Achtzehnter Jahrgang Drittes Quartal.
-O^öro. 69 .
Der
e r > v e
Woche n s ch k i f k.
Brtmen» Wonnerstsg vrn sr>> Tugust isss.
Willst du nach dem Lhale fragen Wo des Friedens Zauber werlt: — Soll dieß Lied dir Wahrheit sagen Eh' die Zeit der Kraft enteilt.
Daevcs.
Das reine Herz.
Matth. s, s.
Zum Himmel strebt des Frommen Herz hieniedcn, Das nur auf Gott des Glaubens Felsen baut/
Und findet nur den schönsten, sel'gen Frieden,
Wenn heiter stets der Blick nach Oben schaut.
Nur wenn der Seele Kraft, von Irrthum frei, sich regt,
Ein reines Herz im innern Heitkgthume schlagt,
. Dann fühlen wir'S: Mit Gott im feste» Bunde
Tönt doch uns nur der Freude schönste Stunde. >
Das reine Herz, des Frommen Ehcenkrllne,
Das nur für's Wahre Gute, Edle lebt,
Das reine Herz, das nur zum Himmelslohne In Lebenskränze Freudcnblumen webt:.
Das reine Herz, das nichts von Haß und Wollust kennt,
Und Geister eint, wo Bitterkeit und Zwietracht trennt: Dieß sey das Gut, wonach wir Alle streben.
Es schließt uns auf ein sel'geL Himmelslebcn.
Heil Jedem, wem dieß hohe Glück geworden,
Wer sich erhielt den frommen Kindessinn.
Es öffnet uns der Gnade Himmelspforten,
Es zieht das Kind zum Baterherzcn hin.
Denn selig, die ihr Heil im reinen Herzen b a u'n,
Sie werden einst den Herrn im höhern Lichte schau'n.
Sind wir mit Gott auf allen unsern Wegen, Dann M'chn der Freuden viele uns entgegen.
Umbrauscn uns des Meeres wilde Wogen,
Seufzt Mancher, der des Menschen Werth verlor, Weil er der Sünde Lockung vorgezogen:
Das reine Herz hebt selig uns empor,