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Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Entstehung
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Fig. 441. Portal der Kaiserbrücke.

Strassen, Strassenbahnen, Strassenbrücken.

Von R. GRAEPEL und M. FISCHER.

1. Strafsen.

Pie Entwickelungsperioden Bremens mit Bezug auf die Gestaltung der Strafsen heben sich im Stadtbilde leicht erkennbar voneinander ab. Die an das rechte Weserufer stofsende, von den Wallanlagen umrahmte Altstadt besitzt eine grofsc Anzahl kleiner, unregclmäfsiger Strafsen und Gassen, die ohne einen festen Plan, den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend, entstanden sind. Die vor den Thoren im Halbkreise sich ausdehnenden alten Vorstädte zeigen eine beinahe ebenso unvollkommene Gliederung, nur die von den Thoren ausgehenden Strafsen sind in mehr oder weniger geraden Zügen aneinander gereiht und bezeichnen die ehemaligen Verbindungswege mit dem Landgebiet. Dagegen wurde die am linken Weserufer liegende Neustadt schon während des Dreifsigjährigen Krieges nach bestimmten Plänen erbaut. Für die an die Neustadt sich eng an- schliefsende sogenannte Südervorstadt und die am rechten Weserufer, westlich aufserhalb der Hansastrafse, östlich aufserhalb des Dobbcns und nordlich aufserhalb des Dammes der hannoverschen Bahn liegenden Vorstadtgebiete wurde im Jahre 1874 ein Bebauungsplan aufgestellt, wonach diese Stadtteile eine unschöne und zum Teil unzweckmäfsige, schachbrettartige Einteilung mit verhältnismäfsig grofsen Häuserblocks erhielten.

Im Jahre 1895 wurde eine besondere Deputation niedergesetzt, der die Feststellung der zukünftigen Baufluchten obliegt, während diese Arbeit bis dahin zu dem Ressort der Baudeputation, Abteilung Hochbau, gehörte.

Im Inneren der Stadt werden zur Zeit bedeutende Erweiterungen vor­genommen, von denen in erster Linie die Verbreiterung des Strafsenzuges Obernstrafse Hutfilterstrafse Faulenstrafse zu nennen ist.

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