Archäologische Landesaufnahme in Bremen
Denkmäler und Funde ausgewählter Gemarkungen Teil III
Von Karl Heinz Brandt
Arbergen
1 Siedlung. Arberger Heerstraße 81-83 LFArch. - LMB 9523
In der Baugrube lür das Haus des Küsters der Arberger Kirche konnte K. H. Brandt am 20. 5.1963 die Profile studieren. Dabei waren deutlich zwei Kulturschichten, die durch eine Sandaufwehung getrennt waren, zu erkennen. Aus der unteren Schicht des Nordprofils konnte eine Wandungsscherbe geborgen werden. Sie ist grau-schwarz, fein gemagert und außen gut geglättet.
2 Lesefund. Kirchberg LFArch. - LMB 9699
Anläßlich einer amtlichen Geländebegehung am 29. 5. 1964 fand H.-W. Beis- sert am SW-Hang des Kirchberges im Bereich des modernen Friedhofs zwei Tongeläßscherben blaugrauer spätmittelalterlicher Drehscheibenware.
3 Siedlung. Mühlenberg
LFArch. Bericht Brandt - LMB 9732
Im Oktober 1965 unterrichtete der Baudenkmalpfleger Karl Dillschneider den Landesarchäologen von einem Bauantrag der ARAL A.G., am Fuße des Mühlenberges mit der unter Denkmalschutz stehenden Windmühle eine Tankstelle zu errichten. Da vom Mühlenberg selbst und seiner nächsten Umgebung keine Funde bekannt waren, außerdem in Mahndorf eine weitere Grabungskampagne lief, wurde auf eine vorsorgliche Untersuchung des Bauplatzes verzichtet. Statt dessen wurde mit den Vertretern des Bauherrn sowie dem Grundstückseigentümer eine rechtzeitige Benachrichtigung über den Beginn der Bauarbeiten vereinbart. Als im Juni 1966 dann Bagger und Planierraupen eine Fläche von 25 x40 m in den SW-Hang des Mühlenberges einzuschneiden begannen, wurden diese Arbeiten von Anfang an überwacht. Beim Auftreten der ersten keramischen Funde wurde die in Mahndorf eingesetzte Grabungsmannschaft zu der fälligen Notbergung umdirigiert. In der
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