Jahrgang 
Band 64 (1986)
Seite
193
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Die Entwicklung des Industrie- und Handelshafens

Ein wenig bekannter und verschiedentlich verkannter Zeitabschnitt bremischer Wirtschaftsgeschichte*)

Von Helmut R. Hoppe

Dieses Thema wurde vom Vorsitzer der Historischen Gesellschaft für die Mitgliederversammlung ausgewählt, um auf Vorträge aus den Bereichen der politischen und Kulturgeschichte ein Referat aus der Hafengeschichte folgen zu lassen. Das erscheint um so wünschenswerter, weil die verschiede­nen Becken dieser Hafengruppe, dieIndustriehäfen" genannt werden, in der Öffentlichkeit wenig herausgestellt und bei den Hafenrundfahrten stets ausgespart werden. Es geht darum, in unserer gegenwärtigen bedrückenden bremischen Gesamtsituation Wirtschaftsprobleme nüchtern und abseits von Ideologien zu behandeln. Das geschieht auch, weil Bremen eine Stadt ist, die wesentlich von den Leistungen ihrer Kaufmannschaft und damit von deren finanziellen Erfolgen lebt. Das hängt aber auch von deren Behandlung durch die Politik ab. Die Beschäftigung mit diesem Thema ist schließlich deswegen zweckmäßig, weil mit der Erneuerung der Industriehafenschleuse in den letzten Jahren ein neuer Zeitabschnitt für dieses Hafenrevier beginnt, der zu Rückschau und Ausblick veranlaßt.

Daraus ergibt sich folgende Gliederung des Referats:

1. Die Ausgangssituation,

2. die historische Entwicklung,

3. die besonderen Probleme, nämlich

3.1 die Hafengebühren, -kosten und -entgelte,

3.2 die Zollfragen,

3.3 die Gliederung der Seehafenverkehrswirtschaft,

4. eine Abschlußbetrachtung.

Der Referent stützt sich weniger auf Archivunterlagen als auf die Lebens­erinnerungen einiger Kaufleute sowie deren Lebensbeschreibungen durch Dritte, auf die Dissertation von Agnes Thiermann über die Industrie am seeschifftiefen Wasser (1936) und besonders auf unmittelbare Eindrücke und Erkenntnisse aufgrund eigenen Mitwirkens in der bremischen Hafen­politik.

*) Vortrag, gehalten am 27. März 1985 anläßlich der Mitgliederversammlung der Historischen Gesellschaft im Haus Schütting. Der Referent war von 1955 bis 1981 Syndicus der Handelskammer Bremen.

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