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Das höchstrühmlich geführte Leben, und Christselig erfolgte Absterben des weiland ... Herrn Caspari von Rheden, Fürtrefflichen Jcti, und dieser Kaiserlichen freien Reichs-Stadt Bremen höchstverdienten, jetziger Zeit praesidirenden, Herrn Bürgermeisters / [Verf.: Henr. Heisen]
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Hochedelgebohrnen, Vesten, Hochachtbahren, Hochgelehrten und Hochweisen Herrn,

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S I R R Ø Laspari von Rheden,

Fürtrefflichen JCti, und dieser Kaiserlichen freien Reichs- Stadt Bremen höchftverdienten, jcgiger Zeit præfidirenden,

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Herrn Bürgermeisters.

er selig verstorbene Herr Burgermeister ist allhier in Bremen im Jahr 1681. den 14. Jun. aus dem uhralten und berühmten Geschlechte derer von Rhes den gebohren.

Deffelben Vater ist gewesen der Hochedelgebohrne, veste, bochachtbahre, hochgelahra te und hochweise Herr, Herr Johannes von Rheden, beider Rechten wolgewürdigter Doctor, und derselben anfänglich am hiesigen illuftri Gymnafio berühmter Profeffor Senior, nachmahliger Diefer Stadt wolverdienter ältester Nahtsverwandter, hochbetrauter Richter und zuletzt hochverdien ter Herr Bürgermeister.

Die Frau Mutter war die woledle, groß ehr- und tugendreiche Frau Anna Tredenaps. Der Groß Vater war T. T. Herr Lüderus von Rheden, führnehmer Patricius, so geboh ren von TT. Herr Johann von Rheden, ebenmäßig hochansehnlichem Patricio, und T. T. Frau Metta Speckbanen.

Die Groß Mutter war T. T. Frau Anna Barckeien, Herrn Dithmari Barckeien, wols verdienten Secretarii dieser Stadt, und Frau Anna Houcken eheliche Tochter.

Mütterlicher Seite ist der Groß- Vater gewesen T. T. Diderich Tredenap, fürnehmer Raufa und Handelsmann allhier.

Die Groß Mutter war T. T. Frau Wubbeca Cletteinftrucks.

Von diesen hochansehnlichen Vorfahren war der selige Herr Bürgermeister entsprossen. Seine geliebteste Eltern wandten von den zartesten Jahren Seines Alters die sorgfältigte Bemühung an, Ihm eine glückliche Erziehung zu geben. Sie liessen es daheim an ihrer elterilchen Pflicht der getreuen uns terweisung und Anleitung in feinem Stück ermangeln. Sie schickten Ihn auch frühe in die hiesige lateeinische Schule, worin Sein fähiges und munteres Gemüht immer weiter hervorblickte und Sein embfiger Fleiß mit großem Fortgang von Seinen Præceptoribus angemercket wurde. Nachdem Er nun in den sämmtlichen Claffibus fich solchergestalt wohl gehalten, ist Er im Jahr 1698. dnn 20. Oct. ad Lectiones publicas promoviret worden. Von der Zeit an merckte man noch mehr Seinen Eis fer, es einem iedweden bevor zu thun. In Humanioribus und Philofophia, bediente Er sich des Unter richts der damahls berühmten Profefforum, Herrn Diderici Sagittarii, und Sperrn D. Johannis Eberhardi Schwelings. Er hielte auch im Jahr 1701. am 16. Mart. eine feine Oration mit allgemeis nem Beyfall de Notabilioribus anni Septingentefimi poft Millefimum Rebus. 2ẞie er aber fich vornemlich der Rechtsgelahrtheit gewicdmet hatte, so legte Er auch dazu die Anfangs Grunde unter Anführung des Herrn Doctoris Alberti Meyers, und Herrn Doctoris Wilhelmi Hüpeden. Wie weit aber sein Begriff in den Wissenschaften der Rechten bereits hinan gestiegen, che und bevor Er aus seinem Vaterlande sich hinweg, und nach Marburg begeben, solches legte Er zu Tage mittelst ei ner kurz vor Seiner Abreise am 23. Aug. 1702. ausgeführten Difputation de Translatione Juriam Defuncti in Hæredem. Diese Marburgische von langen Jahren her mit trefflichen Maunern versehe ne Academie hatte Er um desto lieber erwählet, weilen auch Sein Herr Vater fich am ersten dahin begeben hatte. Dieselbst hat Er mit ungemeinen Nußen Seine Zeit zugebracht, und der Un terweisung und Freundschaft der berühmten Hrn. Profefforum Zaunfchleiffer und von dem Felde genoffen. Er bat auch unter dem legtern einen abermabligen Beweis von Seinen Studiis abgestattet, wie solches aus seiner am 18. Aug. 1703. vertheidigten Difputation über einige Thefes in Jure Controverfas zu ersehen ist. Als Er folgends Marburg verlassen, nahm Er seinen Weg über Erfurt, Jena, Leipzig, Halle, erwarb sich die Befandtschaft mit vielen Gelehrten, wels che an diesen Dertern lebten, absonderlich aber wurde Ihm von dem Herrn Lynckero, Herrn Bodi­no und Herrn Strykio mit vieler Achtung, Liebe und Gefälligkeit begegnet. Doch war Seine Aba sicht nicht, an einem dieser Derter zu verbleiben. Franckfurt an der Oder hatte Er ausersehen, Sein Verlangen war schon längstens dahin gerichtet gewesen, die groffen Manner, Herrn Henricum Coc­cejum und Herrn Marcum Rhoden zu hören, und demnechst an diesem Ort die Academische Stu­dia zu befchlieffen. Beides richtete Er auch ins Werck; worauf Er im Jahr 1705. Das Doctorat in Beiden Rechten am 22. May daselbsten erlangte, als Er am 18ten jestgedachten Monats über die Mas terie, De eo, quod juftum eft in dubio, Seine Inaugural Difputation gehalten hatte. Von Franckfurt hat Er fich nach unterschiedlichen Dertern Deutschlandes/ und demnechst nach den Nieders landen gewendet; da Er an allen Oertern das Merckwürdigste befehen, am meisten aber Sich beflißen hat, mit denen fürtreflichsten und gelehrtesten Männern eine genauere Bekandtschaft zu erhalten. Nach solchen mit groffen Nugen abgelegten Reisen kam Er zu ungemeiner Freude Seiner geliebtesten Eltern und fürnehmen Angehörigen in Sein Vaterland glücklich und gesund wieder zurück.

Im Jahr 1707. den 22. Febr. hat Er sich mit der damahls hocheblen, bochehr und tugendbegabe ten Jungfer, Jungfer Gesa Copers, T. T. Zerrn enrici Copers Beider Rechten wolgewür Digten Doctoris, Comitis Palatini Cæfarei, wolverdienten Herrn des Rahts und Richters dieser

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