Änze Geschichte der Schiiten.
cus am Dom, nachhen'ger Reichshofrath, Johann Brüningk, und die Pastores am Dom, Joh. Fürsen und Casp. Schacht, sehr ernstlich zur Anlegung einer Schule gerathen; daß die damals lebenden Canonici das dazu Erforderliche theils aus den gemeinen Domgütern angewiesen, theils aus ihren eigenen Mitteln durch freiwillige Schenkung hergegeben, daß der Erzbischof Friedrich ihrem rühmlichen Vorhaben durch seine Mildthätigkeit sehr zu Hülfe gekommen, und der Structuarius am Dom, Andreas Mandelslo, bei der Einrichtung der Schulklassen für die Jugend sehr vielen Fleiß bewiesen habe. (S. Fürsen Vals IZiemeii5e, S. 73, und die Personalien in Jul. Hantelmanns Leichenpredigt auf Mandelslo.)
Unter dem Namen eines Cantors, wurde im Jahre 164? Christoph Haselbach als der erste Lehrer dieser Schule angenommen. Er hatte zugleich die Frühpredigten und Betstunden zu versehen, bis sie einem obern Schulcollcgen aufgetragen wurden. Mit fünf Schülern sing er seine Schularbeit an, der Zulauf wurde aber bald so stark, daß man mehrere Lehrer anstellen mußte. Es wurden daher im folgenden Jahre Äl. Joh. Hülsemann als Rector und M. Samuel Schermer als Conrector, und 1646 lVI. Bernhard Beckmann als Subrector Hieher berufen, und letzterer mußte vermuthlich die Frühpredigten und die Betstunden mit übernehmen. Damit aber die Lehrer dieser Schule bei dem fortdauernden Anwachs derselben, ihren Arbeiten besser und ruhiger obliegen könnten, so wurde ihnen, bei der Anwesenheit der königlich Schwedischen Plenipotentiaren in Bremen, die Besorgung der Frühpredigten und der Betstunden erlassen, das um so besser geschehen konnte, da ein dritter Geistlicher, der Superintendent Dr. Daniel Lüdemann, als Superintendent an die Domkirche berufen ward. In eben diesem 1651sten Jahre wurde auch ein Subcantor und Jnsimus angestellt.
Auf die Borstellung des Superintendenten Dr. Bernhard Oelreich, fand man im Jahre 1681 gerathen, mit der Domschule eine Art eines Gymnasiums zu verbinden. Es wurde zuerst das Publikum, seit 1684 aber, da es seine bis 1803 fortwahrende Einrichtung völlig erhielt, das Athenäum genannt, d. h. ein Ort, wo Wissenschaften und freie Künste gelehrt werden, und nahm die untere Capitelstube oder das Hpvernaculum zum