Ein Consul ist ein wicht'ger Manu,
Den wohl kein Staat entbehren kann! An schließ' ich mich den würd'gen Reih'n Für Reuß, Schleiz, Greiz und Lobenstein.
Denn diese Staaten, wohlbefannt Durch ihre Größ' im deutschen Land
Und Geld besitzend unermessen
Und Handel treibend wie besessen,
Sie können, das sieht Jeder ein,
Gewiß nicht ohne Conful sein.
Mich haben sie dazu erwählt, Und was mir an Besoldung fehlt,
( Denn sparsam sind nach gutem Brauch.
Sie trotz des vielen Geldes auch,) Muß anderweitig ich verdienen; Drum bin ich doppelt hier erschienen
Und zeige so mich um und um
Dem hochverehrten Publicum,
Als Consul halb, halb als Lakei,
Bereit zu allem, was es sei.
Zu Schmaus, zu Kost und Kindelbeer,
Begräbniß und was sonst noch mehr
Bier' ich mich ganz ergebenst an
Und leiste, was nur einer kann;
Zugleich, so groß sind meine Kräfte,-
Verseh ich Consulatsgeschäfte,
Stets frischen Muth's, Jahr aus, Jahr ein,
Für Neuß, Schleiz, Greiz und
Lobenstein.
Und wie man meinen sauren Schweiß Und mein Verdienst zu schäßen weiß, Beweist der Orden( schaut nur hin Und seh't, was für ein Mann ich bin!) Den ich vom Knopfloch hängen lasse, Der Adlerorden vierter Klasse!
Lith Anst. u.Buchdr. v G.Hunckel
Maskerade you.
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7 febr 1846.