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VF. Teil. Die Weser und ihre Seehäfen.
Spannung, welcher auch für die Beleuchtung des Docks benutzt wird. Die den Strom erzeugende Maschinenanlage besteht aus zwei Dampfdynamos von je 55 Kilowatt Maximalleistung, welche in dem Pumpmaschinenhause mit untergebracht sind.
Die am vorderen Ende des Docks aufgestellten zwei Dockkrähne, welche dazu dienen, schwere Gegenstände, wie Schraubenwellen, Schraubenflügel und dergleichen, in das Dock abzusetzen bezw. herauszuheben, haben eine Tragfähigkeit von je 50 t und sind, wie der grofse Montagekrahn, nach einem für Krahne solcher Gröfsc zum erstenmal bei den vorliegenden Krähnen in Anwendung gebrachten System erbaut.
Ein weiterer für gleiche Zwecke, wie die der erwähnten zwei Dockkrähne, bestimmter Krahn von 20 t Tragkraft, nach dem Fairbairnsystem ausgeführt, ist auf dem Verschlufsponton montiert.
Der an der Ecke des Reparaturbeckens und des Dockvorbassins aufgestellte 150-t-Krahn (Fig. 576 und 577) reicht mit einer Höhe von 36 m über die Schornsteine der gröfsten Schiffe hinweg und ragt bei 14 m Ausladung, von der Vorderkante der Kaje gemessen, über die Mitte 25 m breiter Schiffe hinaus. Dem Bedürfnisse nach einer eventuellen gröfseren Ausladung des Krahnes kann in wohlfeilster Weise durch Verlängerung des horizontalen Auslegers Rechnung getragen werden.
Das Dockvorbassin, wie das Reparaturbecken sind mittels hölzerner Bollwerke eingefafst und sind bis auf eine Tiefe von 10,5 m unter gewöhnlichem Hochwasser ausgebaggert. Die Einfahrt zum Dockvorbassin ist dagegen mit massiven Mauern nach dem System der Hafenmauern eingefafst. Über dieselbe führt eine einarmige Drehbrücke, welche für Eisenbahn und Landfuhrwerke eingerichtet ist und mittels Druckwasser bewegt wird, das die Hafencentrale liefert. Das Gleiche geschieht bei drei Stück am Dockvorbassin aufgestellten hydraulischen Spillen, die den Zweck haben, das Drehen der Schiffe im Dockvorbassin zu erleichtern. An Vorrichtungen zum Festlegen der Schiffe sind am Dock, am Dockvorbassin und am Reparaturbecken insgesamt 59 Stück gufseiserne Poller vorhanden. Die zum Einholen der Schiffe in das Dock und zum Trimmen derselben beim Aufsetzen auf die Kielstapel dienenden, bereits erwähnten drei elektrischen Spille sind auf eine normale Zugkraft von 10000 kg bemessen. Sie werden unterstützt durch vier Gangspille der gewöhnlichen Art.
Kosten der staatlicherseits erbauten Hafen- und Dockanlagen.
Die Herstellungskosten der staatlicherseits in Bremerhaven erbauten Hafen- und Dockanlagen stellen sich folgendermafsen zusammen.
Seit dem Jahre 1828 wurden für die genannten Anlagen, exklusive der laufenden Betriebskosten und der Kosten der baulichen Unterhaltung, verausgabt: zur Herstellung