Jahrgang 
1828
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Dreizehnter Jahrgang Zweites Quartal.

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Die Geduld»

Von ON ü r n b ? r g e r.

Es giebt imLeben unheilschwangere Tsge> ^

An welchem mehr als Eine finstre Macht '

Der Sterblichen und jeder bangen Klage Mit grollend-ham'schcm Uebcrmuthe lacht;

Wo sinnreich-grausam Uebel sich verbinden- Um, höhnend, was man tragen kann, zu seh'n. Und wo sie Foltern prüfend sich erfinden, - Wie weit wohl Widerstandes Kräfte gehn,

Ach! wer, wie ich, mit heft'gerem Gefühle In dieses Treiben von Dämonen sieht,

Wer bei dem zum Verzweifeln wirren Spiele Der Lumpenwelt, von rascheren Zorn erglüht; ' Wer einen Vers bemüht ist, d'-raus zu machen, Und niemals doch den Reim zu Stande bringt- Weil in dem Kampfe so verdrehter Sachen Den Göttern nur der Ueberblick gelingt;

Und wer geneckt nun wird von all' den Plagen, Wie inn'res Weh und äuß'res sie gebiert,

And wie sie grad' an solchen Eirrzektagen Zum bittern Trank das Schicksal roneentrirt:

Ach! wie soll der den süßen Glauben wahren»

Daß doch die Götter huldreich auf ihn sehn,

Wie, wie-, soll Er der größten der Gefahren,

Der grqüsen Hoffnunglosigkeit, entgehn?

Richt immer kann man in's Gebet sich flächten.

Auch das Gebet will geist'ge Energie,

Und wenn die Außendinge sie vernichten,

So bleibt der inn're Aufschwung eitle Müh'; Nicht immer quillt des Glaubens schöne Quelle In gleicher,, ungetrübter Lauterkeit, ' , -

Nicht immer sproßt, benetzt von ihrer Welle- : Die stille Saat mit gleicher Fruchtbarkeit. , , Wer kennt sie denn, des Schicksals dunkle Mächte,' Wer kennt den Einfluß auf das inn're Seyn?

And mischen sich denn nicht mit gleichem. Rechte Vin schwarzer und ein weißer Genius ein?