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Fttuude und Bekannte gewinnen — hingegen' daS Leihhaus würde in den Tagen kurz vor der Lustbarkeit weniger oder keinen Zulauf haben. Diese Zeilen widme ich zunächst den weisen Jn- speclionen und Administrationen der Waisen-Anstalten, wie dem für solche Angelegenheiten sich interessirmdem Publikum als
Ein Freund der Waisen.
^ Bremische Chronik.
Noch einmal.
(Beschluß.)
Dem strengsten Sinne nach gehört dieses Werk nicht zur Beurtheilung in dieser vaterländischen Zeitschrift, weil dem Plane derselben nach nur -inländische Verfasser berücksichtiget werden sollen. Doch erinnern wir uns einer Zugabe zur allgemeinen Regel, womit selbiges als Produkt eines vormals mit unserm Lande und unserer Verfassung in naher Verbindung gestandenen Orts, sich den Zugang auf legitime Weise offnen könne. Auch ist der Name des Verfassers bei uns noch wegen seiner freiwilligen Mitgaben zu unserm letzten großen Kirchweihfest, nämlich, LerUebersetzung des Adam von Bremen (Bremen 1325) und des Leben des St. Wil- lchad's und St. AnSgar's (Bremen 1826) in zu frischem und dankbarem Andenken, als daß wir uns seiner bei dieser Gelegenheit nicht wieder gern mit Liebe erinnern sollten. Wer seinen Adaimvon Bremen- kennt, der - kann sich einen Begriff davon machen, mit welcher Gründlichkeit, mit welcher historischen Kritik, mit'welchem Fleiß r»id unermüdetem-Eifer, der Verfasser, unterstützt durch den reichsten Verrath historischer Hülfsmittel, unterstützt durch äußere und - persönliche Ver
hältnisse, durch Muße und Wohlwollen, an dieses, nicht nur für die Stadt Bremen, sondern für die Geschichtsforschung überhaupt, wichtiges Werk gegangen ist. Wie viel zweckmäßiger ist es, aus den vorhandenen Chroniken mit historischer Kritik eine eigene geschichtliche Darstellung seines Orts und seiner Zeit zu bilden, al-s sich mit neuen Ausgaben alter, dem großem Zheil nach geschmackloser und unwichtiger Chroniken abmühen?
ES ist hier nicht der Ort, eine cmsorische Beleuchtung dieses, mit diesem ersten Theil bis zum Jahr 9 Z 7 vorgerückten, Werkes anzustellen, welches wir andern, dem eigentlichen Censoraml gewidmeten Zeitschriften überlassen; wir begnügen uns mit der angegebenen allgemeinen Characlcri- stik, und sögen nun nur noch das ungefähre Maaß des Inhalts hinzu. Die Einleitung handelt von den Urkunden und Quellen, die sich dem Verfasser in reichster Anzahl darboten. ES zerfällt dieser erste Theil in zwei Abschnitte.
I. Von der ältesten geschichtlichen Kunde dieser Gegend, bis zur Stiftung deS Bremischen Bisthums durch Karl den Großen (I. C. 788 ).
H. Von dieser Zeit an bis zur beginnenden Herstellung der angestammten, in der Fränkischen Periode beschrankten, Freiheit Bremens unter Otto dem Großen (I. 9 Z 7 ).
Wir schließen diese Anzeige mit dem doppelten Wunsch, daß der würdige Verfasser für seinen ausgezeichneten Fleiß einigermaßen einen Ersatz in einer verhältnißmaßigm Theilnahme des Publikums finden, und zweitens, daß er uns bald m-t dcr Fortsetzung erfreuen möge. Und dürften wir noch einen dritten hinzufügen, so wäre es der, daß der Vers. nach Vollendung dieses -Werks Zeit und Raum finden möge, ein den; Vers. -dieser Anzeige ertheiltes Versprechen, Unsern Helmeld auf gleiche