Dreizehnter Jahrgang, Viertes Quartal.
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Wochenschrift.
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Jüngling, im großen Ieitcnraume,
Schweben wir also! Der Schaum,
Die Menschcnthaten, er zerrint Aus glatter Fläche; leiser Wind Hat ihn verwehet! Herder.
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Lächle nur, du holdes Kindlein,
An der treuen Mutter Brust! . ^
Kommen wohl noch bittre Ständlern,
Wo du trauern, weinen mußt.
Spiele nur du muntrer Knabe Mit den blauen Aeugclein!
Früher als der Greis am Stäbe,
Kannst des Todes Beute sein.
Und der Jugend schöne Stunden >
Jüngling, kehren nie zurück;
Ist dein Jugendsinn entschwunden.
So entschwand dein schönstes Glück.
Magst du auch dein Glück nur träumen, Und zu groß für diese Welt Schwebst du auch zu jenen Räumen,
Die des Himmels Licht erhellt:
i e I u g e n.d.
Ist'es nur ein edles Sehnen,
- Das dem Herzen kühn entsteigt, Laß, 0! laß die Fackel brennen Bis dein Genius sie neigt.
Ach! an deinem Gängelbande, Götter-Tochter, Phantasie,
Lebt die Jugend wie im Lande Einer himmlischen Magie.
Stürmisch sind des Mannes Tage Wochen, Monde, Jahre oft,j Eins nur lindert seine Plage,
^ Daß er gläubig harrt und hofft.
Und der Greis im Silberhaare, Hat geträumt, gelebt, geliebt; Seine Hoffnung ist die Bahre Die ihm neues Leben giebt, j