Das höchstlöblich geführte Leben, und zum Leidivesen dieser ganzen T.T Stadt erfolgte plögliche, jedoch felige Absterben
Des weiland
Hochedelgebornen, Vesten, Hochachtbaren, Hochweifen, und Hochgelehrten Herrn, 5 E R R K
Diderici Meier,
Hochfürtrefflichen Rechtsgelehrten, und der Kaiferl. Freien Reichs Stadt Bremen höchstverdienten Hältesten Herrn Bürgermeisters/ Visitatoren der Kirchen auf dem Lande, Ober- Inspectorn beym Armen Wesen, u. s. f.
er hochfelige Herr Bürgermeister ist allhier in Bremen im Jahr 1687. dm 5. Jair aus einem hochanfehnlichen und fürnehmen Geschlechte entsproffen.
Deffen Herr Vater war der weil. Hoch Edle, Beste, Hochgelahrte und Hoch weise Herr Gerhardus Meier, beider Rechten wolgewürdigter Doctor, derselben Facultat anfänglich ben hiesigem Gymnasio weitberühmter Profeffor, und nachhero hochverdienter Rahtsherr dieser Stadt.
Die Frau Mutter die weil. HochEdle/ Hoch Ehr und Tugendbegabte Fr. Almata von Cappeln. Der Groß- Vater väterlicher Seite T. T. Arnold Meier, würdiges Mitglied des fürneh men Collegii der hiesigen Elterleute.
Die Groß Mutter T. T. Frau Anna Ceumanns, T.T. Eberhard cumanns, eines, 5. 10.11 fürnehmen Kauffmanns, und T. T. Fr. Anna Nagels eheliche Tochter.
Der Ueber Groß Vater T. T. Gerhard Meier, gleichfalls berühmter Kaufu. Handelsmann.
and Die Ueber Groß Mutter T. T. Frau Metta Verdenhalven, eine Tochter T. T. Zerrn 9. 18. 19 Hans Verdenhalven/ Rathsherren zu Wildeshausen und T. T. Fran Wendelina Baaten.
Der Elter Vater T. T. Johann Meier, berühmter Kaufmann.
Die Elter Mutter T. T. Frau Jlse Doecks.
Mütterlicher Seite war der Groß- Bater T. T. Herr Didericus von Cappeln, fürtreflicher
Rechtsgelehrter und höchstverdienter ältester Herr Bürgermeister dieser Stadt.
Die Groß Mutter T. T. Frau Gebecca Wachmanns, eine Tochter T. T. Herrn Jo 7 14 15 hannes Wachmann, J. U. D. und hochverdienten ältesten Syndicus dieser Stadt, und T. T.
Frau Almata Hollen.
Der Ueber Groß Water T. T. Herr Henricus von Cappeln/ J.U. Licentiarus, und höchsts
verdienter Herr Bürgermeister.
Die Urber Groß, Mutter 7. T. Frau Metta hoyers/ eine Tochter 7. T. Herrn Diderici 13. 26.27
Boyers, hochsverdienten Herrn Bürgermeisters, und T. T. Frau Lucia Meters.
Der Elter Vater 7. T. Herr enrich von Cappeln/ wolverdienter Rathsherr hieselbst.
Die Elter Mutter T. T. Frau Elisa von dem Brink, Erbherrn in Anfum/ und Borkes loh, und T. T. Frau Elisa de Bolswing Tochter.
Von anfänglich wolbemeldeten feinen hochfürnehmen Eltern ist der hochselige Herr Bürgers meister zur ungefärbten Gottesfurcht und andern Tugenden sorgfältigst erzogen; auch frühzeitig in die hiesige Lateinische Schule geschickt, woraus Er im Jahr 1704. den 7. April mit besonderen Rühm ad lectiones publicas promoviret worden; da Er denn sich ber Unterweisung der damals berühmten Lehrer hiesiger hohen Schule, als in Antiquit.& Eloquentia des Herrn Sagittarii, in Philofophicis des Herrn Doct. Tilings, in Jure Herrn Doct. Alb. Meieri, Sperrn Doct. Henr. Cocceji, wie auch Herrn Doct. Cafpari à Rheden, nachher höchftverdienten Bürgermeisters, sich bes dienet; auch im Jahr 1706. den 18. Nov. öffentlich eine in lateinischen heroifchen Versen verfertigte Lobrede auf den durchlauchtigsten Fürsten und Herrn, Herrn Friedrich, damaligen Hessens Cas felischen Erbprinzen und nachherigen König in Schweden mit allgemeinem Beifall gehalten; im gleichen den 1. Martii im Jahr 1707. unter dem Vorsitz Herr Doct. Henr. Cocceji eine Differtation de Jure accrefcendi inter Conjunctos verbis tantum, und den 4. Oct. im Jahr 1708. unter Dem Borsig Herrn Doct. Cafpari à Rheden, de Succeffione Conjugum Statutaria Bremenfi mit ausnehmender Fertigkeit vertheidiget.
Darauf hat Er fich, um seine Studia fortzusehen, über Berlin nach der weitberühmten Unis versität Frankfurt an der Oder begeben, und daselbst des Unterrichts der weltbekandten Profefforum Henrici Cocceji, und der beiden Herren Rhoden, des Vatern und Sohns, genossen; auch Denen hohen Vermálungs. Feftiviteten des Hochfel. Königs in Preussen/ Friderich des Ersten mit der Mecklenburgischen Princeßin, die zu Berlin feierlichst begangen wurde, mit beigewohner. Da aber nach dem unwandelbaren Rathschluß GOttes, im Jahr 1710. den 28. Martii feine hochwerth geschäßte Frau Mutter durch den Tod Ihm entrissen wurde, hat Er feine Rückreise nach Bremen angetreten; und nachdem Er einige Zeit sich hieselbst aufgehalten, ist Er nach der berühmten Unis verfitat Utrecht gezogen; allwo Er die groffen Rechtsgelehrten, den Herrn Vitriarium und Herrn von Eck gehöret, und Ihrer besonderen Freundschaft gewürdiget worden: worauf Er im Jahr 1711. den 6. Martii, nach gehaltener wolausgearbeiteter Inaugural- Differtation: De Foro Domicilii, die wolverdiente Doctor- Würde erhalten.
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Nachdem Er nun von seinen gelehrten Reifen durch Holland und Teutschland in seinem Va terlande wieder angelanget, hat Er sich im Jahr 1711. den 9. Febr. glücklich zum erstenmahl vermas let mit der damals Hoch Edlen, Hoch Ehr und Tugendbegabten Jungfer Gertrud Tilemanns genannt Schenck, T. T. Herrn Friderich) Cafimir Tilemanns genannt Schenck, fürtreflis chen Rechtsgelehrten, Com. Palat. Cæfar. und hochstverdienten ältesten Herrn Bürgermeisters; und T. T. Frau Rebecca Surbicken ehelichen Jungfer Tochter; aus welcher beglückt geführten Che zween Leibes Erben entsproffen, als weil. T. T. Herr Gerhardus Meier, JCt. und wol verdienter Secretarius dieser Stadt, und noch eine Tochter/ welche aber so gleich bei der Geburt wieder verstorben ist: welches traurige Loß auch die Fr. Mutter selbst betroffen, da dieselbe im Jahr 1713. den 24. Dec. das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt.
Worauf der hochfel. Herr Bürgermeister, im Jahr 1715. Den 2. Julii zur zten Ehe geschritten, mit der damals Hoch Edlen, Hoch Ehre und Tugendbegabten Jungfer Meeta Bendleben, bes
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