Jahrgang 
Band 64 (1986)
Seite
249
Einzelbild herunterladen
 

Neue Ausgrabungen und Funde in der Freien Hansestadt Bremen 1985

Von Karl Heinz Brandt

Vorbemerkungen

Rentierjägerrastplatz in Bremen-Burgdamm — ein Nachruf Urnenfund auf der Landesgrenze in Bremen-Lesum

Siedlung der vorrömischen Eisenzeit in der Trasse der B 74 in Bremen- Burgdamm

Siedlungsspuren des 1. Jahrhunderts n. Chr. in Bremen-Rekum St.-Petri-Dom

Ausgrabungen im Bleikeller — Keramik und Schwertgurtbeschläg Stand der Schlußpublikation Keramische Funde aus der Wüstung Ganderse in Bremerhaven-Lehe

Vorbemerkungen

Am 27. Mai 1975 wurde von der Bürgerschaft (Landtag) das „Gesetz zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmäler" verabschiedet 1 . Der zehnte Jahrestag dieses Ereignisses, das Jahrzehnte früher erwünscht und erwartet wurde, weil es zumindest für die Stadtgemeinde Bremen — im Gegensatz zu anderen Bundesländern — keine älteren Gesetzesvorschriften gab 2 , fällt somit in das Berichtsjahr. Wer jedoch die bisherigen zehn Berichte 3 „Neue Ausgrabungen und Funde ..." in diesem Jahrbuch verfolgt hat, weiß, wie es um die Anwendung und Wirksamkeit dieses Gesetzes im archäologischen

1 Gesetzblatt der Freien Hansestadt Bremen vom 11.6.1975, S. 265.

2 Eine auf Betreiben der „Anthropologischen Commission", die von der Histori­schen Gesellschaft (!) und dem Naturwissenschaftlichen Verein getragen wurde, vom Senat im Jahre 1872 (!) erlassene „Verordnung betreffend den Schutz ge­schichtlicher und vorgeschichtlicher Denkmale" war zwar ihrer Zeit weit voraus, jedoch in der Praxis nicht anwendbar.

3 Dieses Dezennium sei Anlaß, den Herausgebern dieses Jahrbuches für die Einbe­ziehung der archäologischen Denkmalpflege zu danken. Nachdem die „Bremer Archäologischen Blätter", die seit 1960 in sieben Heften herausgegeben werden konnten, im Jahre 1976 ihr Erscheinen wegen Kündigung der Mitherausgeber­schaft durch die Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte und das Ludwig-Roselius- Museum für Frühgeschichte (vormals Väterkunde-Museum) einstellen mußten, wurde so wenigstens die Veröffentlichung der „Fundchronik" erhalten.

249