Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen
1982 bis 1984
Von Hans-Christoph Hoffmann
I. Zur Lage der Denkmalpflege
Im ersten Bericht der Denkmalpflege, der 1978 an diesem Ort erschien, war davon ausgegangen worden, daß die Berichte in einem zweijährigen Turnus folgen könnten 1 . Dieser vierte Bericht umfaßt nun einen Berichtszeitraum von drei Jahren, und es ist unsicherer denn je, wann der nächste Bericht folgen kann. Auch das hat mit der finanziellen Ausstattung der Denkmalpflege in Bremen zu tun.
Diese finanzielle Seite der Denkmalpflege ist in den beiden vorausgegangenen Berichten 2 so eingehend dargestellt worden, daß sich eine erneute Schilderung der Misere erübrigt. Es bleibt nur nachzutragen, daß sich die Situation nicht entspannt hat, sie ist vielmehr dadurch, daß von den viel zu geringen Haushaltsanschlägen jeweils noch Beträge in der Größenordnung von 8—10 Prozent gesperrt blieben und die Kürzungen mehr und mehr auch auf die Haushaltstitel durchschlagen, mit denen die Verwaltungs- und Forschungsarbeit durchgeführt wird, bedrückender denn je.
Der Zuschußhaushalt sah in den vergangenen Jahren so aus:
Verwendungszweck
1982
1983
1984
für stadteigene Kulturdenkmäler
40 140
40 000
41 600
für Zuschüsse in Ensembles
30 000
30 000
32 000
für kleine Instandsetzungsmaßnahmen
an (städt.) Kulturdenkmälern
25 000
25 000
25 000
Von diesen Ansätzen mußten also noch Einsparungen abgezweigt werden. Die Hauptlast der Denkmalpflege übernahm in diesen Jahren die Stiftung „Wohnliche Stadt". Ihre Zuwendungen nahmen mehr und mehr den Charak-
1 Hans-Christoph Hoffmann, Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1971 bis 1977, in: Brem. Jb., Bd. 56, 1978, S. 235—291 (zit.: 1. Bericht), hier: spez. S. 236.
2 Ders., Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1978 bis 1979, in: Brem. Jb., Bd. 58, 1980, S. 267—313 (zit.: 2. Bericht): ders., Die Denkmalpflege in der Freien Hansestadt Bremen 1980 bis 1981, in: Brem. Jb., Bd. 60/61, 1982/83, S. 229—267 (zit.: 3. Bericht).
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