Jahrgang 
1828
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Dreizehnter Jahrgang Drittes Quartal.

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Wochenschrift.

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Vremen. Donnerstsg ven 2«. August 102».

Pfrüft Euch! es leuchte die Sonne zur Liebe,

Es schwinde der Gram an der fühlenden Brust Und mit reinem herzinnigem Triebe Bereite der Bruder dem Bruder Lust»

Der philosophische Nachtwächter.

Lieben Freunde, laßt euch sagen,

Die Glocke hat Zwölfe geschlagen. "

'Es ruht auf der Flur die flnst're-, Nacht; Der Herr hat Alles wohlgemacht.

Ja, Gott hat Alles besser gemacht,

Als unser Kleinmuth.sich's gedacht.

All unser Treiben, Drangen und Müh'n,

Ließ er verzeihend vorüber zieh'n.

Die Klage verstummt, die Sorge entweicht, Wenn das Dunkel der Mitternacht steigt!

Die Welt ist gut, das Daseyn süß,

Der Menschen Leben ein.Paradies;

Es laden die Engel mit rosigem Schein Euch Bruder und Schwestern zu Freuden ein; Aber es mengen auch Teufelchen viel Sich ungebeten in unser Spiel;

Umdüstern der Freude unschuldigen Schein,

Und stören der Freundschaft edlen Verein.

Stolz schreitet dort der Hochmuth hin,

Daß Alles sich richte nach seinem Sinn:

Weil er es will, so soll es gescheh'n,

Mag auch die Tugend dann untcrgeh'n;

Keiner stelle dem Stolzen sich gleich,

.Er nur ist vornehm, er nur ist reich.

Hinter ihm schleichet mit giftigen Blicken, Wünscht ihm den Dolch in den Nacken zu drücken, Blgß und hager das Tcufeschen Neid; , - ,

Jenen hatte das Glück ja erhoben,

Alle suchen ihn schmeichelnd zu loben,

Deshalb sey er dem Sturze geweiht!

Dort in Angst und Sorgen lauert Jener, der seinen Mammon bewacht;

Und bei Tonnen Goldes trauert,

Seufzt und flucht auf die langsame Nacht,

Wo jedes Säuseln in Schrecken ihn jagt,

Bis es zu schmutzigem Wucher ihm tagt.