Achtzehnter Jahrgang. Viertes Quartal.
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Wremen-Wonnerstsg ven 3- Oktober i8gs.
Mit Gott gedacht, gethan und gut- Saaten In seinem Namen reichlich ausgestreut,
Ein reines Herz und frommer Liebe Thaten, — Das bleibt und folgt in jene „Ewigkeit."
Was bleibet uns?
Schon ist die Erde, blürhenvoll das Leben,
Mit tausend Reizen schmückt sich die Natur;
Der Hoffnung golo'ne Traumgedildc schweben Vor Geisterblickcn auf der ird'schen Flur;
An theure Menschen ketten Freundschaftbande DaS fromme Herz, das Edles hat gefunden;
Doch denke stets: Nur was vom HimmelSlanda Entspringt, verschafft uns scl'ge Himmelsstunden.
Ein weit Gebiet der Kunst ist aufgeschlossen Für jedes Geistes kühnen Adlerslug;
Dcr Wahrheit Strahlenstrom ist auSgcgosscn;
Vor ihm entflieht der Täuschung-Schein und Trug. Dcih alles Forschen, aller Weisheit Schimmer Neibt, wenn'S von Gott entfernt, im Tode nicht. Nur was mit Gott durchdacht, verzehret nimmer;
Des Wissens Dunkelheit zerstreut sein Licht.
Zum Wirken ward dem Menschen Kraft gegeben Und Jeder treibt sein Tagewerk im Schweiß;
Nach Ruhm verlangt des Jünglings heißes Streben; Die Nachwelt -noch soll rühmen seinen Fleiß.
Doch wo nicht Gott die Heldenthat bewegte, Versinkt sie spurlos in Vergessenheit.
Nur wer sein Werk in Gottes Hände legte, Lebt dauernd fort für Zeit und Ewigkeit.
Zum Schlachtgewühl- führt's den kühnen Streiter, Det Sieges Lohn stählt seine Heldcnkraft;
Besitz dcr Lander treibt ihn muthig weiter,
Ob auch das Schwert Tod und Verderben schafft.
Doch Staub sind Siegstrophäen, Waffknthaten, Wenn Sklavenjoch des Freien Nacken drückt.
Nur für den Himmel reifen gute Saaten, Auf die die Nachwelt noch mit Liebe blickt.
Man huldiget dem Mammon mit Begierde lind unersättlich häuft man Schatz auf Schatz;