Heimweh nach Bremen und Borgfeld
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VII.
Heimweh nach Bremen und Borgfeld
Neue Familienbriefe aus dem Kreise der Familien von Lingen und Noltenius aus den Jahren 1813 bis 1859 1 ).
Mitgeteilt von Günter Schulz
Vor einigen Jahren konnte der Herausgeber der folgenden Briefe und Tagebuchaufzeichnungen die Briefe des Bremer Ratsherren Caspar von Lingen (1755—1837) vorlegen 2 ).
Eine seiner Töchter, Catharina Marie von Lingen (19. April 1790 bis 6. Dezember 1858) aus erster Ehe heiratete am 16. November 1819 den Secretarius am Bremer Criminalgericht, Johann Eberhard Noltenius (31. Oktober 1777 bis 30. Juli 1845). Mit dieser Ehe wurde die Verbindung der Familien Noltenius und von Lingen begründet 3 ).
Die nachfolgenden Lebenszeugnisse der heute wie damals verehrten Urgroßmutter eines Zweiges der Familie Noltenius vermitteln dem Leser bedeutende Einblicke in die geistig-sittliche Entwicklung eines bremischen jungen Mädchens aus der Zeit ihrer Ausbildung in einem Lüchower Landhaushalt und das Bild einer liebevollen, mütterlichen Frau, die in ihrer Ehe mit Johann Eberhard Noltenius neun Kinder zur Welt brachte, mit denen sie bis zu ihrem Tode in herzlicher Verbindung gestanden hat 4 ).
') Der Herausgeber dankt Herrn Bürgermeister Dr. Jules Eberhard Noltenius und seiner Mutter, Frau Elsa Noltenius in Bremen-Borgfeld, auch an dieser Stelle für die freundliche Erlaubnis, diese Briefe und Tagebücher zu veröffentlichen.
2 ) Vgl. Jahrbuch der Wittheit zu Bremen, Band IX, 1965.
') Marie von Lingen war die älteste Tochter, hatte als Kind noch ihre früh verstorbene Mutter Gesche Margarete, geb. de Hase, erlebt. Mit ihrer zweiten Mutter, Susanne Johanne, geb. Wilhelmi, verband sie ein herzliches Verhältnis.
4 ) Marie von Lingen war die Urgroßmutter der sog. roten Linie. Die Urgroßmütter der anderen Zweige waren:
Friederike Rohde (1778—1859), Frau des Bürgermeisters Johann Daniel Noltenius (1779—1852) und
Therese Auguste Schöne (1791—1882), Frau des Pastors Bernhard Noltenius (1788—1828).
Von dem ältesten Bruder, Johann Heinrich Noltenius (1770—1828), der ebenfalls mit einer Rohde verheiratet war, gibt es keine Träger des Namens Noltenius mehr.