Druckschrift 
Das wolverdiente Trauer- und Ehrengedächtniß, welches der weiland ..., Frauen Elisabeth Augusta Wortmann, gebornen Sachsin, Des weiland ... Herrn Fridericus Wortmann, Beider Rechten wolgewürdigten Doctoris und der Stadt Bremen hochverdienten Herrn des Raths, nachgelassenen Frau Wittwen, bei ihrem seligen Absterben gestiftet ist. / Henr. Heisen, Profess. Eloqent. Publ. Ord. Bibliothecar. & Paedagogiarcha
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Cto& Statuum Aimin

r, quorum dan Mam ceflerunt, fuperftite an obilistimo atque Ampli Paris in muneribus fac

ham nunc viduam moe

FAU, Amplifini Vi

Commenenti a concis

ELISABETHA MAR

mais caras dome

isions& Confultisfimus

7.Uthia Ceretis IV.Ma 0.171. Aril, quam Samus GOTTFRIED LE nisfimus atque coetus Re quanquam matrem ani

etergreffam, nihilominus

m fibi geniet, quan converano puta, red

ore vida,

io venerabili, illus ce

alia annis, valende

Acest elapfo automo

nisima adhiberentur re

pomeridianam mandabiur in Templa

simus, Vives

Das wolverdiente

Trauer- und Ehrengedächtniß,

welches der weiland

Hochedlen, Hoch- Ehr- und Tugendbegabten Frauen, FRAUEN

Elisabeth Dugufta ortmannin gebornen Bachsin,

Des weiland Hochedlen, Besten, Hochgelarten und Hochweisen Herrn, bo

Herrn Fridericus$ ortmann, rat

Beider Rechten wolgewürdigten Doctoris und der Stadt Bremen hochverdienten Herrn des Rachsi

nachgelassenen Frau Wittwen,

bei ihrem feligen Absterben gestiftet ist.

hid Osts

andaC CA

Zie selig verstorbene Frau Doctorin ist aus der vornehmen Familie der Sachsen entsproffen, welche wegen vieler vortreflichen Män ner und groffen Gottesgelerten seit der Reformation berühmt ge worden. Sie ward zu Cothen geboren im Jahr 1672. den Sten Octobr.

Der Herr Vater ist gewefen der Hochehrwürdige, hochachtbare, und hochge larte Herr Johannes Sachsius, hochfürstl. Anhalt Cothenscher Confiftorial­rath, Oberhofprediger, Superintendens, und Pastor Primarius bei der resor mirten Kirche zu Cothen.

Die Frau Mutter ist gewesen die hochedle, vick chr und tugendreiche Frau Elifabetha Margaretha Snabelius.

Der Herr Großvater väterlicher Seite war Herr Daniel Sachius, L.A. Mag. welcher alle ebengedachte hohe Ehrenamter und Würden, worinnen Ihm sein Herr Sohn gefolger ist, in dieser Residensstadt würdigst bekleidet, durch seine geistreiche, erbauliche und allgemeinen Beyfall gefundene Schriften aber einen un­Sterblichen Nachruhm sich erworben hat.

Die Großmutter war Frau Anna Schumanns, eine Tochter Herrn GeorgiiSchumanns, hochfürstl. AnbaltischenCammer: Secretarii zu Berenburg.

Der Lebergroßvater war Herr Daniel Sachsius, L. A. Mag. treufleißi ger Prediger und hochbestalter Superintendens zu Halberstade.

Die Lebergroßmutter Frau Brigitta Schulzen, Herren Michaelis Schulzen, wolverdienten Predigers zu Kreuzberg in Thüringen, Tochter.

Mütterlicher Seite war der Herr Großvater Herr Wilhelmus Snabe lius, L. A. Mag. der hiesigen Gemeine zu St. Martini hochverdienter Pastor Pri marius, und der Collegiat: Kirchen St. Stephani und Wilhadi Canonicus, dessen und seines hochberühmten Sohns Hieronymi Guilielmi S. Th. D. Profeffor. auch Predigers zu St. Ansgar. und Enkels Guilielmi, Predigers zu Amsterdam Gedächtniß bis auf die späteste Zeiten verbleiben wird.

Die Frau Großmutter war Frau Anna Sadings, Herrn Johan Sadings, Gräflichen Bentheimischen Raths: und Land Richters Tochter.

Der Uebergroßvater war Herr Hieronymus Snabelius, vornehmer Bürger und Kaufmann, welcher zu Eschwege gewonet.

Die Ueber Großmutter war Frau Maria Hartmanns.

Von diesen vornehmen und rugendliebenden Vorfahren hat Dieselbe den An fang des zeitlichen Lebens erhalten. Erstwolgedachte Ihre gottselige Eltern haben Ihre fördersamste Sorge dahin ergehen laffen, diese Ihnen von GOtt geschenkte Toch ter von Ihrer zartesten Jugend an in den Gründen der Lehre, die da ist nach der Gottseligkeit, zu unterrichten, auch weiter den unermüdesten Fleiß und Sorgfalt vorzukehren, wodurch der in Ihr hervorblickende schöne Geist und andere fich ent­wickelnde gute Eigenschaften mit den Jahren gemehrer, und zur möglichsten Voll­kommenheit erhaben würden. Sie haben auch den Segen Ihres guten Vorbildes und angewandter Bemühung verspüret, und eine wolgeartete mit allen dem weib lichen Geschlechte anständigen Tugenden und Wissenschaften ausgezierte Tochter groß gemacht, die Ihre edle Erziehung gegen Ihre Eltern durch Liebe, Treue, Hochachtung und Ehrfurcht zu erkennen gewußt. Die Borsehung des Höchsten, in dessen Macht der Menschen Wege und Herzen stehen, fügte es, daß auf Ihrer hiesigen mütterlichen Anverwandten Verlangen, dieser liebsten Tochter eine Reise nach Bremen zum Besuch verstattet wurde. Es könnten also die gepriesene Quali täten Ihrer Person, und Ihr freundliches und liebreiches Wesen nicht verborgen bleiben. Es ist dadurch Herr Fridericus Wortmann, U. J. D. damaliger be rühmter Advocatus, und nachgehends hochverdienter Rathsheer diefer Stadt be wogen worden, Sie zur Ehe zu begehren: welche auch im Jahr 1695. den 6. Aug. nach Wunsch vollzogen, mit beiderseitigem Vergnügen beständig geführet, und mit

140