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Neues bremisches Kochbuch für Haushaltungen aller Stände / von Anna Spöhring
Entstehung
Seite
219
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XXII. Abtheilung.

Eis-Cröme oder Gefrornes.

1. Vanille-Eis.

Man nimmt 6 Menget süßen Rahm, setzt ihn mit einer Stange gestoßener Vanille auf gelindes Feuer und läßt es langsam ausziehen, ist dieses geschehen, so fügt man noch geriebenen Zucker nach Belieben (un­gefähr b /4 A), wie auch 10 Eidotter, die mit kaltem Rahm klein gerührt sind hinzu und schlägt das Ganze mit einer Ruthe bis es zu kochen anfangen will, (kochen darf es nicht, weil sonst die Eier gerinnen würden), worauf man es durch ein Sieb gießt und zum Erkalten hinstellt. Wenn der Creme völlig erkaltet ist, giebt man ihn in die dazu gehörende zinnerne Gefrierbüchse, setzt diese zwischen Eis, das man in kleine Stücke mit etwas Salz vermischt in einen Eimer gegeben hat und läßt sie Vi Stunde ruhig stehen. Hierauf faßt man den Griff des Deckels und drehet die Büchse 10 Mi­nuten schnell im Eise herum, nimmt nun den Deckel vorsichtig ab, macht die angefrorne Masse in der Büchse von den Seiten mit der dazu gehörigen kleinen hölzernen Schaufel los und rührt Alles gut durcheinander, schließt dann den Deckel wieder und fährt mit dem Drehen und