das
m?.
e»
wir
eder
rein-
rben
An
!stab
wir
chen
>llen
bitt-
iden
ken-
önis
nal-
S
n,
>as,
irn.
-ton
rise
rnd
fts-
die
ja
hrt.
,er
lt-
hier
wie 2 . len. als- des ehr, als llan can. nge lge- Der und
rren
und
«übt
und
den,
urst.
aus
scheu
cht.
823
em der ist an zu- rgen dar- die chen che che
,.cht bru- gs- enk-
um
das
inen
ats-
iem-
M0N
Ück- chre
r- bis iten igen die- die ing. fden on- ier- nde
und zem iem Er- rt- enn dick- ziel
«ich-
uns
Mit
ihr.
its-
icht
iiur
^nt
um
em
parteiamtliche Lageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtsblatt des Senats der Lreien kjansestadt vremen
Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: NM. 2,3g einschl. Zustellgebühr: durch die Post RM. 2,3V einschl. 52,84 Ps.UberweisungSgebühr,ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnsprnch aufErstattung oder Ersatz. NS.-Gauvcrlag Wcser-EmS G. m. b. H., Bremen, Geercn S/8 / Fernsprecher: 54121 und 51115.
Das amtliche VerkimÄungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzcigen-Grundpreise: Die 2-2-mm-Aeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-min-Zeils irn Textteil. 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise lfür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstasfel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristlcitung Dienstag und Freitag 12^-13X Uhr.
Nr. 57 / 7. Jahrgang
Sonntag, 7. febeuar 1S57
kinzelpreis 15 Npf.
Kreuzer „Bmiral Kipper" vom Stapel gelaufen
laufrede des Oberbefehlskabecs See Kriegsmarine / „für das deutsche Volk und seinen sichrer sidolf Kitler"
sesttag in kamburg
tz.amburg, K. Februar Der neueste Bau der jungen Kriegsmarine des Dritten Reiches lief Sonnabend mittag in Hamburg auf der Werft von Vlohm L Bog glücklich vom Stapel. Die Tausrede für den neuen Kreuzer, der den Namen „Admiral Kipper" trägt, hielt der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder.
Schon lange vor Beginn der Stapellauffeier bewegte sich ein ununterbrochener Zug von Hafendampfern und Barkassen über den Elbstrom, um viele Tausende von Zuschauern zu dem festlich geschmückten Gelände der Vauwerft zu- bringen.
!!!!
Unser lagesspiegel
Die GPU, hat den General der Roten Armee in Taschkent als „Trotzkist" oerhastet.
Die Truppen Francos haben einen konzentrischen Angriff auf Malaga unternommen. In Hamburg lief das Führerschiff der deutschen Kreuzer, Admiral Hipper", vom Stapel. Der Führer empfing den Reschsbankpräsiden- ten Dr. Schacht.
2m Beisein des Führers errangen Deutschlands Reiter auf dem Berliner Reitturnier einen beispiellosen Triumph.
Dem ersten Tag der 5. Reichsstratzensamm- lung war in Bremen ein überragender Erfolg beschieden.
In Bremen begann die 3. Gauarbeitstagung der Reichsarbeitsgemeinschast „Schadenverhütung".
Auswärtige Seehafenspediteure besuchten Vremen und Bremens Hasen.
Die Erstaufführung von Manfred Hausmanns „Lilofee" in Bremen wurde ein großer Erfolg. Ein Boxkampf zwischen Braddock und Louis für den 15. Juni steht vor dem Abschlug.
Mit klingendem Spiel zog kurz vor Mittag eine Ehrenkompanie der Kriegsmarine, gestellt von der 4. Marineartillerieabteilung, vor der Tauskanzel auf.
Vom Bug des« mächtigen stahlgrauen Schifss- rumpfes leuchtet die Flagge dos neuen Reiches. Abordnungen sämtlicher Gliederungen der Bewegung, vor allem auch der Marine-SA. und der Marine-HJ. sowie des NS.-Deutschen Marine- bundes haben zu Leiden Seiten des neuen deutschen-Kriegsschiffes Aufstellung genommen. Auch die Werkschar und die Arbeiterschaft der Bauwerft ist zahlreich vertreten.
Die Arbeit ruht, als Generaladmiral Raeder mit seiner Begleitung auf dem Werstgelände eintrifft. Unter den Ehrengästen bemerkt man u. a. den Kommandierenden Admiral der Flottenstation der Nordsee, Admiral Schnitze, den Kommandierenden Admiral der Flottenstation der Ostsee, Admiral Albrecht, den Flottenchef Vizeadmiral Carls, den Kommandanten der Ausklärungsstreitkräfte Vizeadmiral Vöhm, und viele weitere hohe Offiziere der Kriegsmarine. Weiter sind anwesend viele führende Vertreter Grosi-Hamburgs, der Wehrmacht, der Partei und des Staates. Vor der Taufkanzel ist ein Musik- und Spielmannszug der 2. Schisfsstammdivision der Nordsee aus Glücksstadt ausmarschiert. Bei ihrem Eintreffen auf dem Werftgelände werden Generaladmiral Raeder und Reichsstatthalter und Gauleiter Kaufmann von der Detriebssührung der Werst, Staatsrat Rudolf Vlohm und Walter Blohm, willkommen geheißen.
Unter den Klängen des Marine-Präsentiermar- sches schreitet der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine die Front der Ehrenkompanie ab und begibt sich sodann auf die Taufkanzel, um das Wort zu seiner Taufrede zu nehmen. „Wiederum", führte Generaladmiral Raeder aus, „stehen wir heute vor dem ablaufbereiten Eisenrumpf eines neuen Schisses der Kriegsmarine, eines Kreuzers, wie ihn bis vor nicht langer Zeit das Diktat von Versailles uns zu bauen verwehrte, wie er uns heute aber dank der großen Befreiungstat unseres Führers neben allen anderen notwendigen Schiffstypen in schneller Folge auf deutschen Hellingen ersteht. Dem tiefen Dank an den Führer und Obersten Befehlshaber, der uns auch dieses Schifs schenkte, gesellt sich heute der Dank an alle Arbeiter des Kopfes und der Hand, die das vor uns liegende Werk, den schweren Kreuzer, ersannen, berechneten und erbauten.
Kreuzer waren es, schwere und leichte, die auf den Scekriegsschauplätzen des Weltkrieges ost die Hauptlast des Kampfes der Ueberwasserseestreit- kräfte zu tragen hatten. War doch ihr Leitspruch das Wort „Allen voran!" „Allen voran" im Kreuzerkrieg aus einsamen Posten im Ozean, „Allen voran" in der Aufklärung und Marschsicherung vor dem Eros der Linienschiffe, „Allen voran" schließlich in der Schlacht an der Spitze der eigenen Linie und beim Einsatz der Torpedobootsstreitkräfte.
Dieser Leitspruch wurde im Weltkrieg bei der heimischen Flotte in hervorragendem Maße verkörpert durch die ritterliche, aufrechte, schneidige Persönlichkeit des Admirals Hipper, des Befehlshabers der gesamten deutschen Aufklärungs
WW-7 »
» *
-
von soliivoi'.o Kieuror „^«Iinii'nl Kipper" vor ,lom Ktapollauk.
streitkräfte, des Führers insbesondere der Schlachtkreuzer, — bei Parmouth und Hartlepool auf der Doggerbank und vor dem Skagerrak. Ist die Skagerrakschlacht in ihrer Gesamtheit, in Anlage und Durchführung, allein bestimmt durch die Persönlichkeit des Admirals Steyr, so war es sein Kreuzerführer Admiral Hipper, der die Schlacht jm entschlossenen Angrisf auf die feindlichen Kreuzer im Sinne seines Flottenchefs einleitete und ihre erste Phase, die siegreiche Kreuzerschlacht schlug. In ihr kamen seine hervorragenden Führereigenschaften, schnelles Auffassungsvermögen, große Wendigkeit des Geistes, frische Entschlossenheit und hohe Verantwortungsfreu- digkeit voll zur Geltung und sicherten den Erfolg. 2m Höhepunkt der Geschichte der kaiserlichen Marine sehen wir Admiral Hipper an der Spitze seiner Schlachtkreuzer im schwersten feindlichen Feuer mit sicherem Blick, mit kühler lleberlegung, mit schnellem Entschluß und froher Zuversicht
seine Kreuzer und Torpedoboote zum Siege führen über die weitüberlegenen Streitkräfte des Admirals Beatty. Zum Siege, den auch der Gegner anerkennen Muhte und durch den, wie es eine englische Zeitung so treffend ausdrückte, „Hipper, der große Gegner Englands", den Beifall seiner Landsleute und die schmerzliche Bewunderung seiner Feinde errang".
Wenn Admiral Hipper mit diesem. Urteil seiner Gegner bereits in die Geschichte eingegangen ist, so soll auf Befehl des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht dieses stolze Schiff, dazu bestimmt, einmal ein Führerschrsf der Kreuzer zu sein, den Namen des Kreuzer-Admirals der Skagerrakschlacht tragen.
Möge es alle Zeit als Träger dieses verpflichtenden Namens in Treue das Vermächtnis wahren, das dieser Name für die Kriegsmarine in
Vrssss-Lilck ckos. Loborsr, Kawburg
sich birgt! Möge seine Besatzung, stets eingedenk der Ehre setzrer Flagge, alle ihre Kraft, all ihr Können einsetzen für das deutsche Vaterland, das deutsche Volk und seinen Führer Adolf Hitler, dem mir auch in dieser Stunde das Gelöbnis unserer Treue und unserer unbedingten Gefolgschaft bis zum Letzten erneuern."
Nach der Taufrede Generaladmirals Raeder vollzieht seine Gattin die Taufe mit den Worten: „Auf Befehl des Führers und Reichskanzlers taufe ich dich „Admiral Hippe r". Die Flasche deutschen Schaumweins zerschellt am Bug des Schiffes. 2n das dreifache „Sieg Heil" Staats- rat Blohms auf den neuen Kreuzer stimmen die vielen Tausende begeistert ein. Schnell löst sich das stolze Schiff, auf dessen Deck die Reichskriegs- flagge flattert, von den Haltevorrichtungen und gleitet unter den Klängen der Lieder der Nation in die Elbe.
KonMtklscher singriff auf Malaga
Sroße nationale offensive an der spanischen SiiSsront / Vedeutende oelSndegewinne
Lalamanca, K. Februar.
Wie der Rundfunksender Scvilla meldet, hat an der spanischen Südfront eine große nationale Offensive eingesetzt. Mehrere Gruppen der nationalen Streitkräfte gehen konzentrisch gegen Malaga vor und haben bereits bedeutende Eeländegewinne gemacht.
Die eine nationale Heeresgruppe ging von Alhama (östlich von Malaga) vor und besetzte die Ortschaften Zafarraya und Venta de Zasarraya, die an der Grenze der Provinzen Granada und Malaga, etwa 20 Kilometer von der bedeutenden Stadt Velez Malaga entfernt liegen. Eine zweite Gruppe stieß von Loja aus vor und eroberte wichtige Stellungen, die die an der großen Landstraße gelegene Ortschaft Al- fariia beherrschen. Eine dritte Gruppe setzt sich vom Frontabschnitt Antequera in Richtung aus Malaga in Marsch und hat bereits wichtige Pässe im Abdalaji's-Gebirge in ihrer Hand. Eine vierte Gruppe ging von Penarubia gegen die Ortschaft Ardales vor. Auch die an den Frontabschnitten westlich von Malaga an der Küste operierenden nationalen Truppen verzeichnen Erfolge. Sie sind nahe an die Ortschaft Fuengirola herangerückt, die SO Kilometer von Malaga entfernt ist. Die BolMewisten versuchten, den Pormarsch der nationalen Truppen durch heftiges Gewehr- und Maschinengewehrfeuer aus ihren befestigten Ge- birgsstellungen auszuhalten. Sie mußten jedoch bald unter schweren Verlusten weichen, nicht ohn« vorher Brücken und Viadukte gesprengt zu haben.
Ergänzend meldst der Heeresbericht des ober- sten-Befehlshabers in Swlamanca, daß die Bolsche- wisten an der Lordoba-Front auf die nationalen
Linien, besonders bei Lopera, einen Druck ausübten, jedoch schließlich unter bedeutenden Verlusten zurückgeschlagen wurden. Auch beiPriego wurde ein bolschewistischer Angriff blutig abgewiesen. Die n-ationalen Truppen verfolgten den fliehenden Feind und machten viele Gefangene und große Beute an Waffen und Munition.
Der Rundfunksender Sevilla gab Sonnabend Meldungen des Generals Queipö de Llano bekannt, wonach die nationalen Streitkräfte den Vormarsch auf Malaga am Vormittag fortsetzten. Die bei Marbella an der Küste operierenden Truppen kämpften um den Besitz von Fuen- girola, die von Antequera in südlicher Richtung vorstoßenden nationalen Truppen eroberten Villanueva de la Conception und setzten den Vormarsch fort. Auch von Loja und Venta de Zafarraya aus sind die Truppen weiter vorgegangen.
Die Bolfchewisten sind an sämtlichen Frontabschnitten um Malaga fluchtartig zurückgewichen und hinterließen eine Anzahl von Geschützen und kleineres Kriegsmaterial.
Durch andere nationale Rundfunksender wird bekannt, daß am Freitagabend bereits sämtliche bolschewistischen Parteihäuptlinge aus Malaga in Richtung Almeria „abgereist" und auch andere Volschewistenorganisationen aus Velez-Malaga und anderen Ort'chaften des Kampfgebietes geflohen seien. ' .
Paris, 6. Februar.
Wie «in Sonderberichterstatter der Agentur Havas aus Almeria meldet, hat der spanische nationale Kreuzer „Almirante Cervera" die Gegend von Almuncar und Salobrena (westlich von Morril) unter Feuer genommen.
Das Hauptziel war die Straße Malaga-Almeria. Um 9.30 Uhr hätten, mehrere spanische bolschewistische Flugzeuge den Kreuzer überflogen und zahlreiche Bomben abgeworfen. Der Kampf zwischen dem Kreuzer und den Flugzeugen habe über eine halbe Stunde gedauert.
flnarchistenverfchwörung
Paris, 6. Februar.
Der „Matin" berichtet über eine Verschwörung spanischer Anarchisten, die den Plan gefaßt hätten, den Moskauer Botschafter in Sowjetspanien, M o - ses Rosenberg, und den sorojetrussischen Generalkonsul Antonow-Owsejenko zu töten Die Anarchisten schienen entschlossen zu sein, sich nicht länger mehr von Moskau gängeln zu lassen. Rosenberg und Owsejenko hätten anscheinend geglaubt, alle ihre anarchistischen Bundesgenossen beseitigen zu können, um dadurch die ausschließliche Diktatur Moskaus aufzurichten. Die in Barcelona seit längerer Zeit bestehende „Iberische Anarchistische Vereinigung" habe den- Absichten der beiden Sowjetagenten nicht nur Widerstand leisten können, sondern sei jetzt zu einer Gegenoffensive übergegangen.
Notes Transportschiff versenkt
London, 6. Februar.
Nach einer Mitteilung des Rundfunksenders Balladolid ist im Mittelmeer ein mit Namen nicht angegebener sowjetrussischer Dampfer, der eine Waffenladung für die Volschewisten in Katalonien an Bord hatte, von nationalspanischen Kriegsschiffen torpediert und versenkt worden.
(Siehe auch Seite 2)
Kalbdunkel ln London
Sucht kerr kden klarlielt an der Mvieeak
* Bremen, 7. Februar.
Aus dem drückenden Halbdunkel nebliger Tage in London hat sich der englische Außenminister gestern an die sonnige Riviera begeben. Ob er dort noch rechtzeitig eintrifft, um die letzten Tage des Karnevals mitzuerleben, vermögen mir nicht zu sagen. Denn es wurde gemeldet, Mister Eden werde aus seiner Reise nach dem Süden Frankreichs in Paris Aufenthalt nehmen, um mit dem französischen Ministerpräsidenten Leon Blum Unterhaltung zu pflegen. Und dies, obwohl er nach seinen wiederholten Versicherungen ein Gegner von diplomatischen Zwiegesprächen ist, und dies, obwohl es sich diesmal sogar um Geheimgespräche handeln dürfte.
Immer haben wir von London aus gehört, daß die Diplomatie nicht geheim sein soll; aber in dem Augenblick, wo es durch des Führers Initiative endlich so weit in Europa wäre, daß man durch öffentliche Aussprachen vor aller Welt einander näherkommen könnte, ist es leider der englische Außenminister, der seine Teilnahme dabei verweigert. Wirklich schade, daß man in London jetzt auf einmal von „Gesprächen auf offenem Markte" nichts wissen will; doppelt schade
Gauämter und
Kreisleitungen
der NSDAP. im Gau
Wsser-Ems berichten
über ihr Wollen und
ihre Arbeit.
(Siehe die Sander-seiten im Innern der heutigen Ausgabe.)
gerade jetzt, wo die von der jüngsten Rede des Führers tief beeindruckte Welt sehr gerne gehört hätte, was die Männer jenseits des Kanals auf die vom Führer an die europäischen Völker gerichtete Aufforderung zur gemeinsamen Abwehr des Bolschewismus, sich gegenseitig einander zu nähern, zu sagen hätten.
„Europa erwache!" rief im Nach- gang zu des Führers Rede vom 30. Januar dieser Tage Dr. Goebbels eindringlich den europäischen Völkern zu. Und wir in Deutschland würden sehr bedauern, wenn das Erwachen Europas durch die eigenen führenden Staatsmänner der europäischen Völker aufgehalten oder gar verhindert werden sollte. Gerade diese müssen ganz laut ihre Stimmen erheben; denn dem europäischen Erwachen wird am besten gedient, wenn die Weck- und Warnrufe von regierenden Männern kommen. Ihre Stimmen werden gehört diesseits und jenseits des Kanals; (dort allerdings soll es noch manchen Mann von der Straße geben, welchem der Ausgang dieses oder jenen Fußballspieles bedeutsamer erscheint als der Ausgang des Ringens der nationalen Kräfte in Spanien gegen den dort eingenisteten internationalen jüdischen Bolschewismus).
Seltsam genug, daß man zwar in Paris nicht abgeneigt war, die mit der Delbos- Gefallendenkmalrede in Chateauroux eingeleitete deutsch-französische Aussprache über des Führers Gedankengänge fortzusetzen, nicht aber in London, wo man die Ver- wirklichung der immerhin löblichen französischen Absicht mit dem Hinweis, daß Minister Eden nach Paris kommen werde, abstoppte. Statt von Fortsetzung der Aussprache auf offenem Markte las man in der Pariser Presse plötzlich von Erörterungen „auf halblautem diplomatischen Wege", und uneingedenk des doch angeblich so demokratischen Grundsatzes der offenen Diplomatie biegt man tatsächlich bei den Westmächten in den Weg trüber Geheimdiplomatie ein.
Warum? Anscheinend, weil an der Themse )ene Kräfte — ihr Rufer ist Winston Churchill —, welche die sowjetrussische Linie in England befürworten und sowohl einer deutsch-englischen wie einer deutsch-französischen Verständigung abhold sind, zurzeit wieder einmal besonders abwegig arbeiten. Sei es, daß ihnen die Kolonialfrage Kopfzerbrechen macht, sei es, daß sie ganz ungerechtfertigt hoffen, es müßten die blutigen