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Meiner Zeitung
parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchaiters in Oldenburg und vremen
Nr. SS / S. Jahrgang
Mittwoch, 6. slpril 1SZS
kinzelpreis 15 Npf.
keittger Ireufchwur -er Iiroler
MUZMW
Ver fülirer in Innsbruck
Iriumpstfastrt durch unübersehbare Menschenspattere / rrachlen- gruppen neben khrenstürmen / Sewaltige Kundgebung in der flusstellungshalle / Zehntausende dankten dem Netter der Sstmark
(vrsktbeiiokt unseres an äer veutsedlanckkalut des Küdrsrs tsilnvluuvllden L.-V.-8ondsrberivk1er8tatters)
Innsbruck. 6. April.
Dienstag nachmittag um 18 Uhr traf der Führer, der mit seiner Begleitung im Sonderzug aus Klagenfurt kam, in Innsbruck ein. «schon aus dem Bahnhofsplatz bereitete ihm die Bevölkerung der Stadt einen jubelnden Empfang. Adolf Hitler schritt unter den Klängen des Prä- sentiermarsches und dem Sturme der Begeisterung der Tausende die Fronten der Ehrenkompanie und der Trachtenzüge ab und begab sich dann zu Fug in den unmittelbar am Bahnhof gelegenen „Tiroler Hof". Während seines Aufenthaltes im Hotel brach die auf dem Platz und in den umliegenden Straßen wartende Menge immer wieder in stürmische Ovationen aus, die sich noch steigerten, wenn sich Adols Hitler aus dem Balkon zeigte. Der Führer fuhr anschließend durch die dichten Menschenspaliere, die die Straßen säumten und die dem Führer zujubelten, in das Landhaus, wo ihn die Spitzen von Partei, Behörden und Wehrmacht erwarteten. Um 2Y Uhr sprach der Führer, der aus dem Landhaus nach der feierlichen Begrüßung durch die Stadt und das Land wieder für kurze Zeit in das Hotel zurückkehrte, in der großen Ausstellungshalle von Innsbruck vor den Zehntausenden, die den Raum füllten und weiteren Zehntausenden, die sich in den Straßen der Stadt um die Lautsprecher versammelt hatten.
Die Fahrt mit dem Führer von Klagenfurt nach Innsbruck war ein unvergeßliches, erhabenes Erlebnis: Es war die Fahrt durch einen herrlichen Teil unseres größeren Vaterlandes, eine Fahrt, auf der dem Führer der Jubel, die Begeisterung, Verehrung, Liebe und Dankbarkeit seiner — unserer Heimat entgegenklingt. In Städtchen und Dörfern, Flecken und Höfen, auf der ganzen Strecke grüßt das befreite Volk der deutschen Ostmark den Führer.
Das Land Tirol feierte gestern seinen Freudentag: Jedes Haus, jeder Ort ist über und über mit Blumen und Fahnen geschmückt. Auf den Bahnsteigen der Ge- birgsorte, durch die der Sonderzug fährt, sind die Bergbauern und Almhirten in ihren malerischen Trachten versammelt, um dem Führer den Gruß ihrer Berge zu überbringen. Das Volk von Tirol grüßt seinen Befreier Adolf Hitler! Die Männer sind kernig und hart, trutzig und stark wie ihre Berge, und vor allem treu, treu wie ihr größter Sohn Andreas Hofer. Diese Treue haben sie in den Jahren des Terrors und der Unterdrückung dem Führer und seiner Idee gehalten, und heute, da der Führer mitten unter ihnen weilt, werden sie herrlich dafür belohnt.
So war auch diese fast siebenstündige Fahrt mit dem Führer durch die deutschen Alpen ein Erlebnis gewaltiger Größe! Ganz Oesterreich bereitet so seinem Führer eine einzige Huldigung, dankt ihm, daß er die Sehnsucht vieler Generationen bester Deutscher erfüllte und den Traum von Jahrtausenden verwirklichte: Eroßdeutschland.
Innsbruck empsiingl den sührer
Die Gipfel der schneebedeckten Berge Tirols leuchteten in der Abendsonne auf die Hauptstadt des Landes herab, als Punkt 18 Uhr der «sonderzug des Führers im Lnnsbrucker Hauptbahnhof eintraf.
Auf dem festlich geschmückten Bahnsteig hatten sich zur Begrüßung der Landeshauptmann und Gauwahlleiter von Tirol Christoph, der Landeshauptmann von Doralberg P l a n k e n st e i n e r, der Gauleiterstellvertreter und Bürgermeister der Stadt Innsbruck Dr. Denz und Landesstatthalter Dr. Knöpfler eingesunken. Die Wehrmacht war durch Generalleutnant DöhIa für die in Tirol liegenden Regimenter "aus dem alten Reichsgebiet und durch General Feuerstein für die österreichischen Truppen der Wehrmacht vertreten.
Als der Führer nach der Begrüßung durch den Landeshauptmann mit seiner Begleitung die Ehrenhalle betritt, bereiteten ihm Innsbrucks Jugend, Jungvolk und Jung- mädel, einen jubelnden Empfang. Jungen und Mädel in hübschen Tiroler Trachten überreichen dem Führer Blumensträuße. Unter den Kleinen befinden sich auch zwei vierjährige Knirpse, die aus einem einsam gelege
nen Bergbauernhof im hintersten Paznaun-Tal gekommen sind, um den geliebten Führer zu sehen. Im Namen der Jüngstest Tirols sprach das Töchterchen des Jnnsbrucher Bürgermeisters Begrüßungsworte.
Inzwischen ist die freudige Erwartung der Massen, die den Bahnhofsvorplatz und die anliegenden Straßen Kopf an Kopf füllen, auf den Höhepunkt gestiegen. Jedes nur verfügbare Plätzchen ist von freudig erregten Menschen überfüllt. Fenster und Balköne sind dicht bei dicht besetzt. Und als nun der Führer den Bahnhofsvorplatz betritt, da bricht
ein waiirer lubelorkan
los. Unter nicht endenwollenden Heilrufen schreitet, der Führer die Front der auf dem Südtiroler Platz aufgestellten Ehrenkompanien der Wehrmacht sowie der Ehrenformationen der Lerbstandarte, der ss, der Tiroler SA., des NSKK. und des NSFK. ab. Dann begrüßt er die in ihren alten malerischen Trachten erschienenen Tiroler Schlltzenkompanien aus Patsch, Rinn und Mils. Die Augen dieser Schützen, die alle Bergbauern sind und auf ihren Höfen ein karges Dasein fristen, leuchten vor Freude und Begeisterung dem Führer entgegen. Wissen doch diese Männer, daß Adolf Hitler auch sie in eine bessere Zukunft führen wird.
Auf dem ganzen Wege zum Hotel begleiten den Führer die brausenden Heilrufe der glücklichen Tiroler. Die stürmischen Froudenkundgebungen nehmen auch kein Ende, als Adolf Hitler das Hotel „Tyrol" betreten hat. Immer wieder verlangen die Tausende ihren Führer zu sehen und ein wahrer Jubelsturm bricht los, als der Führer auf den Balkon hinaustritt, um die begeisterten Massen erneut zu grüßen.
fldolt Hitler im vroler Landhaus
Gegen 19 Uhr tritt der Führer die Fahrt zum Tiroler Landhaus, dem Sitz der Landesregierung in der Maria- Theresien-Str. an. Brausender Jubel steigt erneut auf zu den Bergen, diesen gewaltigen Zeugen der tausendjährigen heldenhaften Geschichte des Landes. Helle Fanfarenklänge empfangen den Führer bei seinem Eintreffen vor dem Landhaus. Im wundervollen Barock- Festsaal des Landhauses mit den Fresko-Gemälden aus der Meisterhand Knollers grüßen den Führer die ältesten Fahnen der Tiroler Freiheitskämpfer, darunter die in vielen Schlachten blutgetränkte Spingeser Fahne und die Fahne, die Pater Haspinger in den Kämpfen am Berg Jsel im Jahre 1809 getragen hat. Hier, wo die führenden Männer der Bewegung, die Spitzen der Wehrmacht und der Behörden Aufstellung genommen haben, nimmt Landeshauptmann Christoph das Wort zur Begrüßungsansprache.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Vakllag ein lag der sreude
Aufruf des Neichsorganilaiionsleirers Vr. tev ;um -lag des Srohdeutsktien Kelches"
Berlin, K. April
Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Leg, erläßt zum Tag des Großdeutschen Reiches" folgenden Aufruf:
„Schassend« Menschen in Stadt und Land!
Am 19. April werden unser Glaube und unser freudiges Bekenntnis zu Adolf Hitler vor aller Welt triumphieren! Das große deutsche Wunder von der Wiedergeburt unseres Volkes erfüllt sich von Tag zu Tag. Die Heimkehr unserer Bruder aus der ruhmreichen deutschen Ostmark kennzeichnet sich als ein Markstein aus dem einzigartigen Weg der nationalsozialistischen Revolution. So ist der Wahltag ein Tag der Freude, an dem das gesamte deutsche Volk seinen neu erwachten Lebenswillen der ganzen Welt entgegenruft.
So will es der Führer! Deshalb hat der Führer den 9. April zum Festtag des ganzen Deutschen Reiches bestimmt. Von 11.55 Uhr bis 12.95 Uhr ist Reichsbetriebsappell, um eine feierliche Proklamation entgegenzunehmen. Am Sonnabendnachmittag des 9. April ruht in allen deutschen Betrieben die Arbeit, um sich in freudiger Hingabe und herzlicher Gemeinschaft aus die Wahl vorzubereiten.
Ich mache es allen Betriebssührern, BetriebsobMännern, Werkscharmännern und den Amtswaltern der Deutschen Arbeitsfront zur Pflicht, sich voll und ganz einzusetzen, damit der Festtag des Groß- deutschen Reiches einzigartig in der großen Geschichte unseres Volkes dasteht! Wir sind durch den unbändigen Willen und Glauben des Führers endl ich ein Volk geworden.
Alle Grenzen der Stämme, Konfessionen und Stände sind beseitigt. Ueber all dem steht heute das Bekenntnis zur deutschen Volksgemeinschaft. Am 9. April bekennen wir uns zu dieser deutschen Volksgemeinschaft unter dem Führer Adolf Hitler durch unsereFreude.am 19. April durch unser Ja!"
Ver 1/übrer wird beim Verlassen des katliansss von KlaKcnkurt von «ter »radrwaelio in lilstoriselivr llvilor» und einer jubelnden Uenselienmoaxo dexriiüt. > (Lrosss-Uolkwavn)
tarl Növer: Unsere Antwort — Ja!
Unser vauletter über die gewaltige flutwiirisentwitklung im kaum Weser-kms
seit der Machtübernahme
Oldenburg, 6. April.
Ueber die gewaltige wirtschaftliche, kulturelle und weltanschauliche Entwicklung des Gaues Weser-Ems befragt, stellte Gauleiter Carl Röver dem NS.-Gaudienst Weser-Ems nachstehenden Artikel zur Verfügung:
„Voraussetzung jeder Aufwärtsentwicklung ist die weltanschauliche Ausrichtung des gesamten Führerkorps der Bewegung, des Staates, der Wirtschaft und des kulturellen Lebens. Drei Stätten zeigen im Gau Weser- Ems den Weg dieser Zielsetzung:
1. Die niederdeutsche Gedenkstätte Stedingsehre- Vookholzberg, als ewiges Mahnmal eines Heldenkampfes unserer Altvorderen, ? jener Stedinger Bauern, die sich das Losungswort gaben: „Dot, awer nich in de Knee!"
2. Die Gauschulungsburg Pewsum bislang, und nunmehr die Gauschulungsburg Bookholzberg als Stätte der Auslese des Führernachwuchses, in der diesem Nachwuchs eine unumstößliche weltanschauliche Formung und Festigung gegeben wird.
3. Das Gaukameradschastsheim „Blockhaus Ahl- horn" — erbaut von den Kreisleitern, Gauamtsleitern, Männern der SA. und des Reichsarbeitsdienstes als Stätte der Gemeinschaft, einer gemeinsamen Haltung und eines gemeinsamen Glaubens.
Nur, eine derartige innere Wandlung des Menschen vermag das Leben eines Volkes zu mobilisieren und neu zu formen.
beginn des wirtschaftlichen flulstiegs
Der wirtschaftliche Aufstieg im Weser-Ems nahm seinen Anfang im Kernlmnd des Gaues, in Oldenburg. Nachdem die oldenburzische Landtagswwhl am 29. Mai 1932 eine absolute nationalsozialistische Mehrheit ergeben hatte, beauftragte mich der Führer mit der Bildung der erstem nationalsozialistischen Länderregierumg des Reiches. Bei der Uebernahme der Regierungsgeschäfte fanden wir eine vollständige Krise vor, in die das Land Oldenburg durch die Systemregierumgen him- eingewirtschaftet war. Die oldenburgischen Gemeinden hatten ungedeckte Defizits von 7,5 Millionen Mark, rückständige Zahlungsverpflichtungen im Höhe von mehreren Millionen, darunter allein eine halbe Million am Lehrergehältern. Eine grundlegende Verwaltungsreform schufhier Wandel.
Durch die Zusammenlegung von kleineren, leistungsschwachen zu größeren leistungsstarken Gemeinden, durch die ausschließliche Besetzung der Vürgermeisterstellen mit erfahrenen und erprobten Nationalsozialisten konnte bereits im Jahre 1933 als Ersolg die Tatsache gebucht werden, daß sämtliche Gemeinden ausgeglichene Etats auswiesen. Das Land Oldenburg kannte keine Gemeinden mehr mit Kassenkrediten.
StromoerbiMgung jährlich eine Million
Eine Reform auf dem Gebiete der Elektrizitätswirt- schaxt ermöglichte allein für den Landesteil Oldenburg eine Stromverbilligung von jährlich einer Million Reichsmark. Der Landeselek- trizitätsverbamd, der die damals zersplitterte Elektrizi- tätswirtschaft zusammenfaßt, ist bereits heute über dem Charakter eines reim oldenburgischen Verbandes hinausgewachsen und wird in immer stärkerem Maße ein Landeselektrizitätsverband Weser-Ems.
Vie ftrbeitslosigkei« wurde beseitigt
Der Kampf gegep die Arbeitslosigkeit begann in Oldenburg bereits im Jahre 1932. Alle erforderlichen Vorarbeiten für die Inangriffnahme der vielseitigen Arbeitsbeschafsungsmaßnahmen waren schon im Winter
1932/33 abgeschlossen und konnten nach der Machtübernahme im Reich in demselben Maße für die übrige» Gebiete des Gaues, Vremen und die Regierungsbezirke Aurich und Osnabrück, beschleunigt zur Durchführung gebracht werden.
Während der Gau im Jahre 1933 125 500 Er- werbslose verzeichnete, verringerte sich diese Zahl bis zum Herbst 1936 bereits aus 7309. Heute, im Jahre 1938, gibt es im Gau Weser-Ems praktisch überhaupt keine Arbeitslosen mehr.
Handel und Industrie erhielten neue» Leben
Städte, die in der Systemzeit infolge der Arbeitslosigkeit, und des Stillstandes von Handel und Industrie darniederlagen, erhielten neues Leben. Wilhelmshaven wurde wieder zum stolzen Reichskriegshafen, Bremen zum wirtschaftlichen Schwerpunkt unserer Nordwestecke, Em-den entwickelte sich zum größten deutschen Erzumschlagshafen. Die Fertigstellung des 70 Kilometer langen Küstenkanals brachte die seit Jahrzehnten erstrebte Verbindung zwischen Unterweise! und dem Rhein-Ruhr-Gebiet. In Ostfriesland entstand das größte Schöpfwerk Deutschlands, Oldersum, das der Entwässerung von 47 000 Hektar Land dient. Wiesmoor entwickelte sich zur bedeutendsten industriellen Treibhaus- gärtnerei des Reiches.
zoooso Hektar Land werden melioriert
Die Hauptarbeit aber wurde geleistet auf dem Gebiete der Oedlandkultivierung und Bodenverbesserung. 199 999 Hektar Moore und Oedland sollen zu Kulturboden umgewandelt, 399 999 Hektar Land durch Meliorationen, Dränagen und Veschlickung im Ertrag gesteigert werden.
Drei Gaue des Reichsarbeitsdienstes sowie die Männer der SA.-Wachmannschaften des nördlichen Ems- landes haben in Weser-Ems die Arbeit aufgenommen.
Nach der Einnahme Leridas ergibt sich eine erschreckende Blutbilanz des Bolschewismus.
Zum Tag des Großdeutschen Reiches erläßt Reichsleiter Dr. Ley einen Ausruf.
Tirol schwur dem Führer ewige Treue.
Bei einer Hilfeleistung im Hochwassergebiet fanden vier SA.-Männer den Tod.
Die Fliegende Redaktion berichtet über das gesicherte Bauerntum des Siedlerlandes Oldenburg. Unser Gauleiter berichtet über den gewaltigen Aufstieg in Weser-Ems.
Eine herzliche Freundschaft ist das Ergebnis des Besuches 11 englischer Studentinnen bei dem Bremer VDM.
Heute führt MS „Leipzig" des NDL. seine Probefahrt durch.
Am Dümmer wurde eine jungsteinzeitliche Siedlung' festgestellt.
Der Reichssportsllhrer wendet sich in einem Aufruf an die Sportkameraden Deutschösterreichs.
Eine furchtbare Staubexplosion ereignete sich in einem Getreidespeicher von New Orleans.
Bei einem Zugunglück in Siidrhodesien kamen 23 Menschen ums Leben.