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1833
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Würger- Freund»

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Wochenschrift.

Achtzehnter Jahrgang. Zweites Quarta!.

47.

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Vremeil, Donnerstsg ven is- Auni isa».

Ihr werdet, wenn ihr forschend um euch blickt, In der Natur wie in dem Menschenleben Bemerken, daß es Stufen viele giebt,

Die sich allmählig nach Gesetzen heben.

* AuSzüge aus

Der Mönch und die Nonne."

Ein Gedicht in 6 Gesängen,

»so

Dr. H. G. Numsrn.

lFortschung.)

5 .

Was man von einer Seelenwandrung spricht,

ES ist Product der Thorheit und der Grille,

ES ist nur Blendwerk, Phantasiegedicht,

Unwahr erscheint es in des Herzens Stille.

Es ist ein lächerlicher, dummer Schwank, Erfunden von der Albernheit der Narren,

Mag ihnen denn behagen solcher Sang,

Wir wollen bei der Wahrheit stets verharren.

Der Mcnschengeist ist ewig, das ist wahr,

Und jeder Seele Leben wird gerettet;

Wohl dem, dem dieser Satz ist bell und klar,

Er hat sich sanft und friedlich hingebettet,

Ihn schreckt eS nicht, wenn Leichenfahnen wehn, Schnell trägt ihn der Gedanke in den Himmel, Er kann an jedem Grabe heiter stehn,

Er weiß, Erlösung naht vom Weltgetümmel.

Es war' ein schönes, cw'ges Fortbestehn, Wenn unser Geist sollt' in die Thiere steigen, Ich wollt' dann wahrlich lieber rein vcrgehn, AIs mich zu Eseln oder Ochsen neigen.

Die Abgeschmacktheit hat ein WeitesFeld,

Die Philosophen führen die Beweise,

Wer stets mit leeren Floskeln um sich bellt, Dem nutzt gar wenig seine Lcbcnsrcisc.

Ihr werdet, wenn ihr forschend um euch blickt, In der Natur wie in dem Menschenleben Bemerken, daß es Stufen viele giebt,

Die .sich allmählig nach Gesehen heben.

Wer auf der höchsten Stufe steht, der kann Nie wieder zu den niedrigsten sich neigen,

Er strebet immer weiter himmelan,

Dies Bild kann auch des Geistes Webcm zeigen.

Die Pflanze steht weit unter dem Polyp,

Und der Polyp steht weit noch von dem Thiere,