Teil eines Werkes 
2,1 (1972) Führer durch die Quellen zur Geschichte Lateinamerikas in der Bundesrepublik Deutschland / bearb. von Renate Hauschild-Thiessen u. Elfriede Bachmann
Entstehung
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Bayern Hauptstaatsarchiv München Abt. I

Jahren des 19. Jahrhunderts der Münchner Botaniker Paul Georg Lorentz. Der Kemptener Karl Rath wurde Konservator und Professor in Säo Paulo. Georg Grimm, ebenfalls aus Kempten, wirkte als Lehrer der Landschaftsmalerei an der Kunstakademie von Rio de Janeiro. Dem Lehrkörper des National­gymnasiums in Rio de Janeiro gehörte 33 Jahre lang Freiherr Hermann Joseph von Tautphöus an, ein geborener Lindauer; er erfreute sich der per­sönlichen Freundschaft des Kaisers Dom Pedro II. Um die Reformierung des Erziehungswesens im mexikanischen Staat Puebla bemühte sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts der Würzburger Gustav Peter Mahr, der im Gefolge des Kaisers Maximilian ins Land gekommen war. Erwähnenswert ist auch, daß Dom Pedro II., der über eine umfassende Bildung verfügte, 1891 zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München ernannt wurde.

Staatsarchive

Vorgesetzte Behörde:

Der Bayerische Minister für Unterricht und Kultus 8 München, Salvatorplatz 2

Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns 8 München 2, Arcisstr. 12

Literatur: Fritz Zimmermann, Bayern (Teil des Aufsatzes: Aufbau und Orga­nisation des staatlichen Archivwesens in den Ländern der BRD), in: Der Archivar, Jg. 13, 1960, Sp. 225236. Hermann Hoffmann, Hinweise zur Benützung der staatlichen Archive Bayerns, in: Deutsche Gaue, Kaufbeuren 55/56, 1963/64, S. 543. Rudolf Fitz, Die Organisation der staatlichen Archive Bayerns von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, in: Mitteilungen für die Archivpflege in Bayern 12,1966, S. 110.

BAYERISCHES HAUPTSTAATSARCHIV MÜNCHEN ABT. I ALLGEMEINES STAATSARCHIV 8 München 2, Arcisstr. 12

Das Allgemeine Staatsarchiv verwahrt zwei Hauptgruppen von Archivalien: einmal die bayrischen Registraturen und Archive und zum anderen die Regi­straturen und Archive der Reichsstädte und Korporationen, die durch Media­tisierung und Säkularisierung dem bayrischen Staate zugewachsen sind. Aus neuerer Zeit, d.h. für das 19. und beginnende 20. Jahrhundert, finden sich im Archiv die Akten der Ministerien für Finanzen, für Handel, für das Innere und für Unterricht und Kultus.

Literatur: Bayern (Teil von: Les grands depots d'archives du monde), in: Archivum, Bd. XV, 1965, S. 4045. Max Piendl, Die Ministerialakten im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, in: Mitteilungen für die Archivpflege in Bayern, Jg. 1, 1955, S. 3638. B. Duhr, Zur Geschichte des Jesuitenordens,