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Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Entstehung
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Beleuchtung.

I. Das neue Gaswerk in Woltmershausen.

Von H. SALZENBERU.

Im Dezember 1897 wurde beschlossen, von einer Erweiterung des zwischen dem Hauptbahnhofe und der Schlachthofstrafse an einer belebten Promenade liegenden alten Gaswerks Abstand zu nehmen und auf einem am linken Weserufer in der Dorfschaft Woltmershausen belegenen Gelände ein neues Gaswerk zu erbauen, wobei ein vom Direktor der Erleuchtungs- und Wasser­werke, H. Salzenberg, entworfener genereller Lageplan von Senat und Bürger­schaft genehmigt wurde. Auf Grund dieses Plans ist dann im Jahre 1898 unter Leitung des Urhebers das nachstehend beschriebene Projekt ausgearbeitet, dessen Ausführung bezüglich der Hochbauten der bremischen Bauverwaltung und bezüglich der gastechnischen, maschinellen und elektrischen Anlagen der Verwaltung der Erleuchtungs- und Wasserwerke übertragen worden ist.

Die Anlage wird, wenn innerhalb der auf dem Lageplane dargestellten Gebäude voll ausgebaut, für eine gröfste Tagesproduktion von mindestens 105000 cbm Kohlengas und mit Zusatz von karburiertem Wassergas für mindestens 120000 cbm ausreichen; Die Grösse des Geländes gestattet jedoch, wenn man in der Längenrichtung der Gebäude in gleicher Weise weiterbauen will, die Anlage zu vervierfachen, wodurch nebeneinander vier ein Ganzes bildende aber unabhängig von einander arbeitende Gaswerke von gleicher Gröfse entstehen würden.