Jahrgang 
1833
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Der

Achtzehnter Jahrgange Erstes Quartal.

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Nur im Kraftgefühle Männlicher Beharrlichkeit Kämpft man sich zum Ziele.

M a t t h i so n.

* D i e S p i n n e.

(Aus dem Taschenbuche für Hamburgs Jugend.)

Auf seinem Lager einsam lag ein Jüngling,

Die Sorge hielt ihn wach. Die Morgensonne Warf ihre frühsten Strahlen durch das Fenster, Doch seine bange Brust blieb unerhellt.

Schmerzvoll hatt' er die lange Nacht durchwacht, Sein trübes Loos bedcnkend; Alles hatte Das Schicksal ihm geraubt, sein ganzes Glück,

Die Arbeit vieler Jahre, war zertrümmert,

In eines Tages, einer Stunde Flug.

Des Jugendfleißes schwererrungne Frucht Gewaltsam ihm entrissen, seines Herzens Geliebte Hoffnung todt, sein Erdenglück Unrettbar ihm verloren, finstre-Bilder,

Gleich Nachtgcspcnstern, marterten sein Jnn'reS,

Mit Schaudern in die Zukunft sah sein Auge,

Und die Verzweiflung nahte seiner Seele. . i

So lag, ermattet von des Elends Last,

Der Unglücksel'ge, ach! er fühlte nicht Der Morgensonne Gruß, die ihn so oft Nach süßem Schlaf zum frohen Tagwerk rief;

Ein gräßlicher Entschluß zu sterben stieg In ihm empor.

Da fiel sein starrer Blick Auf eine kleine Spinne, welche emsig Ihr zartes Netz wob und mit regem Fleiß Den kleinen Wunderbau vollendete.

Doch plötzlich siel aus einer Blume Kelch Ein Tropfen Thau's hernieder und zerstörte Das zarte Werk in allen seinen Theilen.

Das ist mein Loos, sprach dumpf er in sich selbst; Das rauhe Schicksal freut sich am Vernichten,

Das Kleinste, wie das Höchste gilt ihm gleich,

Und überall hat es geschäftige Diener Ein Fürstenwort vernichtet Meiischcnglück,

Wie jener.Tropfen Thau'S dies Spfnngeweb».