Print 
Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

pIE ALTEN

Kirchen.

Fig. 35. Die Westfront des Domes vor der Wiederherstellung.

Die alten jCirchen.

Von E. Ehrhardt.

achdem die Weser bei Porta die Einsenkung zwischen dem Wiehengebirge und der Weserkette durchbrochen hat, strebt sie in ruhigerem Laufe durch die fruchtbaren Auen und fetten Weiden Niedersachsens dem fernen Weltmeere zu. Bevor sie das Gebiet der freien Stadt Bremen erreicht, taucht an ihrem rechten Ufer, unfern der Mündung der Aller, eine Kette niedriger Sanddünen auf, die indefs bald, nur wenige Meilen flufsabwärts, sich wieder in der Ebene verlieren. Wo diese Hügelreihe den Strom berührt, entstand in grauer Vorzeit eine Ansiedelung, der Keim einer volkreichen Stadt. Ein Arm der Weser, die Balge, schnitt einen Teil Landes ab, und hier, auf ungeschützter Insel, und weiter hinauf am Abhänge der Düne, entstand allmählich der Ort Bremen.

Als Karl der Grofse in dem Lande der unterworfenen Sachsen das Kreuz aufrichtete und eine Kette von Bistümern gründete, sandte er den des Landes kundigen Heidenapostel Wilhadus als ersten Bischof nach Bremen. Hier, umgeben von öiner Bevölkerung, die noch lange zu Abfällen und Gewalthaten geneigt blieb, erbaute der Gesandte Karls auf der Düne die erste Domkirche und dabei ein Monastcrium für sich und seine Gehülfen. Dem Herrn Jesu Christo und dem Herrn Petrus" weihte er im Jahre 789 den ersten Bremer Dom. Die Kirche war ein Holzbau. Bald nach ihrer Vollendung ging Wilhadus zur ewigen Ruhe ein. Seine Gründung aber fiel bei einem Aufstande der Sachsen den Flammen zum Opfer.

Bremen und seine Bauten. 5