Archäologische Landesaufnahme in Bremen
Denkmäler und Funde ausgewählter Gemarkungen Teil 1
Von Karl Heinz Brandt
Vor fünf Jahren konnte hier über Stand und Aufgaben der Archäologischen Landesaufnahme in Bremen berichtet werden 1 . Mit Bezug auf die seit 1961 vom Landesarchäologen erarbeitete Erfassung (Inventarisation) aller Funde und Denkmäler mußte festgestellt werden, daß diese als Basis für die Denkmalpflege und Landesforschung zunächst nur amtsinterne Bedeutung haben konnte. Deshalb wurde nachdrücklich darauf hingewiesen, daß die Inventarisation der überregionalen Forschung erst dienlich werden kann, wenn sie in Katalogform als Quellensammlung veröffentlicht würde. Dabei schien es selbstverständlich, daß dieser »krönende Abschluß« eine Bearbeitung aller Gemarkungen, allenfalls getrennt nach Stadtgemeinden, voraussetzte. Da ein solches umfassendes Unternehmen nach Lage der Dinge in Bremen, wenn überhaupt, in absehbarer Zeit nicht zu verwirklichen sein dürfte, würden die bisher druckfertig bearbeiteten Gemarkungen 2 eine klare Fehlinvestition gewesen sein.
So hat sich in den letzten Jahren die Einsicht durchgesetzt, daß auch die Publikation einzelner Gemarkungen durchaus ihren Sinn und Wert haben kann. Deshalb werden die abgeschlossenen Gemarkungsinventare hier in Fortsetzung erscheinen 3 . Bei der Publikationsform werden die a.a.O. dargelegten Grundsätze angewandt. Nicht zu realisieren war jedoch die Ankündigung 4 , daß »für endgültige Publikation größerer Satzspiegel und Differenzierung der Maßstäbe vorgesehen« sei. Da kein anderes Publikationsorgan als dieses Jahrbuch zur Verfügung stand 5 , bedarf diese Abweichung keiner näheren Erklärung. Der fragmentarische Charakter dieser Publikation be-
1 Karl Heinz Brandt, Zur archäologischen Landesaufnahme im Lande Bremen - Stand und Aufgaben, in: Brem. Jb. 66, 1988, S. 453 - 472
2 Ebd., S. 459 f: Links der Weser: Obervieland mit Alken-Kattenesch, Arsten, Habenhausen, Neuenland. Niedervieland mit Rablinghausen, War und Woltmershausen. Rechts der Weser: Arbergen. - Der Stadtwerder wurde a.a.O. bereits als Beispiel für eine Gemarkungs-Inventarisation abgedruckt.
3 Damit sich diese Publikation nicht über einen unübersehbaren Zeitraum erstreckt, werden historisch und landschaftlich verbundene Gemarkungen zusammengefaßt vorgelegt: Obervieland, Niedervieland; Arbergen.
4 Ebd., S. 467 und S. 469: Abbildungsunterschriften.
5 Dem Redaktionsausschuß gebührt Dank für dieses Wagnis. Auch der Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte (Mitglied im Nordwestdeutschen Verband für Altertumsforschung) sei gedankt für die Wiederaufnahme ihrer früher geübten Praxis, archäologische Publikationen zu fördern.
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