Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen
1985 bis 1988
Fünfter Bericht des Landesamtes für Denkmalpflege
Von Hans-Christoph Hoffmann
I. Zur Lage der Denkmalpflege
In den drei zurückliegenden Jahren hat sich die Lage des Haushalts wieder konsolidiert — auf niedrigem Niveau zwar, aber doch so, daß man wieder beginnt, über den Tag hinaus zu planen. Es bleibt zu hoffen, daß es sobald nicht noch einmal zu so heftigen Haushaltsbewegungen kommt, wie wir sie in den frühen 80er Jahren erlebt haben.
Entsprechend dem Brauch früherer Berichte 1 soll zunächst ein Überblick gegeben werden über den finanziellen Rahmen der bremischen Denkmalpflege:
Verwendungszweck
für stadteigene Kulturdenkmäler für Zuschüsse und Ensembles für kleine Instandsetzungsmaßnahmen an städtischen Kulturdenkmälern
1985 1986 1987 1988
41 600 43 650 44 000 44 000
34 000 40 000 40 000 40 900
25 000 20 000 20 000 20 000
Von diesen Ansätzen mußten im Durchschnitt der Jahre etwa 8 % als Einsparungen abgezweigt werden. Ohne die Stiftung „Wohnliche Stadt" hätte es deshalb auch in diesem Zeitraum keine berichtenswerte Arbeit in der bremischen Denkmalpflege gegeben; die Munifizenz der Stiftung hat dabei nicht nur sichergestellt, daß die zeitweilig abgerissene Kontinuität in der Ensemblearbeit wieder aufgegriffen und fortgesetzt werden konnte, sondern daß auch so anspruchsvolle denkmalpflegerische Arbeiten durchgeführt und begonnen werden konnten wie der Neuguß des Rosselenkers von Tuaillon oder die Wiederherstellung des Gewächshauses im Hasse-Park.
1 Hans-Christoph Hoffmann, Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1971 bis 1977, in: Brem.Jb., Bd. 56, 1978 (zit. 1. Bericht); ders., Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1978 bis 1979, in: Brem.Jb., Bd. 58, 1980 (zit. 2. Bericht); ders., Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1980 bis 1981, in: Brem.Jb., Bd. 60/61, 1982/83 (zit. 3. Bericht); ders., Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1982 bis 1984, in: Brem.Jb., Bd. 63, 1985 (zit. 4. Bericht).
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