Technische Sehenswürdigkeiten im Bremen der Barockzeit
Von Herbert Schwarzwälder
Inhaltsübersicht
Quellen und Literatur
Leonhard Christoph Sturm und Jacob Leupold Leonhard Christoph Sturm reist über Oldenburg und Delmenhorst nach Bremen
Die „Wasserkette" beim Bau von Bastionen an der „Braut" Die Weserbrücke Die Walkmühle Das Wasserrad
Leonhard Christoph Sturm und Jacob Leupold über das Wasserrad Zusammenfassung: die Technik des Wasserrades Die Verteilung des Wassers „Pumpereien" auf der Schlachte
Technikgeschichte war bisher nicht gerade ein Lieblingsgebiet bremischer Geschichtsschreibung. Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Historiker sind im allgemeinen nicht zugleich Techniker; Ingenieure aber haben in ihrem Fachgebiet selten historische Interessen. Und auch jene wissenschaftliche Richtung, die nicht müde wird zu zitieren „Welches immer die gesellschaftlichen Formen der Produktion, Arbeiter und Produktionsmittel bleiben stets ihre Faktoren" (Marx-Engels Gesamtausgabe XXIV, 42), beschäftigt sich durchweg nur mit gesellschaftlichen Formen und Arbeitern, nicht aber mit den „Produktionsmitteln" (u. a. Werkzeugen und Maschinen). Daß es unabhängig von der ideologischen Position in der bremischen Geschichtsschreibung erfreuliche Ausnahmen gab, zeigen Arbeiten wie: Bremen und seine Bauten (1900), die Aufsätze von Heinz Conradis über die Weservertiefung (1944, 1955), von Rolf Martens über Eisenbahn und Straßenbahn (1972/76) sowie von Alfred Ohl über die Wasserversorgung (1973).
In diesem Aufsatz soll auf einige bisher wenig oder gar nicht beachtete Quellen hingewiesen werden, die um 1700 entstanden sind und aufschlußreiche Bemerkungen über technische Sehenswürdigkeiten in
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