370
A. Deutsch-! Istafrika.
bis September in Lincli herrschende Windpockenopidemie in Betracht ; es erkrankten in ihrer Folge 7 Askari.
Die anderen durch Infektionskrankheiten bedingten Zugänge sind wohl zum großen Teil durch die im Schutzgebiet während des Berichtsjahrs aufgetretenen Epidemien veranlaßt worden, nahmen in der Schutztruppe aber nie epidemischen Charakter an, da sich dieselben fast gleichmäßig auf die einzelnen Monate verteilen.
E n d emie n.
Die Erkrankungen an den in der Schutztruppe „endemisch herrschenden Krankheiten“, als Rückfallfieber, Malaria, Ruhr und Geschlechtskrankheiten, weisen bei deutschen Militärpersonen wie Farbigen teilweise nicht unerhebliche Schwankungen gegen das vorhergehende Berichtsjahr auf.
Die Zahl der Zugänge und ihr Verhältnis zum Hundert der Iststärke betrug bei
deutschen Militärpersonen: bei Rückfallfieber ....
bei Malaria.
bei Ruhr.
bei Geschlechtskrankheiten farbige Soldaten: bei Rückfallfieber ....
bei Malaria.
bei Ruhr.
bei Geschlechtskrankheiten
]
!>( »4/1)5
l!X)5/0(i
23
(16 o/o)
15
(6,2%)
140 (102%)
252 (104,2%)
8
(6%)
15
(6,2%)
9
(6,5 o/o)
8
(3,6%)
19
(1 %)
44
(i,i 7«)
273
(14%)
1099
(28,6 %)
98
(5%)
178
(4,6%)
655
(39 %)
744
(19,4 %)
Mährend also bei den deutschen Militärpersonen der Prozentsatz der Erkrankungen an Malaria und Ruhr annähenid gleich geblieben ist, haben die Erkrankungen an Rückfallfieber fast um %, die an Geschlechtskrankheiten beinahe um die Hälfte abgenommen. Bei den Farbigen dagegen sind die Erkrankungen an Rückfallfieber und Ruhr annähernd gleich geblieben, die für Geschlechtskrankheiten auf die Hälfte zurückgegangen, während dagegen für Malaria eine Vermehrung auf etwas über das Doppelte gegen das Berichtsjahr 1004/05 stattgefunden hat.
Wenn es überhaupt bei dem fortwährenden Personal- und Ortswechsel sowohl der deutschen Militärpersonen wie auch der farbigen Soldaten mißlich ist, aus dem Anteil der einzelnen Stationsbesatzungen an Zugängen der oben genannten Krankheiten