216
Zweiter Theil. Bestimmungen für die einzelnen Schutzgebiete.
àireot to tbe lest river banlc ok tbe Olà (üalabar or Oross Liver and terrninating aktsr erossing tbat river at tbe point about 9° 8^ ok longi- tuàe east ok (^resnwiob marked „Laxids^ ou tbe Lnglisb ^.dnriraltv Obart.
(^errnan)' engages not to rnalce aoojnisitions, aoeept Lroteotorates, or iràrters witb tbe extension ok Lritisb inlluenoe in tbat part ok tbe Ooast ok tne (^nlk ok (Guinea lving between tne rigbt river banlî ok tne rnoutn ok tne Lio ciel Lev as above àeseribecì ancì tbe Lritisb Oolonv ot' Lagos; nor in tbe interior to tbe west ok tbe lins traeeà in tbe xreeeding xaragraxb.
Lotb Lowers agree to witbclraw anvLroteetorates alreaàv establisbecì witbin tbe liniits tbn8 assigned to tbe otber, a reservation being sveeiallv rnaàe as to tbe settlement ok Vietoria, ^.rnbas La)' wbiob will continus to be a Lritisb Lossession.
(^erinanv engages to witbclraw ber Lrotest against tbe boisting ok tbe Lritisb Llag at Lanta Lueia Lav, aucl to rekrain krorn making aeo^ni- sitions ok territorv or establisbing Lroteetorates on tbe Ooast between tbe Oolonv ok Xatal ancì Lelagoa Lav.
I sball be glaà to receive krorn ^"our Lxeellene)' a korrnal Notineation tbat tbe (^erinan (^overninent accept tbe arrangeinent above reeorâeâ.
I bave tbe bonour to be etc.
(^ranville.
His Lxeellene^ tbe Oount Nüuster.
dd. Note des Kaiserlichen Botschafters in London au Lord Granville.
Deutsche Botschaft. London, deu 7. Mai 1885.
Mylord!
Ew. Exzellenz Note vom 29. April d. I,, betreffend die Verhandlungen zwischen der kaiserlichen und der Königlich Großbritannischen Regierung über eiue Treuuuug und Abgrenzuug der beiderseitigen Machtsphären in den Gebieten am Golf von Guinea, habe ich zu erhalten die Ehre gehabt. Es wird darin ein Übereinkommen nachstehenden Inhalts vorgeschlagen:
Großbritannien verpflichtet sich, keine Gebietserwerbungeu zu machen, leine Schutzherrschaften anzunehmeu und der Ausbreitung deutscheu Einflusses nicht eutgegeuzuwirken in demjenigen Theile der Küste und des Inlandes von Guinea, welcher östlich von der Linie liegt, die aufwärts gebildet wird durch die rechte Userseite des zwischen dem 8° 42' uud 8° 46' östlicher Länge in die See mündenden Rio del Rey bis zu seiner Quelle uud von dort iu gerader Linie die Richtung nach der linken Uferseite des Alt-Kalabar- oder Croß Flusses nimmt, diesen Fluß überschreitet und ungefähr auf dem 9^ 8' östlicher Länge an einem Puukte eudigt, der auf der englischen Admiralitätskarte als „Iìa,pià8" bezeichnet ist.
Deutschland verpflichtet sich, keine Gebietserwerbungen zu machen, keine Schutzherrschaften anzunehmen und der Ausbreitung britischen Einflusses nicht eutgegeuzuwirken in demjenigen Theil der Küste uud des Jnlaudes von Guinea, welcher zwischen der, wie vorstehend angegeben, an der Münduug des Rio del Rey begiuueudeu Linie und der britischen Kolonie Lagos liegt. Beide Mächte kommen überein, alle Schutzherrschaften, welche sie innerhalb der hiernach dem andereir Theil zugestandenen Grenzen schon errichtet haben, aufzugeben, wobei jedoch eine besondere Ausnahme für die Niederlassung der