Fann
Feier
gütig an!
ber
dürftig(
eder,
63.0 a
Bey der
Hochzeit
des
Herrn Doktor Rohde
mit der
Demoiselle Motz
Den 8 Juny 18 1 o.
Der Venus bin ich herzlich gram,
Weil sie so manchen Freund mir nahm, Den ich mir kaum erworben;
Gewiß, die Liebe und der Tod
Hat mir, zu meines Herzens Noth, Die Rechnung oft verdorben.
Das gute Schicksal gab mir oft
Ein Lebensgut, doch unverhofft
Verlor ich meine Freuden;
Die Freundschaft führt ein Glück mir zu, Doch lang genoß ich's nicht in Ruh, Es mußte wieder scheiden.
So kam noch jungst von ungefähr Aus fernem Land ein Doktor her,
Als Freund bey mir zu wohnen; Kaum bin ich noch mit ihm vertraut, So wählt er eine schöne Braut, Um ihr allein zu frohnen.
Nun steh' ich wieder hier allein>
Und seh bei Hymens Fackelschein
Ein liebes Paar verbinden.
Doch giebt die Hoffnung reuen Muth, Vielleicht kann ich ein größer Gut, Für Einen zwey nun finden.
Drum blühe, jung vertrautes Paar, Im Segen, den von Jahr zu Jahr, Der Himmel Dir verleihe! Und sey gewiß, daß sich kein Freund, Der seinen Wunsch mit mir vereint, Sidh Deines Gluds mehr freue
9. Einent.