Die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zwischen Bremen und Burg zu Anfang des 19. Jahrhunderts
Kanalprojekt — Chausseebau Von Harry Schwarzwälder
Das Projekt eines Kanals zwischen der Stadt und der Lesum
Untersuchungen in den Jahren zwischen 1804 und 1809
Die Verkehrsverhältnisse auf dem Heerweg zwischen Bremen und Burg waren bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wenig komfortabel. Dennoch stellte er eine wichtige Handelsstraße dar, über die bis zum 18. Jahrhundert der gesamte und danach ein Teil des über Land gehenden Verkehrs mit Hamburg über Bremervörde und Stade abgewickelt wurde 1 ). Natürlich diente die Straße darüber hinaus auch örtlichen Bedürfnissen; sie war, dem Dünenrücken des Bremer Beckens folgend, die wichtigste Straßenlinie des Werderlandes.
Neben der Straße gab es von alters her einen nicht minder bedeutenden Verkehrsweg, die Weser. Zunehmende Versandung und das Unvermögen, eine genügende Wassertiefe zu erhalten, blieben neben der Abhängigkeit der bremischen Weserschiffahrt vom Wohlwollen der Oldenburger Grafen jahrhundertelang eine der größten Sorgen des kleinen Bremer Staatswesens. Zwar hatte man versucht, durch Schiengen und Buhnen, sogenannte Schlachten, den Strom einzuengen und so die natürliche Räumkraft des Wasserzuges zu vergrößern, man hatte im 17. Jahrhundert sogar eine Schleuse in der Lesum angelegt, um die Wasserstände in der Weser zu erhöhen 2 ), dennoch verwilderte
Diese Arbeit wurde vom Senator für Wissenschaft und Kunst mit dem Bremer Preis für Heimatforschung 1978 ausgezeichnet.
') Friedrich Bruns und Hugo Weczerka, Hansische Handelsstraßen, Weimar 1962—1968 (Quellen u. Darst. z. hans. Gesch., NF, Bd. XIII), Textbd. S. 252.
2 ) 2 — Q. 2. B. 10. f. Sämtliche in dieser Arbeit zitierten ungedruckten Quellen befinden sich im Staatsarchiv Bremen.
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