Neue Ausgrabungen und Funde in Bremen (1978)
Von Karl Heinz Brandt
Das Berichtsjahr 1978 war für die archäologische Denkmalpflege in Bremen ein Jubiläumsjahr. Es war das 25. Jahr fachmännischer Betreuung archäologischer Belange, zunächst in der Stadtgemeinde Bremen, seit 1975 auch in Bremerhaven. Mit der Berufung eines Facharchäologen am 1. Januar 1954 wurde die bis dahin nebenamtliche und fachfremde Leitung dieses Arbeits- und Forschungsbereiches beendet. Die im Jahre zuvor erschienene Publikation des Gräberfeldes vom Fuchsberg in Bremen-Mahndorf durch dessen Ausgräber, Ernst Grohne, hat nicht nur eine erfolgreiche „nebenamtliche" Archäologentätigkeit 1 ) gekrönt, sondern gewiß auch die Entscheidung der Zuständigen beeinflußt, künftig einen hauptamtlichen Archäologen einzustellen.
Jubiläen, vor allem der vorliegenden Größenordnung, sind gemeinhin Einschnitte, die einen Rückblick rechtfertigen, wenn nicht sogar fordern 2 ). Dies soll aber weder hier noch andernorts geschehen. Ausgenommen sei davon jedoch die Ehrenpflicht, in Dankbarkeit festzustellen, daß dieses Jubiläum ohne die Einsicht und das Engagement des damaligen zuständigen Senators und späteren Bürgermeisters Willi Dehnkamp und des Sprechers der Deputation für Wissenschaft und Kunst Wilhelm Ahrens, Ortsamtsleiter in Vegesack (f 1974), nicht erreicht worden wäre. Die einst zu verfassende Geschichte der Wissenschaften in Bremen wird an diesen beiden Namen, auch in anderem Zusammenhang, nicht vorbeigehen können.
Im Berichtsjahr konnte die Archäologische Landesaufnahme durch Fortführung der planmäßigen Geländebegehungen vorangebracht
') Karl Heinz Brandt, Grohnes urgeschichtliche Forschungen, in: Heimat und Volkstum, 1957, S. 28—34.
2 ) Für die ersten zwölf Jahre vgl. Karl Heinz Brandt, 30 Jahre Vorgeschichte am Focke-Museum, Bremen 1967 (Hefte des Focke-Museums, Nr. 12). — Zur jetzigen Stellung des Landesarchäologen seit Erlaß des Gesetzes zur Pflege und zum Schutz der Kulturdenkmäler vom 27. 5. 1975 vgl. Brem. Jb., Bd. 55, 1977, S. 337.
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