dieses Gesetz tritt mit seiner Devkündung in Kraft. Führerhauptquartier. .den 13. September 1S3S.

Der Führer und Reichskanzler gez. Adolf Hitler.

D«r Ehes des Oberkommandos der Wehrmacht

gez. Keitel.

Der Reichsminister des Auswärtigen gez. von Ribbentrop.

D«r Reichsminister d«r JustH gez. Dr. Gürtn er.

Berlin, 14. September

Nachdem die britisch« Regierung eine Liste bedingten Bann­gutes ausgestellt und in diese Lebensmittel und andere lebens­wichtige Güter ausgenommen hat, sieht sich die Reichsregierung gezwungen, nunmehr auch ihrerseits entsprechend zu vcrsahren.

Es wird daher solgendes bekanntgemacht: Als Banngut (be­dingtes Banngut) werden unter den Voraussetzungen des Ar­tikels 24 der Prisenordnung vom 28. August 1939 folgende Gegenstände und Stosse angesehen:

Nahrungsmittel, (einschließlich lebende Tiere). Genußmittel. Futtermittel und Kleidung; Gegenstände und Stoffe, die zu ihrer Herstellung gebraucht werden.

Diese Bekanntmachung tritt mit dem 14. September 1939 in Kraft.

Berlin, den 12. September 1939.

Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht gez, Keitel.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine gez. Raeder.

Der Neichsminister des Auswärtigen gez. von Ribbentrop.

Der Reichsminister der Justiz gez. Dr. Gürtner.

kräftig die Kampfhandlungen des Heeres unterstützt. Ferner wurden die Eisenbahnlinien BialhstokWalkowhsk, Slonim Baranovice, BialhstokBrest, BrestPinsk durch Bombenwiirie verschiedentlich unterbrochen. Auf den Bahnhöfen Oleszyce Horniec, Wlodawa wurden schwer« Treffer erzielt.

Bei Radymno nördlich Przemhsl wurden zwei weitere feindliche Kampsslugzeuge abgeschossen.

Wie aus Wilua berichtet wirb, ist in Biolhstok ein pol­nischer Munitionszug in bie Luft geflogen.

Ser sichrer in LoS;

Führerhauptquartier. 14. September.

Auf seiner gestrigen Frontsahrt traf der Führer um 15 Uhr in Lodz ein. Die Fahrt des Führers mitten durch die Stadt, die erst am Wochenende besetzt wurde, bildete für die deutschen Truppen und die Bevölkerung eine riesige Ueberraschung.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchilsch, begab sich am 12. September zum Stab des Generals der Artillerie von Reichen«» und von dort aus in die vordere Front zu Teilen der an der Schlacht bei Radom beteiligten Truppen. _

Strikte Neutralität Numäniens

Hosminister Cigurtu bei Göring

Berlin, 14. September.

Der rumänische Hofminister Cigurtu tqprde in Berlin von Generalfeldmarschall Göring empfangen, nm der Reichs­regierung folgende Neutralitätserklärung zu überreichen:

Seine Majestät der König Caröl von Rumänien hatte die Mitglieder des Königlichen Ratskollegiums für den 6. Sept., 16 Uhr, zu einer Sitzung zusammenberusen, welche im Königlichen Palais Cikoceni stattfand. Nach Abhvrung der Berichte des Ministerpräsidenten, welcher gleichzeitig Minister snr nationale Verteidigung ist, und des Außenministers über außenpolitische Haltung der rumänische» Regierung angesichts der gegenwärtigen internationalen Ereignisse, genehmigte der Rat einstimmig die bisher durchgeführte diplomatische Aktion, sowie die zur Verteidigung der Grenzen getroffenen militärischen Maßnahmen,

Der Rat hat einstimmig den Beschluß gefaßt, die Regeln der Neutralität strengstens zu beachten, welche durch die inter­nationalen Abkommen gegenüber den im gegenwärtigen Konflikt krieakiihrenden Staaten festgelegt sind.

DvL aus Polen nach Rumänien geflüchtet« Neuter-Korre- spondent berichtet von ber rumänisch-polnifchest Grenze über bie erfolgreiche Tätigkeit der deutschen Bomöonflieger zur Zerstörung der Verbindungen von Polen nach Rumänien.

Me kinberusungen m der Sowjetunion

Feldmarschmäßig zur Westgrenze

Moskau, 14. September

Die Einberufung von Reservisten zur Roten Armee geht immer noch werter obschon nicht mehr :n gleichem Umfange wie an, letzten Sonnabend und Sonntag. In dch, Straßen und an den Bahnhöfen Moskaus sieht man nach wie vor feld­marschmäßig ausgerüstete Truppen, die mit Waffen und Ge­päck nach der Äestgrenze der Sowjetunion abtransportiert werden Vor den Kasernen sind viele Frauen zu beobachte» die von ibreu Männern Ab'öned nehmen.

ist an eine Voraussetzung gekhiipjt, daß diese vom Gegner selbst nicht zum Kampfgebiet erklärt und gemacht werden. Da der Pole ohne Rücksicht aus seine eigene Bevölkerung diesen Grundsatz ablehnt, wird die deutsche Wehrmacht von jetzt ab mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den Wider­stand in solchen Orten brechen.

Die deutsche Lustwasse wird im Verein mit schwerer Ar­tillerie jene militärischen Maßnahmen durchführen, die ge­eignet sind, in kürzester Zeit solchen Orten die Zwecklosigkeit ihres Widerstandes klarzumachen. Die Folgen, die daraus der schwergeprüften Bevölkerung entstehen, fallen ausschließlich zur Verantwortung der polnischen Regierung und ihrer ebenso unfähigen wie gewissenlosen Heerführer.

Aus Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres begeben sich in dieser Woche die in Berlin beglaubigten Militär­attaches der neutralen Staaten in zwei Führungsgruppen sür je drei Tage in das Operationsgebiet in Polen.

Den Militärattaches wird Gelegenheit geboten,. zunächst den Schauplatz der Kämpfe um Mlawa zu besichtigen sowie bei einem Besuch verschiedener Kommandobehörden und Front­truppenteile Eindrücke für die Berichterstattung an ihre Generalstäbe über den Gang der Operationen sowie den Geist und die Stimmung der Truppe zu sammeln.

öi-itircks j.ügsnpropciganc!o Irot alles vergessen

R. Llü. Bremen, 14. September.

Alles schon einmal dagewesen, Herr Chamberlain! Ssuch Ihre kindische Flugblatt-,,Propaganda" ist nicht neu!Deutschland ist heute ein ungeheures Gefängnis voll von hungernden Sklaven, welche keine Hand aus­strecken dürfckn." Das klingt genau so britisch als hätte es die Gift- und Lügenküche Ihrer Schergen gerade jetzt, im September 1839, erzeugt. Doch das Flugblatt, auf dem wir diese Zeilen lesen ein Freund derBremer Zeitung" legte es uns dieser Tage auf den Tisch ist schon recht vergilbt und trägt das Datum des 18. Juni 1918 (!). L;: LnIIon durch Luftballon von Ihren Landsleuten, Herr Chamberlain, bei Moyenville an der damaligen deutschen Westfront abgeworfen! Also schon vor 20 Jahren erfanden britische Lügenstrategen die schaurige Mär von dem angeblich durch seine eigene Regierung geknechteten und versklavten deutschen Volk. Heute spricht man mit Vorliebe vom unfreien Volk, ob­schon Deutschland nie so frei zur heroischen Tat der Selbsthilfe war wie unter der genialen Führung Adolf Hitlers.

Auch die übrigen Stilprobest, die jenes Flugblatt enthält, sind aufschlußreiche Bekenntnisse plutokratischer Seelen, die dem dummdreistenpropagandistischen" Geschreibsel Ihrer Mordgesellen, Herr Chamberlain, geradezu als Vorbild gedient haben dürften. Das von Ihnen in allen Farben geschilderte PHunschbild eines (gar zu schlecht) konstruierten Gegensatzes zwischen dem deutschen Volk und seiner nationalsozialistischen Führung entpuppt sich jedenfalls von der Zwecklosigkeit der krampfhaften Bemühungen Jhöer geistesgestörten Presse- gistfabrikanten ganz abgesehen als ein Plagiat. Aber wir wollen Ihrem altersschwachen Gedächtnis noch einige andere Stützen geben. Erinnern Sie sich vor allem des folgenden interessanten Flugblattsatzes eng­lischen Ursprungs, gleichfalls 8z: Lnlloon aus dem Jahre 1918 (!):Die Zerstörung und Zergliederung

Deutschlands ist niemals unser 'Kriegsziel gewesen." Auch diese Lüge spricht noch heute schwarz auf weiß: sie liegt gedruckt vor uns. Wie Vörsailles das Deutsche Reich neben anderen Methoden des Wahnsinns durch die Schaffung des unhaltbaren Korridors im wahrsten Sinne des Wortes zergliederte und das ganze deutsche Volk durch brutale Entziehung seiner Lebensgrundlagen zu zerstören versuchte, das haben wir am eigenen Leibe mit demonstrativem Nachdruck zu spüren bekommen. Nie und nimmermehr werden wir diese mit der britischen Krämerseele gemachten Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen! Verlassen Sie sich darauf, Herr Chamber­lain! In einem anderen, vor Abschluß des Weltkrieges in Croix Maröchal abgeworfenen englischen Flugblatt

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Unser Issessvissel

(Dis bsutigs Ausgabe nwlakt soosis 8sitsn)

Im französischen Volk wächst die Erkenntnis des perfiden britischen Spiels

Der Proklamiern»« der britischen Hungerblockade gegen die Frauen und Kinder setzt Deutschland entsprechende Maßnahmen entgegen

Die deutschen Truppen drangen gestern bis Lemberg vor In Radom wurde eine polnische Heeresgruppe vollständig vernichtet

Bei Bialystock wurde ein polnischer Munitionszug in die Lust gesprengt

Stillgelegte ostoberschlesische Gruben össneten ihre Betriebe Die deutsche Heercssiihrung kündigte schärfste militärische Maßnahmen gegen den polnischen Franktireurkrieg an Die deutschen Truppen umjubclten den Führer in Lodz Generalseldmarschall Göring unternahm einen Flug über das polnische Kampsgebiet

Die deutsche Luftwaffe zerstörte in Polen.wiederum zahl­reiche Bahnanlagen

Die ersten Eisernen, Kreuze wurden an die Lustwasse und das Heer verteilt

Staatssekretär Reinhardt stellte die Stärke nationalsozia­listischer Finanzkrast heraus

Der Reichssiihrer st faßte in sieben Geboten die Richt­linien sür den Straßenverkehr bei Verdunkelung zu­sammen

Die Bremer Straßenbahn r-"-' -