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Das lezte pflichtschuldige Trauer- und Ehrenmahl, welches dem weiland ... Herren Henricus Lampe, ... beider Rechten ... Doctor, wie auch Derselben an der hiesigen hohen Schule ... ordentlichen Professor, ... , und Ehren-Mitgliede der in dieser Stadt neuerrichteten Deutschen Gesellschaft, bei Desselben leider! frühzeitigem ... Absterben gestiftet ist. / Henr. Heisen, Prof. Eloquent. Publ. Ord. Bibliothecar. & Paedagogiarcha
Entstehung
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Das lezte pflichtschuldige mije d Brauer- und Ehrenmahl,

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welches dem weiland

HochEdlen, Großachtbaren, Hochgelahrten und Weitberühmten Herren, mban Herren Henricus Lampe,

Erb- Richter zu Borgfeld, beider Rechten wolgewürdigten Doctor, wie auch Derselben an der hieft gen hohen Schule hochverdienten ordentlichen Profeffor, fürnehmen Advocaten, und Ehren- Whit gliede der in dieser Stadt neuerrichteten deutschen Gesellschaft,

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bei Desselben leider! frühzeitigem, aber auch chrißtseligem Absterben

16 1703

gestiftet ist.

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Yer wolfelige Herr Doctor und Professor ist allhier in Bremen im Jahr 1713. den 7. Julii aus einem hochansehnlichen Geschlechte gebohren.

Desselben Herr Vater ist der Hochedelgebohrne, Bejie, Hoch Nachtbare, Hochgelahrte und Hochweise Herr, Herr Henricus Lampe, hochfürtreflicher JCrus, und dieser Stadt hochsverdienter Herr Bürgermeister: welchen der allerhöchste GOtt beidiesem schwe ren Trauerfall mit den kräftigsten Tröftungen seines Geistes unter stüßen, und zum Besten unsrer Stadt, und seines ganzen hochfürnehmen Hauses bey allem gesegneten hohen Wolergehen noch viele Jahre gnädiglich erhalten wolle! Die Frau Mutter war die weiland Hochedle, Hochehr und Tugendreiche Frau, Frau Maria Oelrichs. 91/73

Barerlicher Seite ist der Großvater gewesen T. T. Herr Henrich Lam pe, fürnehmer kauf und Handelsmann hieselbst.alib

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Die Großmutter T. T. Frau Adelbeit Beneten. anno vably m Der Uebergroßvater war T. T. Herr Henrich Lampe, wolverdienter Rahtsverwandter dieser Stadt. STOLE

Die Uebergroßmutter T. T. Fr. Gesche Meiers.

Bon mütterlicher Seite ist der Großvater gewesen T.T. Henrich Oelrichs, berühmter Kauf und Handelsmann dieses Orts.

Die Großmutter T. T. Frau Margarerba Timmermanns. Der Liebergroßvater war T. T. Job. Oelrichs, cbenmäßig fürnehmer Kauf und Handelsmann allhier.embed omis Die Ucbergroßmutter war T. T. Frau tharia Dwerhagen.

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เบ Es hat der wolfelige Herr Professor, nachdem Ihm seine anfänglich hoch wolgemeldete Frau Mutter gar frühzeitig durch den Tod entrissen war, von sei nem hochgeliebtesten Herrn Bater die sorgfältigste Erziehung, benebst der getreues ſten Unterweisung zu allem Guten, von seinen zartesten Jahren an, genoffen. Ein munteres Gemüth, fähige Begriffe, ungemeine Begierde zum Lernen tha ten fich frühzeitig bei Demselben hervor: weshalben er auch den Studiis gewied met, und in hiesiges Pædagogium geschicket wurd; allwvo sein lebhafter Ver fand, und embfiger Fleiß mit dem Fortgang der Jahre sich immer glücklicher entwickelren, so daß er nach rühmlich erreichter Meta Claflium im Jahr 1727.den 30. Octobr. ad lectiones publicas würdigst promoviret ward. Wie fruchtbar lich Er von dieser Zeit an seine Tage zugebracht, und mit wie vielem Eifer Er sich bestrebet habe, in Sprachen, Wissenschaften, und gründlicher Gelehrsam feit unter Anleitung der berühmtesten, zum theil noch lebenden, Profefforum hiesigen Gymnafii zuzunehmen, wurde man durch deren Zeugnisse bestärcken können, wenn solches nicht mehr, als zu bekandt wäre. In der Beredsamkeit bediente er sich des Unterrichts Herrn Johannis Havighorfts, in der Weltweis heit des Herrn Doctoris Arnoldi Meiers und Hrn. Johannis Henrici von Lomm, in den Sprachen Hrn. Caroli Kefslers, in der Gottesgelahrtheit des Hrn. Dris Frider. Adolphi Lampen, und Herrn Doctoris Nicolai Nonnen. Auch hielte Er im Jahr 1730. am 7. Jul. mit allgemeinem Beifall eine öffentliche und fever liche Gedächtniß- Rede wegen der von den protestantischen Fürsten und Ständen auf dem Reichstag zu Augsburg, dem Kaiser Carl dem Vien damalen vor zwei hundert Jahr übergebenenen Glaubensbekäntniß. Als er nachmalen dem Sru­dio der Rechtsgelahrtheit sich wiedmete, hat Er die Unterweisung Herrn Dris Francisci Berens, Hrn. Doctoris Johannis Schönen, Herrn Doctoris Bernhar­di Zeppers, und Herrn Doctoris Diderici Düfings genoffen; bis er von bier sich im Jahr 1733. nach Halle in Sachsen begab. Auch allda hat er mit ungemeinem Nusen den Herrn Cangler Ludewig, Herrn Böhmer und Herrn Heineccius in publicis& privatis lectionibus, gehöret, und darauf die academische Studia bes schlossen. Als er demnach diese Universitát verlassen, nahm er seinen Weg über Jena, Leipzig, Dresden, Wittenberg, Helmstädt, Wolffenbüttel und Braun schweig; fezte sich aller Orten in Bekandtschaft mit vielen berühmten und gelehr ten Männern, von welchen er mit groffer Liebe und besondrer Achtung aufge nommen wurde. Nachhero hielte Er sich noch eine geraume Zeit zu Hannover und Celle auf, und erwarb sich eine schöne Erfahrung bei dasigen Gerichten. Von dannen nahm Er eine Reise vor nach den Niederlanden, und erlangte zu Groningen am 26. Mart. 1736. die Doctor- Würde, nachdem er vorher die In­augural Difputation de honore, privilegiis& juribus fingularibus Medicorum, mit vicler Einsicht und Gelehrsamkeit geschrieben, und mit nicht wenigerer Fertig

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