Jahrgang 
1911: 1909/1910 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
Seite
471
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IV. Deutsch-Südwest- af ri ka.

Ein Bericht ist nicht eingegangen.

V. Deutsch-Neu-Guinea.

(Berichterstatter: Medizinalrat I)r. Wendland.)

I. Sanitätspersonal.

Im sogenannten alten Schutzgebiet sind vier Regierungsarzt­stellen vorgesehen, drei im Bismarck-Archipel, und zwar je eine in Herbertshöhe, Rabaul und Käwieng (Nord-Neu-Mecklenburg), eine in Kaiser-Wilhelmsland: in Friedrich-Wilhelmshafen. Die Arztstelle in Herbertshöhe war von Mitte April bis Anfang Juni 1909 unbesetzt und wurde vom Arzt in Rabaul während dieser Zeit mitversehen. Mitte Januar übernahm dieselbe wieder der vom Urlaub zurückgekehrte Berichterstatter. Die übrigen Stellen waren das ganze Jahr hindurch besetzt.

Von Heilgehilfen waren im Schutzgebiet im Gouvernements­dienst acht tätig, und zwar drei auf den obengenannten Stationen des Bismarck-Archipels, vier auf den kleineren Stationen ohne Arzt, und zwar je einer in Kieta (Salomons-Inseln), und in Eitape (Kaiser- Wilhelmsland) das ganze Jahr hindurch, einer in Namatanai (Süd- Neu-Mecklenburg), bis Ende November 1909, sodann in Rabaul, einer in Morobe (Kaiser-Wilhelmsland) seit März 1910, schließlich war einer der Papua-Grenzexpedition beigegeben und später der Deutsch- Holländischen Forschungsexpedition. Ferner waren sieben bis acht Heilgehilfen von Privatgesellschaften angestellt.

Endlich waren im Krankendienst drei Schwestern vom deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien im hiesigen Schutz­gebiet tätig, zwei im Europäer-Krankenhaus in Herbertshöhe, eine in Friedrich-Wilhelmshafen.